STUDIENPROGRAMM

Das Promotionsprogramm orientiert sich an drei Kernaufgaben: Erstens sollen die Promovierenden fachlich und methodisch in gemeinsamen Veranstaltungen fortgebildet werden. Zweitens sollen die individuellen Forschungsarbeiten durch eine intensive Betreuung und den regelmäßigen Austausch kritisch reflektiert und qualitativ angereichert werden. Drittens werden Kurse zur Erlangung von Schlüsselqualifikationen angeboten, die es den Promovierenden ermöglichen, sich auf einem immer stärker diversifizierten Arbeitsmarkt zu positionieren. Zudem soll das Promotionsprogramm ein Forum für einen lebendigen inhaltlichen und interdisziplinären Dialog sein und die Ausbildung eines fachlichen nationalen und internationalen Netzwerks ermöglichen. So sollen alle Doktorandinnen und Doktoranden des Promotionsprogramms eine sehr gute wissenschaftliche Qualifikation im Bereich der empirischen Demokratieforschung erhalten und damit das notwendige Rüstzeug, um sich auf Karrieren in der Wissenschaft, in wissenschaftsnahen und politikberatenden Institutionen sowie auf öffentliche Führungspositionen in nationalen und internationalen Institutionen vorzubereiten. Das Curriculum ist in vier Module gegliedert, die diese übergeordneten Ziele reflektieren:

Modul Forschungskolloquium: In diesem Modul wird über drei Jahre hinweg der Arbeitsstand der einzelnen Promotionsprojekte im Kontext des Forschungsprogramms fortlaufend diskutiert. Das zweistündige Modul findet wöchentlich statt. Jede geförderte Doktorandin und jeder geförderte Doktorand sowie alle am Promotionsprogramm beteiligten Professorinnen und Professoren sind verpflichtet, an diesem Modul regelmäßig teilzunehmen. Im ersten Jahr berichten die Promovierenden über den Stand ihres Forschungsdesigns. Der Schwerpunkt der Vorträge im zweiten Jahr liegt auf der revidierten Fassung des ersten Forschungsdesigns sowie auf der Darstellung von ersten Forschungsergebnissen. Im dritten Jahr sollen die Promovierenden erste Forschungsergebnisse in Form von „working papers“, „Konferenzbeiträgen“ oder zur Veröffentlichung bestimmte Artikel präsentieren.

Fachliches Vertiefungsmodul: Innerhalb dieses Moduls werden die Promovierenden fachwissenschaftlich qualifiziert, indem sie auf fortgeschrittenem Niveau die theoretischen und methodischen Perspektiven des Promotionsprogramms („Demokratie unter Stress“) vertiefen und ihre eigene Arbeit einer fachlichen Kritik aussetzen. Organisatorisch wird dieses Modul in einem jährlich stattfindenden dreitägigen Workshop zu jeweils einem thematischen Schwerpunkt des Forschungsprogramms durchgeführt. An diesen Workshops nehmen die Promovierenden verpflichtend teil. Inhaltlich getragen werden die Workshops zum einen von den am Promotionsprogramm beteiligten Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftlern. Zum anderen finden sie unter Beteiligung nationaler und internationaler Gastreferentinnen und Gastreferenten mit einschlägiger Expertise im Bereich der Demokratieforschung statt. Dabei kann das Promotionsprogramm auf bestehende Netzwerke und Kontakte durch die langjährige Erfahrung des ZDEMO in der Organisation von nationalen und internationalen Nachwuchstagungen wie der ECPR Summer School und dem Doktorandenworkshop des Norddeutschen Netzwerks Demokratieforschung zurückgreifen. Geplant ist darüber hinaus, dass die Promovierenden eigenständig nationale und internationale Fachwissenschaftler und -wissenschaftlerinnen entsprechend ihrer Forschungsinteressen einladen können, um mit ihnen über spezifische Forschungsfragen inhaltlich zu diskutieren. Dadurch soll die Möglichkeit eröffnet werden, renommierte Gastwissenschaftler für kurze Zeitabstände nach Lüneburg, Osnabrück oder Wilhelmshaven einzuladen.

Methodenmodule: Zur Vertiefung ihrer Methodenkenntnisse besuchen die Promovierenden verpflichtend zwei Module zu Forschungsmethoden. Im ersten Modul ‚Wissenschaftstheorie‘ werden die methodologischen Grundlagen der Sozialwissenschaften vertieft. Im zweiten Modul ‚Forschungsmethoden‘ werden fortgeschrittene qualitative und quantitative Forschungsmethoden gelehrt. Beide Module sollen idealerweise im ersten Promotionsjahr belegt werden. Die Ausbildung erfolgt gemeinsam mit anderen Doktorandinnen und Doktoranden der Politikwissenschaft im Rahmen des teilstrukturierten Promotionsstudiums an der Leuphana Graduate School. Darüber hinaus können die Promovierenden die weiterführenden Methodenangebote der Graduate School nutzen. Hierzu zählen beispielsweise Kurse zur Qualitative Comparative Analysis, zur qualitativen Inhaltsanalyse sowie zu den Statistikprogrammen SPSS, STATA und R.

Module Schlüsselqualifikation: Dieses Modul wird von der Leuphana Graduate School unter der Bezeichnung ‚Wissenschaftspraxis‘ angeboten. Neben einer anwendungsorientierten Einführung in die Erstellung von Dissertationen werden Fragen zur beruflichen Karriere sowie Regeln guter wissenschaftlicher Praxis diskutiert und forschungsfördernde Institutionen vorgestellt. Dieses Modul ermöglicht das eigene Forschungsvorhabens in den globalen Wissenschaftskontext einzuordnen. Zudem werden die Promovierenden ermutigt, auf freiwilliger Basis weitere berufsqualifizierende Angebote der Graduate School wahrzunehmen. Im Programm ‚GradSkills‘ können die Promovierenden über ihr konkretes Fachwissen hinaus berufsqualifizierende Fähigkeiten, didaktische Erfahrungen sowie weitere Schlüsselkompetenzen für eine berufliche Karriere im universitären und außeruniversitären Bereich erwerben.

 

 

16.06.2017