Inter- und Transdisziplinär


Sustainable Innovation Thinkathon

Einzeltermin | Mi, 27.10.2021, 10:15 - Mi, 27.10.2021, 11:45 | C 40.530 Multifunktionsraum | Inhaltliche Vorbereitung 1/3
Einzeltermin | Mi, 03.11.2021, 10:15 - Mi, 03.11.2021, 11:45 | C 40.530 Multifunktionsraum | Inhaltliche Vorbereitung 2/3 + Gastvortrag
Einzeltermin | Mi, 10.11.2021, 10:15 - Mi, 10.11.2021, 11:45 | C 40.530 Multifunktionsraum | Inhaltliche Vorbereitung 3/3 + Gastvortrag
Einzeltermin | Sa, 13.11.2021, 09:00 - Sa, 13.11.2021, 16:00 | C 40.530 Multifunktionsraum | Samstag - Thinkathon Tag 1/2
Einzeltermin | So, 14.11.2021, 13:30 - So, 14.11.2021, 18:00 | C 40.530 Multifunktionsraum | Sonntag - Thinkathon Tag 2/2
Einzeltermin | Do, 02.12.2021, 10:15 - Do, 02.12.2021, 13:45 | C 40.704 | Abschlusspräsentation

Maren Fokuhl
Jacob Hörisch
Der "Sustainable Innovation Thinkathon" ist vor allem für jene gemacht, die sich mit der Planung von Konzepten und Lösungsfindung zu gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen wollen: im Speziellen den Sustainable Development Goals (SDGs) 12 (nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 13 (Klimaschutz) (Link: https://sdgs.un.org/goals).

Der Fokus des Kurses liegt auf der Erstellung von Projekt- oder Geschäftsmodell-Ideen, die sich mit SDG 12 (nachhaltige/r Konsum und Produktion) und SDG 13 (Klimaschutz) auseinandersetzen. Als Grundlage hierfür werden den Studierenden Kenntnisse über nachhaltige und soziale Innovationen und Unternehmertum vermittelt. Einblicke in Verhaltenswissenschaften beleuchten außerdem Herausforderungen wie die "intention-behavior gap" und sollen die Studierenden für die Hürden und Herausforderung einer nachhaltigen Bewusstseins- und Verhaltensänderung sensibilisieren.

Der Sustainable Innovation Thinkathon ist ein Seminar im Modul „Connecting Science, Responsibility and Society“ des Master-Komplementärstudiums der Graduate School für Studierende im dritten Master-Semester. (Er kann in Ausnahmefällen aber auch von Studierenden aus anderen Semestern gewählt werden.)

*** Dieser Kurs kann optional im Rahmen des neuen Leuphana Sustainable Entrepreneurship Certificate (LSEC) absolviert werden. Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik "Sonstiges". ***





Energy Communities across Europe

wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 27.10.2021 - 26.01.2022 | C 12.101 b

Dr. Lars Holstenkamp
The European Union has introduced "citizen energy communities" and "renewable energy communities" through the Internal Market for Electricity Directive and the recast Renewable Energy Directive, respectively. These had/have to be transposed into national law until end of 2020 and mid-2021, respectively. The seminar will look into the state of energy communities across European Union member states, their development and challenges ahead. Selected topics related to this will be dealt with in greater depth.


Betriebliche Informationssysteme im Rechnungswesen / IT-Anwendung im Rechnungswesen

wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 12.015
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 11.320

Prof. Dr. rer. nat. Jürgen Jacobs
Das Modul befasst sich mit Einsatzmöglichkeiten, Aufgaben, Strukturen und Funktionsweisen von Data-Warehouse-Systemen zur datenbasierten Unternehmenssteuerung. Die dazu erforderlichen IT-Kenntnisse und betriebswirtschaftlichen Kenntnisse werden in Form von Vorlesungen und Übungen vermittelt. Im Rahmen eines Projekts werden die Vorlesungsinhalte vertieft und praktische Erfahrungen in der Entwicklung eines Data Warehouse-Teilsystems gesammelt. Der Fokus des Projekts kann nach eigenen Interessen definiert werden.


