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Schweizer Franken und Optimismus im Gepäck: BWL-Student Moritz Thölke absolviert ein Auslandssemester an der renommierten Hochschule St. Gallen

29.01.2018 Der 22-Jährige zieht in wenigen Tagen für ein halbes Jahr in die Schweiz. Er erzählt, wie die Bewerbung als Freemover fürs Auslandssemester gelingen kann und warum ihm die Wohnungssuche Bauchschmerzen bereitete.

Freiwilligendienst in Ecuador in einer Schule für Kinder mit Behinderung und anschließend Work-and-Travel in Australien: Gleich nach dem Abi ging es für Moritz Thölke weltwärts. „Ich mag es, neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen“, sagt der Student des Major BWL. Deshalb gehört ein Auslandssemester für ihn auch zum Studium. Nun geht es in wenigen Tagen in die Schweiz. Da er kein Austauschprogramm gefunden hat, das einen Aufenthalt anbot, geht er als Freemover nach St. Gallen: Von der Bewerbung direkt an der Uni bis zur Unterkunft hat er alles selbst organisiert.

Gerade letzteres bereitete ihm Bauchschmerzen. Was, wenn er kein bezahlbares Zimmer gefunden hätte? Letztendlich hat es aber geklappt. Über eine Facebook-Gruppe in St. Gallen bekam er einen WG-Platz. 500 Schweizer Franken, also etwa 425 Euro zahlt er. Für St. Gallen sei das günstig. „Ich wohne dort mit einer Studentin aus Singapur und anderen Deutschen zusammen. Ein bisschen Heimat. Irgendwie gibt mir das Sicherheit“, sagt der College-Student. Dennoch ist der Aufenthalt in der Schweiz für Moritz Thölke mit hohen Kosten verbunden, da er dort unter anderem auch Studiengebühren zahlen muss. Deshalb hat sich Thölke für ein Stipendium beim DAAD beworben: „Aber ohne die Unterstützung meiner Familie würde es gar nicht gehen. Ich bin ihnen sehr dankbar.“ 

Gute Planung nötig

Auch am College der Leuphana gab es Dinge zu regeln: „Ich habe mein Studium so geplant, dass ich in diesem Semester keine Klausuren schreibe, sondern nur kombinierte Prüfungsleistungen ablege. Der Semesterstart in St. Gallen überschneidet sich mit der Klausurenphase hier“, erklärt Thölke. Noch ist nicht ganz klar, was in der Schweiz auf seinem Stundenplan stehen wird. „Ich möchte gern Kurse in strategischem Management, Arbeitsrecht und Rechtspsychologie besuchen“, sagt Thölke. 

Am College ist er im 5. Semester. „Ich habe mich wegen des Studienmodells für diese Uni entschieden, denn hier kann ich den Minor Wirtschaftspsychologie studieren“, erklärt Thölke. Sein fachlicher Schwerpunkt ist Personalmanagement. Um noch breiter aufgestellt zu sein, besucht er zusätzlich Veranstaltungen im Major Psychologie: „Ich finde gut, dass wir an der Leuphana so viele fachliche Möglichkeiten haben.“

Die Zeit in der Schweiz sieht er als große Chance, internationale Erfahrungen auf hohem Niveau zu sammeln: „Ich freue mich sehr über diese Chance. Gerade weil ich immer gedacht habe, so etwas schaffen nur andere.“ Deshalb ist es für Moritz Thölke auch nicht entscheidend, dass er sich die besuchten Kurse in der Schweiz in Deutschland anrechnen lassen kann: „Das Semester ist für mich.“ Er plant ohnehin sein Studium in sieben statt sechs Semestern abzulegen. Wenn er wieder in Deutschland ist, möchte er noch ein Praktikum machen: „Diese Erfahrungen sind mir sehr wichtig. Bevor ich in den Beruf gehe, möchte ich gern genau wissen, was mir liegt.“



Marietta Hülsmann. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.