Diversity-Tag 2022

Zum sechsten Mal schließen wir uns dem von der Charta der Viefalt initiierten, bundesweiten "Diversity Tag" am 31. Mai 2022 an. Der diesjährige Diversity Tag hat das Schwerpunktthema "Rassismus" und wird im Zeitraum vom 31. Mai bis 2. Juni 2022 in Form von verschiedenen Veranstaltungen stattfinden. Alle Mitglieder und Angehörige der Universität sind herzlich willkommen!

Startseitenspecial

  • 31.05.22: Startseitenspecial der Leuphana zum Diversity Tag inklusive der Interviews

Programm

  • 31. Mai 2022 17:00-18:30 Uhr: Die Metamorphosen des Rassismusbegriffs - und damit verbundene Herausforderungen eines Forschungsfeldes (C40.606)
  • 02. Juni 2022 14:00-17:30 Uhr: Rassismus in der universitären Lehre – Reflexionswerkstatt für Lehrende (online)
  • 02. Juni 2022 17:30-19:00 Uhr: Uncovering racism in the German education system. Eingeschrieben - Zeichen setzen gegen Rassismus an deutschen Hochschulen (hybrid: C 40.154 und ZOOM)

Gut zu wissen

  • Lüneburg: Black Lives Still Matter – Demonstration am 25. Mai 2022
  • Bücherschrank des Antirassismusreferat
  • Podcast "Feuer&Brot" zu Gast beim lunatic Festival 2022 (03.-04.06.)
  • Materialsammlung zum Thema Rassismus
  • Hinweis zur Barrierearmut

Kontakt

  • Ansprechperson

Programm

Startseitenspecial

31.05.22: Startseitenspecial der Leuphana zum Diversity Tag inklusive der Interviews

Weitere Informationen folgen in Kürze.

31. Mai 2022 17:00-18:30 Uhr: Die Metamorphosen des Rassismusbegriffs - und damit verbundene Herausforderungen eines Forschungsfeldes (C40.606)

Vortrag mit Prof. Dr. Serhat Karakayalı

In deutscher Sprache wird das Wort „Rassismus“ wohl zuerst vom Sexualwissenschaftler und Aktivisten der Homosexuellen-Bewegung Magnus Hirschfeld verwendet - er bezog sich noch auf die zur Zeit der Veröffentlichung hochaktuelle nationalsozialistische Rassepolitik. Seitdem wurde der Begriff mehrfach neu gedeutet und umgearbeitet. Der Vortrag nimmt solche Deutungskonflikte um Umfang und theoretische Grundannahmen des Rassismusbegriffs zum Ausgangspunkt für eine Analyse von gesellschaftlichen Aushandlungsprozessen. Dabei soll unter anderem der Frage nachgegangen werden, weshalb der Begriff gerade in Deutschland, wo Rassismus während der nationalsozialistischen Herrschaft Staatsdoktrin war, in den Wissenschaften derart abgewehrt worden ist oder wie es zum internationalen Aufstieg des Begriffs ab den 1960er-Jahren kam. Vor dem Hintegrund solcher historischen Rekonstruktionen wird eine Einordnung aktueller Kontroversen um den Begriff vorgenommen.

Der Redner:
Prof. Dr. Serhat Karakayalı ist Soziologe und hat seine Dissertation über die Genealogie illegaler Migration in Deutschland verfasst. Schwerpunkte seiner Forschung sind das ehrenamtliche Engagement für Geflüchtete, kosmopolitische Konzepte der Solidarität und die Zivilgesellschaft als Ort politischer Sozialisation in der Migrationsgesellschaft. Er war Leiter eines Projekts zu Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft in Berlin und Kurator einer Ausstellung zu moderner Architektur im kolonialen Kontext Nordafrikas. Ab 2020 leitete er die Abteilung „Migration“ am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung, an dem auch der von der Bundesregierung in Auftrag gegebene Rassismus-Monitor angesiedelt ist. Seit Juli 2021 ist er Professor für Migration and Mobility an der Fakultät Kulturwissenschaften der Leuphana Universität.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht notwendig. Alle Mitglieder und Angehörige der Universität sind herzlich willkommen.

02. Juni 2022 14:00-17:30 Uhr: Rassismus in der universitären Lehre – Reflexionswerkstatt für Lehrende (online)

Veranstaltung des Leuphana Lehrservice in Kooperation mit dem Gleichstellungsbüro.