Speculative Worldbuilding – Wie man transformative Zukünfte entwerfen und kommunizieren kann

Einzeltermin | Fr, 22.10.2021, 14:15 - Fr, 22.10.2021, 19:45 | C 16.129
Einzeltermin | Sa, 23.10.2021, 08:15 - Sa, 23.10.2021, 15:45 | C 16.129
Einzeltermin | Fr, 14.01.2022, 14:15 - Fr, 14.01.2022, 19:45 | C 16.129
Einzeltermin | Sa, 15.01.2022, 08:15 - Sa, 15.01.2022, 15:45 | C 16.129

Dr. Christian Grünwald
Max Irmer
„Futures Literacy“, die bewusste Auseinandersetzung mit möglichen Zukünften, gilt als eine der Kernkompetenzen des 21. Jahrhunderts. Aber wie kann man die Zukunft erforschen, verstehen und sogar noch proaktiv gestalten und kommunizieren? Ist das überhaupt möglich und sinnvoll? Diese Fragen werden im Rahmen des Seminars exemplarisch an verschiedenen Methoden der Zukunftsforschung diskutiert. Dabei nimmt die Entwicklung von eigenen Welten, die bewusst spekulativ sind, eine zentrale Rolle ein: Die Teilnehmenden entwerfen wissenschaftlich fundiert Zukunftsbilder, reflektieren diese kritisch und lernen, wie man komplexe Inhalte – Zukunft ist qua Definition komplex – verständlich kommunizieren kann.

Der methodische Schwerpunkt liegt auf Design Fiction, Worldbuilding und Futures Wheels. Diese ergeben miteinander kombiniert einen starken prospektiven Mehrwert. Die Methode des Design Fiction versucht durch spekulatives Design Lösungswege für komplexe zukünftige Problemstellungen aufzuzeigen – und transformative Zukunftswelten mithilfe von tangiblen Zukunftsartefakten zu gestalten. Dabei sollen auch ganz bewusst Elemente des Science Fiction als Inspirationsquelle genutzt werden. Die Methode der Futures Wheels helfen, diese Zukunftswelten systemisch zu durchdenken.
Das Seminar bewegt sich an der Schnittstelle von wissenschaftlicher Zukunftsforschung, strategischem Design, Innovationsmanagement und Foresight. Neben der Vermittlung von Grundsätzen der wissenschaftlichen Zukunftsforschung steht auch die Vorstellung des Berufs- und Arbeitsfeldes Foresight, also zukunfts- und innovationsorientierte Strategieberatung, im Mittelpunkt.


Möglichkeits(t)räume - städtischer Platz als Bühne Explorative Kohlezeichnung als Methode der kunstbasierten Nachhaltigsforschung

wöchentlich | Montag | 10:15 - 11:45 | 18.10.2021 - 04.02.2022 | C 14.204

Jan Helbig
Möglichkeits(t)räume - städtischer Platz als Bühne Explorative Kohlezeichnung als Methode der kunstbasierten Nachhaltigsforschung

Im Seminar wird der städtische Platz in seiner Funktion als Bühne öffentlicher Aktivitäten auf Qualitäten der Nachhaltigkeit untersucht. Hierbei kommt die zunächst gemeinsam erarbeitete und erprobte künstlerisch-explorative Kohlezeichnung als Methode für die kunstbasierte sensorische Nachhaltigkeitsforschung zum Einsatz.
Durch die Ausrichtung auf den öffentlichen städtischen Platz als Explorationsfeld erfährt in diesem Ansatz die konventionelle Verwendung der Zeichenkohle eine Erweiterung.
Mittels interventionistischer Workshops, bspw. der Erstellung von Frottagen in Gruppen auf Großformaten, zeichnerischen Gemeinschaftsarbeiten und/oder objekthaften Installationen, wird der städtische Platz zur künstlerischen Bühne. Bei der Entwicklung konkreter individueller Fragestellungen für Intervention und Begegnung wird die Methode der Offenen Form einbezogen und kann im Zuge des Projektprozesses auch zum Impulsgeber für nachhaltige Transformationen werden.
Der Seminarleiter und Künstler Jan Helbig bezeichnet die grundlegende Methode seiner prozesshaften Malerei als Strategie der Offenen Form. Im bewussten Verzicht auf Vorplanungen findet er das Bild in der Suchbewegung. Die dabei miteinander in Dialog tretenden Formen kommunizieren malerisch durchlässig, indem sie das Eigene bewahren und zugleich offen für die Botschaft benachbarter Formen bleiben.

