Course Schedule
Lehrveranstaltungen
Einführung in die qualitative Interviewforschung (Seminar)
Dozent/in: Celia Bouali
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 04.12.2025 - 29.01.2026 | C 16.203 Seminarraum
Forschungsmethoden der Kulturwissenschaften (Vorlesung)
Dozent/in: Anna Lisa Ramella
Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 13.10.2025 - 29.11.2025 | C HS 3
Inhalt: In der Vorlesung für alle Studierenden des Hauptfachs (Major) Kulturwissenschaften werden grundlegende methodische und theoretische Herangehensweisen der Kulturwissenschaften erläutert sowie exemplarisch an verschiedenen Feldern und Gegenständen der (Lüneburger) Kulturwissenschaften vorgestellt und veranschaulicht. Zusätzlich wählt jede/r Studierende ein Vertiefungsseminar aus dem Angebot aus. Hier werden spezifische Methoden und Theorien vertiefend behandelt und oft auch selbst erprobt. Sie sind frei in Ihrer Wahl im Rahmen der zur Verfügung stehenden Plätze. Die Vertiefungsseminare sind also nicht an spezielle Vertiefungsgebiete gebunden. Zu den Themen der Vertiefungsseminare vgl. die Überblicksliste in myStudy.
Für eine kulturwissenschaftlich orientierte Geschichte des Beobachters (Seminar)
Dozent/in: Maria Teresa Costa
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 12:15 - 13:45 | 04.12.2025 - 30.01.2026 | C 11.307 Seminarraum
Inhalt: Das Seminar rekonstruiert aus einer kulturwissenschaftlich-orientierten Perspektive einige Etappen einer Geschichte des Beobachters von der antiken Philosophie bis hin zum Voyerismus und zur Videoüberwachung. Der Begriff „Beobachter“ wird hier genderneutral benutzt. Es wird untersucht, inwiefern das Beobachten sich vom reinen Sehen unterscheidet und eine andere Form des Blicks schafft. Damit wird das Thema nicht nur als Teil einer historischen Rekonstruktion, sondern auch einer Begriffsgeschichte betrachtet, indem sich das Beobachten nie als neutral, sondern als immer aufgeladen von Polaritäten und Machtausübungen konstituiert. Daraus werden Fragen der (Un-)Sichtbarkeit, der kulturellen oder sexuellen Differenz, des Ausschlusses oder der Diskriminierung ins Zentrum unserer Diskussion geraten.
Infrastruktur-Ethnographie (Seminar)
Dozent/in: Luca Scheunpflug
Termin:
Einzeltermin | Do, 04.12.2025, 14:00 - Do, 04.12.2025, 17:00 | C 40.108 Seminarraum | Einführung
Einzeltermin | Do, 08.01.2026, 10:00 - Do, 08.01.2026, 14:00 | extern | Exkursion nach Hamburg
Einzeltermin | Do, 29.01.2026, 14:00 - Do, 29.01.2026, 17:00 | C 16.223 Seminarraum | Präsentation und Diskussion
Inhalt: In diesem Seminar werden wir uns mit urbanen Infrastrukturen und ihrer Einbettung in soziale und kulturelle Praktiken beschäftigen. Nach einer Einführung in die theoretischen Grundlagen liegt der Fokus des Seminars auf der Erforschung dieser Infrastrukturen mit verschiedenen ethnografischen Methoden (Beobachtungen, Kartierungen etc.). Die Studierenden sollen hierzu in Gruppen eigene Forschungsdesigns entwickeln, die sie anschließend in der Praxis erproben können. Zu diesem Zweck werden wir eine Exkursion nach Hamburg durchführen, um uns im urbanen Raum mit verschiedenen Infrastrukturen (Verkehr, Logistik, Wasser etc.) zu beschäftigen und Datensammlung zu erproben. Die Ergebnisse werden zum Abschluss des Semesters von den Studierenden-Gruppen präsentiert und kritisch eingeordnet.
