Course Schedule
Lehrveranstaltungen
Gemeinschaft und Gesellschaft (Seminar)
Dozent/in: Patrick Stoffel, Christina Wessely
Termin:
14-täglich | Donnerstag | 14:15 - 17:45 | 13.10.2025 - 30.01.2026 | C 14.204 Seminarraum
Inhalt: Was unterscheidet Gemeinschaft von Gesellschaft – und warum ist diese Unterscheidung bis heute so wirkmächtig? Ausgehend von Ferdinand Tönnies’ klassischem Text "Gemeinschaft und Gesellschaft" (1887) untersucht das Seminar die begriffsgeschichtliche Entwicklung, ideologische Aufladung und gegenwärtige Konjunktur des Gemeinschaftsdenkens. Wir lesen zentrale Texte von Tönnies und Plessner, analysieren die NS-Ideologie der „Volksgemeinschaft“ und wenden uns schließlich ökologischen und planetarischen Gemeinschaftskonzepten zu – von biologischen Lebensgemeinschaften (Möbius) bis zu neuen Solidaritätsentwürfen im Anthropozän. Die Leitfrage dabei: Warum kehrt die Rede von Gemeinschaft gerade in einer Zeit wieder, die durch globale Verflechtungen, Migration, Krisen und das „Planetarischwerden“ vieler Diskurse geprägt ist? Das Seminar verbindet ideen-, sozial- und wissensgeschichtliche Zugänge mit aktuellen kulturwissenschaftlichen Perspektiven. https://soztheo.de/soziologie/schluesselwerke-der-soziologie/ferdinand-toennies-gemeinschaft-und-gesellschaft-1887/
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (bis Studienbeginn WiSe 22/23) - Geschichte der Gegenwart
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (ab Studienbeginn WiSe 23/24) - Geschichte der Gegenwart
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (bis Studienbeginn WiSe 22/23) - Kulturgeschichte des Wissens
- Lehren und Lernen - Unterrichtsfach Sachunterricht - Geschichte als kulturelle Praxis
Ökologie, Ökonomie und die Grenzen des Wachstums: (Un-)Ordnungen des Wissens in den langen 1970er Jahren (Seminar)
Dozent/in: Monika Wulz
Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 13.10.2025 - 30.01.2026 | C 12.001 Seminarraum
Inhalt: Der Club of Rome machte in einem aufsehenerregenden Bericht 1972 auf die «Grenzen des Wachstums» der Konsum- und Industriegesellschaften aufmerksam: Drohend stand die Aussicht im Raum, dass lebensnotwendige Rohstoffe knapp werden und die Natur durch die industrielle Produktion nachhaltig geschädigt wird. Die Ölpreiskrise bewirkte gleichzeitig ein Abflauen der Wachstumsdynamik des wirtschaftlichen Booms der Nachkriegsjahre. Die 1970er Jahre werden oft als Krisen- und Umbruchsphase in politischer, ökonomischer, ökologischer und globaler Hinsicht verstanden. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit deren wissensgeschichtlichen Auswirkungen: Wie reagierte das ökonomische Wissen auf diese Krisenprognosen? Wie formierten sich Formen von Expertise und Gegenexpertise zu Umweltproblemen? Wie etablierte sich kritisches Wissen zu ökologischen Risiken und den Gefahrenpotentialen von Wissenschaft und Technologie? Welche globalen Perspektiven und internationalen Interaktionsräume entstanden angesichts dieser Herausforderungen? Und wie agierten Akteure und Akteurinnen aus dem Globalen Süden in diesen Entwicklungen? Im Seminar diskutieren wir geschichtswissenschaftliche Texte, analysieren historische Quellen zu diesen Themen und fragen gleichzeitig nach den Auswirkungen der damaligen Entwicklungen auf heutige Debatten.
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (bis Studienbeginn WiSe 22/23) - Ordnungen des Wissens
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (ab Studienbeginn WiSe 23/24) - Ordnungen des Wissens
- Leuphana Bachelor - Major Kulturwissenschaften (bis Studienbeginn WiSe 22/23) - Kulturgeschichte des Wissens
- Lehren und Lernen - Unterrichtsfach Sachunterricht - Geschichte als kulturelle Praxis