Leitung: Angeleitet wird das Seminar von dem diplomierten Künstler Jan Helbig - freischaffender Künstler in den Feldern Malerei und Performance sowie Entwickler der künstlerischen Strategie der Offenen Form und Gastdozent Dr. Matthias Kulcke - Lehrender im Architekturentwurf an der HafenCity Universität Hamburg, Bühnenbildner und Raumgestalter.


Storytelling

wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 25.10.2021 - 14.01.2022 | C 5.111
Einzeltermin | Fr, 21.01.2022, 10:15 - Fr, 21.01.2022, 13:45 | C 40.164
Einzeltermin | Fr, 28.01.2022, 10:15 - Fr, 28.01.2022, 15:45 | C 40.164

Dr. Jan C. L. König
Es war einmal..? Von wegen! Die aus der Sprach- und Literaturwissenschaft stammende Narratologie, die Erforschung erzählender Texte, erlebt seit einigen Jahren als „Storytelling“ in verschiedenen akademischen Bereichen ein echtes Comeback. Ob Management oder Marketing, Philologie oder Psychologie: Storytelling ist nicht nur ein angeborenes Mitteilungs- und Erinnerungsverhalten, sondern Kommunikationstechnik und Analysemittel, das die Menschheit seit Jahrtausenden begleitet und doch immer wieder neu fasziniert. Von der Wahrnehmung des Alltags über die antike Tragödie bis hin zum Hollywood-Blockbuster: Die Regeln der Erzählung sind tatsächlich stets dieselben. Während es sich als eigenständige Forschungsdisziplin seit wenigen Jahrzehnten etabliert hat, ist es nicht nur für die Geisteswissenschaften, sondern auch für Marketing und Management von Interesse.

Durch Erzählungen werden Vorgänge verständlich und erhalten ganz automatisch eine Rechtfertigung – bis zur moralischen Evaluation. Storytelling ermöglicht in diesem Zusammenhang stets ein Weitergeben und Verständnis von Wissen und ist ein Konzept der Wahrheitsproduktion mit hohem Einfluss auf Rezipienten. Damit einhergehend müssen sich auch stets ethische Fragen zu einem verantwortungsvollen Umgang mit und kritischer Reflexion von Storytelling ergeben. Die Veranstaltung gibt einen Überblick über die wissenschaftlichen Hintergründe des Storytellings und vermittelt dabei Methoden und Techniken, die in nahezu allen wissenschaftlichen Disziplinen Relevanz haben.



Werkstatt und E-Learning Einheit zu Theorien der Gender- und Diversity-Forschung

wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 27.10.2021 - 03.11.2021 | C 40.153
14-täglich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 17.11.2021 - 15.12.2021 | C 40.153
Einzeltermin | Mi, 12.01.2022, 08:15 - Mi, 12.01.2022, 09:45 | C 40.153

Dr. Christine Katz
Dr. phil. Anja Thiem
Im Rahmen des Seminars findet eine Auseinandersetzung mit zentralen theoretischen Konzepten, Methoden und Diskursen zu geschlechterbezogener Identität, Differenz und Diversity statt. Die sich daraus ergebenden forschungspraktischen und institutionellen Herausforderungen werden ebenso behandelt wie die damit einhergehenden gesellschaftlichen Konflikte und sozialen Bewegungen. Didaktischer Ausgangspunkt ist dabei zum einen die eigene Position in intersektionalen gesellschaftlichen Verhältnissen sowie zum anderen sind es die jeweiligen fachlichen Perspektiven und Hintergründe, die die Studierenden mitbringen.

Es werden Texte und Ansätze behandelt aus den Gendertheorien, dem Black Feminism, den Queer Studies, zu Intersektionalität und Postkolonialer Theorie, den Disability und Transgender Studies und zu Gender und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus werden wir uns mit anti-feministischen und rassistischen Strömungen auseinandersetzen. Ein kleiner inhaltlicher Input seitens der Studierenden ist vorgesehen und bildet die Grundlage für die Hausarbeit.
U.a. geht es um Aspekte wie:
• Beziehung zwischen den verschiedenen diversitäts- und differenzorientierten Bewegungen und Strömungen und ihrer fachlichen Etablierung an den Hochschulen und Institutionen
• Die Verbindung und Verweise der einzelnen Strömungen und Bewegungen unter- und aufeinander
• Reflexion der „Blinden Flecken“ bei der Berücksichtigung von Intersektionalität in den Bewegungen
• Veränderungen von fachlichen bzw. Problem-Perspektiven durch Intersektionalität?
• Welche Relevanz haben Normsetzungen für gesellschaftliche Transformationsprozesse?


