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Weiterbildung FamilientherapieWEITERBILDUNG
FAMILIENTHERAPIE

Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften

Dieser Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse in Familientherapie und Systemischer Beratung. Er bildet zum einen das Fundament für einen familientherapeutischen Abschluss, zum anderen qualifiziert er systemische Berater und Beraterinnen.

Die Weiterbildung hat zum Ziel, die Beratungs-, Entscheidungs- und Handlungskompetenz von Personen zu erweitern, zu deren Aufgaben die Beratung von Systemen und Betreuung von Familien und einzelnen Familienmitgliedern gehören. Das Angebot bezieht sich vor allem auf pädagogische, sozialpädagogische, sozialtherapeutische, psychologische, theologische, juristische und medizinische Berufsfelder.

Die systemische Familienberatung und -therapie ist ziel-, lösungs- und ressourcenorientiert und leistet damit einen wichtigen Beitrag, auch im psycho-sozialen Bereich Problemlösungen zu entwickeln. Dies gilt sowohl für Institutionen als auch für die zu beratenden Familien selbst, deren positive Elemente und gesunde Ressourcen in ihrem Verhaltensrepertoire aktiviert und verstärkt werden.

Familientherapie und Systemische Beratung bedeuten nicht "behandeln", sondern "handeln im Kontext". Berater/innen und Familien bilden einen gemeinsamen Systemkontext, in dem die Persönlichkeit der Berater und Beraterinnen - neben ihrem notwendigen Fachwissen - eine wesentliche Rolle spielt. Aufgrund dessen beschränkt sich die Weiterbildung nicht auf die Vermittlung von Sachwissen, sondern legt besonderen Wert auf den Aspekt des Persönlichkeitswachstums und der fachlichen Weiterentwicklung der Teilnehmer.

Die erfolgreiche Teilnahme an dieser Weiterbildung befähigt die Teilnehmer, in ihrer täglichen Arbeit den Blickwinkel zur Sichtweise des Gesamtkontextes zu öffnen und gibt ihnen praxisnahe und differenzierte systemische Methoden an die Hand, diese Erkenntnisse umzusetzen.

 

Inhalte der Weiterbildung

Die zweijährige berufsbegleitende Weiterbildung in Familientherapie/ Systemische Beratung wird seit 1992 von der Universität Lüneburg angeboten. Sie wird kontinuierlich gemäß den inneren und äußeren Erfordernissen weiterentwickelt. Das ZAG - Zentrum für Angewandte Gesundheitswissenschaften - ist für Organisation und Inhalt der Weiterbildung zuständig. Das ZAG ist eine Einrichtung der Universität Lüneburg. Es fördert seit 1992 die fachbereichs- und hochschulübergreifende interdisziplinäre Zusammenarbeit in den Gesundheitswissenschaften.

Das Curriculum der Weiterbildung besteht aus zwei Stufen:

1. dem zweijährigen Grundkurs mit dem Abschluss als systemischer Familienberater/ Familienberaterin
2. dem eineinhalbjährigen Aufbaukurs mit dem Abschluss als systemischer Familientherapeut/ Familientherapeutin.

Zum Aufbaukurs können sich alle Personen bewerben, die bereits unseren zweijährigen Grundkurs oder eine entsprechende Grundausbildung in einem anderen Institut durchlaufen haben.

Wir bieten ausgewählten Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, aufgrund besonderer Fähigkeiten und Erfahrungen in Beratung oder Therapie in einem der Folgekurse in Assistenz mitzuarbeiten und sich dadurch weiter zu qualifizieren. Die Teilnehmer/innen hospitieren einen Tag in einer psychiatrischen Klinik in Lüneburg und halbtägig in einer psychosomatischen Klinik. Zu speziellen Themen sind externe Gastdozenten und Gastdozentinnen eingeladen.

23.05.2012, zag