Donnerstag, 2. Juni, 14:00-17:30 Uhr
Referentin: Dr. Aysun Doğmuş

Rassismus kann auf verschiedene Weise in der universitären Lehre wirksam sein, etwa durch das verwendete Lehr-/Lernmaterial, durch unsere (An-)Sprache und auch Perspektiven, die wir zu vermitteln versuchen. Zuweilen werden wir von Studierenden auf die (Re-)Produktion von Rassismus in unserer Lehrpraxis hingewiesen. Dies löst unweigerlich einen Handlungsdruck aus, den wir übergehen oder produktiv für mögliche Lernprozesse nutzen können. Die Werkstatt stellt einen kollaborativen Reflexionsraum für Lehrende bereit. Nach einer dialogischen Einführung in rassismustheoretische Verständnisweisen und deren rassismuskritischer Bezug zur Lehre werden anhand ausgewählter Fälle Erfahrungen aus der Lehrpraxis ausgetauscht, reflektiert und individuell passende Handlungsoptionen ausgelotet.

Weitere Informationen auf der Seite der Internen Weiterbildung.

02. Juni 2022 17:30-19:00 Uhr: Uncovering racism in the German education system. Eingeschrieben - Zeichen setzen gegen Rassismus an deutschen Hochschulen (hybrid: C 40.154 und ZOOM)

Vortrag mit Dr. Emily Ngubia Kessé

Dr. Kessé interviewed Black Students and Students of Color in Berlin and Brandenburg in order to understand how racism was performed in the academy. She believes that finding one's voice is the first right step towards decolonization and regaining one's authority and presence in a world structured by racism, Cissexism and Ableism. She will present some of her findings, as well as provide a theoretical framework for understanding the entrenchment of racism within western European Higher Education.

The Speaker:
Dr. rer.medic. Emily Ngubia Kessé is a neuroscientist in the field of gender studies, with a strong focus on PostColonial studies and Critical Race Theory. She obtained her PhD in 2012 at the Institute for the History of Medicine and Ethics in Medicine, Charité - Universitätsmedizin Berlin with a thesis titled „Experimenting with Gender in Neuroscience “. Her research focus is on gender and neuroscience, power relations in knowledge production and racism, with an emphasis on repressive mechanisms in the education sector. Her most recent publication this May together with Prof. Anelis Kaiser and Prof. Oliver Rollins is titled “A discussion on the notion of race in cognitive neuroscience research”. Books authored: Stille Macht. Silence und Dekolonisierung (2018), Eingeschrieben - Zeichen setzen gegen Rassismus an deutschen Hochschulen (2015). She is currently a Lecturer at the Johannes Kepler University of Linz and a Research Associate for Gender Studies in STEM (science, technology, engineering, mathematics) at the University of Freiburg.

Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht notwendig. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Interessierte können per ZOOM oder vor Ort (C 40.154) teilnehmen. Die Referentin wird per ZOOM zugeschaltet sein. Die Zugangsdaten für Zoom werden am 31.05.22 auf dieser Seite veröffentlicht. Alle Mitglieder und Angehörige der Universität sind herzlich willkommen.

Gut zu wissen

Am Mittwoch, 25. Mai 2022, dem zweiten Todestag von George Floyd, ruft das Junge Afrokollektiv Lüneburg (JUA) zur Demonstration unter dem Motto “Black Lives STILL Matter” auf. Der Demonstrationszug startet um 16:00 Uhr am Clamartpark.

Hier findet sich der Aufruf.

Der Bücherschrank des Antirassismus-Referats (AntiRa) hält eine Auswahl antirassistischer Literatur zum Ausleihen bereit. Der Bücherschrank befindet sich im AStA-Multifunktionszimmer (MuFuZi- Gebäude 9, 1.Stock). Der Zugang kann beim AStA-Büroteam (ebenfalls in Gebäude 9. 1. Stock) erfragt werden. Dieses ist Montag und Dienstag 10-16 Uhr und Mittwoch-Freitag 10-14 Uhr geöffnet.

Eine Übersicht der Bücher findet sich hier.

Podcast "Feuer&Brot" zu Gast beim lunatic Festival 2022 (03.-04.06.)

Dieses Jahr wird der Podcast "Feuer&Brot" zu Gast beim lunatic Festival 2022 sein! In den monatlichen Freundinnengesprächen von Sprecherin Maximilliane Häcke und Alice Hasters, Autorin von “Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten”, betrachten die beiden Gegenwartsphänomene und beschäftigen sich mit Selbstverständlichkeiten in Sprache, Film, Musik und Repräsentation. Dabei wird das Hinterfragen gesellschaftlicher und kultureller Narrative groß geschrieben.

Materialsammlung zum Thema Rassismus

Hinweis zur Barrierearmut

Wenn Sie auf Barrieren auf dieser Webseite stoßen bzw. individuelle Bedarfe bezogen auf die Veranstaltungen im Rahmen des Diversity-Tags 2022 haben, teilen Sie uns diese bitte rechtzeitig mit, damit wir Sie unterstützen können.

Eine Wegbeschreibung zu den Veranstaltungsorten, die in Präsenz stattfinden, folgt in Kürze.

 Logo für den Deutschen Diversity-Tag 2022 ©© 2022 Charta der Vielfalt e.V.

Kontakt

Valentina Seidel
Referentin für Diversität und Gleichstellung
valentina.seidel@leuphana.de