Wie funktioniert politische Ideengeschichte? Ideengeschichtliche Ansätze im Vergleich

Einzeltermin | Fr, 29.10.2021, 10:15 - Fr, 29.10.2021, 11:45 | C 7.307
14-täglich | Freitag | 10:15 - 13:45 | 12.11.2021 - 10.12.2021 | C 1.312
Einzeltermin | Fr, 17.12.2021, 10:15 - Fr, 17.12.2021, 11:45 | C 16.124
14-täglich | Freitag | 10:15 - 13:45 | 07.01.2022 - 21.01.2022 | C 1.312

Ieva Motuzaite
Wie kann von der Lektüre eines Texts zum Verständnis von dessen Bedeutung vorgedrungen werden? Zählt dabei in erster Linie die Klärung der Begriffe und Rekonstruktion der Argumente, die Herstellung der Bezüge zwischen dem Text und der Autor*inbiografie, die Identifikation der Wirkabsichten oder die Selbstdeutung des/der Lesers/Leserin? In diesem Seminar werden grundlegende und häufig verwendete Interpretationsansätze der politischen Ideengeschichte theoretisch vorgestellt und anhand ihrer praktischen Umsetzung veranschaulicht. Jeder von diesen basiert auf unterschiedlichen Annahmen über das Verhältnis zwischen dem Text, dem/der Autor*in, dem/der Leser*in und dem Kontext (sowie darüber, was diesen Kontext überhaupt konstituiert), eignet sich zur Verfolgung unterschiedlicher Forschungsinteressen, empfiehlt ein unterschiedliches Set an Analyseschritten und impliziert spezifische Grenzen. Um im Rahmen des Kurses einen umfassenden Überblick zu leisten eignet sich eine Auswahl an jeweils text-, autor*in-, adressat*in- und leser*inzentrierten Methoden (genauer: analytisch, biografisch, kontextuell und hermeneutisch), die von einer über die Interpretation einzelner Texte und Autor*innen hinausgehenden theoretischen Perspektive – der von Reinhart Koselleck begründeten Begriffsgeschichte ergänzt wird. Eingeleitet wird der Kurs durch die Auseinandersetzung mit der Frage nach der Notwendigkeit einer methodischen Reflexion in der Ideengeschichte überhaupt und der Vorstellung derjenigen Form von dieser, die sich als disziplingründend erwiesen und zugleich Grundlage für die Kritik durch Cambridge School geliefert hat – der History of great ideas (Arthur O. Lovejoy).

Das Seminar wird im Rahmen des Moduls ,,Engaging with Knowledge and Science“ angeboten. Der Zusammenhang besteht in der Thematisierung methodologischer Grundlagen des die Geistesgeschichte, insbesondere das politische Denken, betreffenden Wissens. Dem Modulziel einer kritischen, vergleichenden Perspektive auf die Wissensproduktion, Wissenschaftsgeschichte und die interdisziplinären Verhältnisse verpflichtet, verfolgt das Seminar die Strategie einer vertieften Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen zur Interpretation der Texte – einem der Grundsteine der geistes- und sozialwissenschaftlichen Arbeit. Diese Auseinandersetzung erfolgt zum einen durch die Analyse des theoretischen Selbstverständnisses der jeweiligen methodologischen Zugänge, die zugleich jeweils explizite oder implizite erkenntnistheoretische Annahmen sowie Vorstellungen von den Aufgaben und Möglichkeitsspielräumen der Geistes- und Sozialwissenschaften, ihren disziplinären Grenzen sowie ihrem Verhältnis zu der nicht-wissenschaftlichen Lebenspraxis voraussetzen. Zum anderen wird dieses Selbstverständnis vor dem Hintergrund der Ergebnisse bei der Umsetzung des jeweiligen Ansatzes in der Forschungspraxis hinterfragt und mit denen anderer Ansätze verglichen. Der Abschluss des Seminars in Form einer Hausarbeit, in deren Rahmen eine bewusste Wahl und Anwendung einer der ideengeschichtlichen Herangehensweisen oder ihrer Kombination erwartet wird, ermöglicht zudem eine auf die persönlichen Forschungsinteressen, Überzeugungen und (womöglich bisher noch nicht konsequent hinterfragten) gewohnten eigenen Praxen wissenschaftlicher Arbeit bezogene Reflexion der Problematik und ihre Fruchtbarmachung für das weitere Studium und Forschung.