Intertextualität in der Literatur (Seminar)
Dozent/in: Sven Kramer
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 16:15 - 17:45 | 29.11.2025 - 30.01.2026 | C 5.311 Seminarraum
Inhalt: Literatur entsteht nicht im Nichts, sondern ist auf vielfältige Art und Weise mit vorgängigen Texten verbunden. So setzt sie sich zum Beispiel mit anderer Literatur auseinander: sie zitiert und plagiiert, kommentiert und kritisiert; sie spannt ein Netz der Bezüge auf. Mit diesen bewusst oder unbewusst angelegten Verweisen in literarischen Texten setzen sich die verschiedenen Ansätze der Intertextualitätstheorie auseinander. Im Seminar werden zentrale Positionen erarbeitet und mit Elfriede Jelineks »Wolken. Heim.« beispielhaft auf einen Text angewendet.
Kunstwissenschaftliche Verfahren (Seminar)
Dozent/in: Beate Söntgen
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 29.11.2025 - 01.01.2026 | C 11.308 Seminarraum
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 08.01.2026 - 30.01.2026 | C 12.107 Seminarraum
Inhalt: Die Verfahren der Kunstwissenschaft sind so unterschiedlich wie es ihre Gegenstände sind. Diese reichen von der Buchmalerei über die klassischen Gattungen Malerei, Skulptur, Architektur bis zu Fotografie, Film, Performance und digital generierten immersiven Bildwelten. Im Seminar werden unterschiedliche Zugänge zur modernen und zeitgenössischen Kunst anhand exemplarischer Analysen zu einzelnen Werken erarbeitet. Diese Verfahren dienen auch der Erschließung visueller Phänomene, die nicht dem Bereich der Kunst zugeordnet werden. Vorgestellt und diskutiert werden bildwissenschaftliche, ikonologische und kultur- wie sozialgeschichtliche Ansätze.
Theorie und Darstellung: Methoden der Geisteswissenschaften (Seminar)
Dozent/in: Claus Pias
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 29.11.2025 - 30.01.2026 | C 11.320 Seminarraum
Inhalt: Vor den sogenannten »Geisteswissenschaften« gab es die Philologien, nach ihnen sollte es die »Kulturwissenschaften« geben. An beiden Übergängen entstehen Brüche und Kontinuitäten. Das Seminar gibt einen Einblick, wie Geisteswissenschaften arbeiten (d.h. lesen, schreiben und denken), was ihr Anspruch war (und ist), was sie von anderen Fächern (insbesondere methodisch) unterscheidet. Im Seminar soll die spezifische Art und Weise kenntlich werden, wie Geisteswissenschaften sich ihren Untersuchungsgegenständen nähern, wie sie dabei zu ›wissenschaftlichen‹ Fragestellungen gelangen, und von welchen sprachlichen Ausdrucksformen deren Bearbeitung wiederum abhängig ist. Empfehlenswerte Grundlagen-Lektüren dazu sind: Athena Pantheos / Tim Rojek (Hg.): »Texte zur Theorie der Geisteswissenschaften«, Stuttgart 2016; Markus Krajewski: »Lesen, Schreiben, Denken«, Köln 2013; Erhard Schüttpelz: »Deutland«, Berlin 2023.
Verstehen und Erklären: Methodische Grundlagen der Sozial- und Kulturwissenschaften (Seminar)
Dozent/in: Felix Fink
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 29.11.2025 - 30.01.2026 | C 14.201 Seminarraum
Einzeltermin | Do, 15.01.2026, 12:00 - Do, 15.01.2026, 13:45 | C 11.319 Seminarraum
Inhalt: Jedes kulturwissenschaftliche Arbeiten zielt darauf ab, etwas zu verstehen oder zu erklären, seien es theoretische Zusammenhänge oder empirische Phänomene. Verstehen und Erklären sind deshalb als grundlegende Verfahrensweisen der Geistes- und heute Kulturwissenschaften Gegenstand wissenschafts- und erkenntnistheoretischer Reflexion. Seit Wilhelm Diltheys Diktum, „die Natur erklären wir, das Seelenleben verstehen wir“, geht es dabei um Fragen nach der Unterscheidung von Sozial- bzw. Kultur- und Naturwissenschaften, der intradisziplinären Differenzierung entsprechend verschiedener Methoden, Gegenstandsbereiche oder Theorien und letztlich um die Frage, mit welcher Art von Realität es das wissenschaftliche Arbeiten zu tun hat, ob diese gesetzmäßig strukturiert ist oder umgekehrt aus einer Ansammlung regelloser Individualitäten besteht. Das Seminar bietet einen Einblick in diese Kontroversen über die Lektüre und Diskussion einiger klassischer Positionen und exemplifiziert die darin verhandelten Problemstellungen.