Bildung – Orientierungen zur Freiheit

Welche Freiheitsbegriffe liegen unterschiedlichen Bildungsverständnissen zugrunde? Und wie kann Bildung so verstanden werden, dass sie Freiheit ermöglicht und vergrößert?

Die Arbeit an diesen Fragen verbindet so unterschiedliche Verständnisse universitärer Bildung wie das Humboldt’sche Ideal von Einsamkeit und Freiheit, universitäre Bildung aus der Perspektive Kritischer Theorie und die liberal education angelsächsischer Prägung. Um die Freiheit geht es dabei auf unterschiedlichen Ebenen:

  • Engagement für eine freie Gesellschaft
  • die Ermöglichung von Freiheit im Rahmen der Persönlichkeitsbildung als Erweiterung individueller Handlungs- und Entscheidungsmöglichkeiten
  • Freiheit innerhalb des Studiums
  • Freiheit von Forschung und Lehre
  • Freiheit als anthropologische Dimension.

Daher sprechen wir von Orientierungen zur Freiheit im Plural.

Ganz besonders solche Elemente und Verständnisse des universitären Studiums, die eine enge Fachorientierung überschreiten, gehen von der Freiheit und Verantwortung der Studierenden hinsichtlich der Studienverlaufsplanung aus und stellen dabei heraus, dass es nicht nur darauf ankommt, nach Lösungen zu suchen, sondern Fragen zu stellen und sich auch auf Ungewissheiten und Verunsicherungen einzulassen.

Studienmodelle, die eine enge Fachorientierung überschreiten – wie z. B. das Studium Generale, das Studium Fundamentale, das Komplementärstudium oder unter anderem Titel an die Idee der liberal education/liberal arts education anknüpfende Programme –, gehen von der Freiheit und Verantwortung der Studierenden hinsichtlich der Studienverlaufsplanung aus und stellen dabei heraus, dass es nicht nur darauf ankommt, nach Lösungen zu suchen, sondern Fragen zu stellen und sich auch auf Ungewissheiten und Verunsicherungen einzulassen.

Ausgehend von der Überzeugung, dass die menschliche Freiheit zur Selbstbestimmung uns in die Verantwortung nimmt und eine stete Haltung der Reflexion von Selbst- und Weltverhältnissen erfordert, möchten wir uns mit Vertreter*innen unterschiedlicher Hochschulen, Studierenden und weiteren Interessierten über Bildungsideen, Konzepte und Qualität in der Umsetzung austauschen.

Wir laden hiermit ganz herzlich zur Beteiligung ein und bitten um Anmeldung bis zum 4.11.2019 unter bildungundfreiheit@leuphana.de

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