Modelling and Control of Dynamical Systems using Linear and Nonlinear Differential Equations

wöchentlich | Mittwoch | 08:15 - 09:45 | 25.10.2021 - 28.01.2022 | C 40.106 Konrad-Zuse-Raum | Der Konrad-Zuse-Raum ist erforderlich.

Prof. Dr.-Ing. Paolo Mercorelli
Forms of Modelling of physical systems, which can be seen as a course of applied mathematics intended for humanists, aims to try to introduce those forms with their language to be used to interpret and describe systems.
Benefiting from having knowledge in the field of applied mathematics is in the same way important as benefiting from having knowledge in the field of German literature, or theology, philosophy or agronomy for example.

Humanists with no experience in training in the formal notation of applied mathematics, which, in nearly every case, works as compactness over explanatory transparency, have difficulties in making their way through an argument depending on that form. And there is, in general, no way to “figure it out” without that kind of training. As mentioned, applied mathematics, in nearly every case, works as compactness over explanatory transparency and represents, nevertheless, a clear paradoxically valid mystification of the reality.

Humanists can have interest to build a proper set of concepts for dealing with modelling and simulation forms. Modelling and simulation forms of physical systems can be represented using different but equivalent structures such as equations with variables defined in real time, block diagrams, equations with variables defined in the imaginary domain or others. But, paradoxically, without those mathematical valid mystifications they become mostly unintelligible.

To conclude, independently of the motivations of each of us, the most important aim is to try knowing our soul better, as long as we are assuming that our soul manifests itself in different but, in the meantime, complementary forms.
(Free interpreted from De Anima, Aristotle).





Neuroculture

wöchentlich | Mittwoch | 12:15 - 13:45 | 27.10.2021 - 26.01.2022 | C 14.202 | Der Raum C 14.202 ist erforderlich!

Dr. Daniela Wentz
Schon seit geraumer Zeit beansprucht die Hirnforschung für sich den Status einer Leitdisziplin, mit den tatsächlichen Folgen eines Auswucherns und Eingangs vieler ihrer Thesen, Methoden und Technologien in zahlreiche akademische und andere (Wissens)gebiete. Das Spektrum reicht von Neuromarketing über Neuroreligion, Neuropolitik bis hin zu Neuroanthropologie und Neuroästhetik, um nur einige wenige zu nennen.
Dieses Phänomen wird das Seminar aus einer geistes- und sozialwissenschaftlichen Perspektive kritisch beleuchten. Neben einem wissensgeschichtlichen Überblick über die Hirnforschung wird sich das Seminar Schlüsselstudien vor allem der sozialen und kulturellen Neurowissenschaften aus den letzten zwei Jahrzehnten vornehmen und die Möglichkeiten und Grenzen ihrer vorherrschenden Methoden, insbesondere der bildgebenden Verfahren, untersuchen. Einen weiteren Schwerpunkt werden neurotechnologische Experimente und Entwicklungen zur direkten Kopplung und Interaktion zwischen Gehirn und Computer bilden (brain-computer-interfaces) sowie Fallstudien zu neurowissenschaftlichen Anwendungsgebieten, etwa in der Psychologie und im Marketing. Demgegenüber werden ästhetische und philosophische Auseinandersetzungen mit dem Neurodiskurs stehen, sowie Versuche, Neuro- und Geisteswissenschaften in einen möglicherweise fruchtbaren Dialog zu bringen.

Voraussetzung für das Seminar ist die Bereitschaft zur Lektüre und Diskussion anspruchsvoller, auch englischsprachiger Texte.

Im Zentrum des Seminars steht die Auseinandersetzung mit einem dominanten wissenschaftlichen Paradigma in seinem trans- und interdisziplinären Bezug und seiner Inanspruchnahme in außerakademischen Bereichen.