Course Schedule
Lehrveranstaltungen
Community-based child protection (Seminar)
Dozent/in: Lloyd Kwambana
Termin:
wöchentlich | Montag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2025 - 30.01.2026 | C 3.121 Seminarraum
Inhalt: The module introduces a multi-disciplinary course outline offering a theoretical and methodological learning focusing on protection and welfare of children as guided by community-based systems and approaches. The course aims to enhance the knowledge base of learners in statutory and voluntary services meeting the needs of vulnerable children and families. It places particular emphasis on the multi-disciplinary nature of community-focused child protection and family support interventions. It will guide learners in becoming research-focused and enhance their ability to become more evidence based in their child protection practice. The course consists of the following modules: Child Protection Perspectives and Practices; Child Protection Legal Frameworks; Interventions with Children and Families; and Contemporary Issues.
Eltern als Adressat:innen sozialpädagogischer Angebote: Zwischen Regulierung, Normierung und Unterstützung (Seminar)
Dozent/in: Laura Wenzel
Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2025 - 30.01.2026 | C 14.102 b Seminarraum
Inhalt: In diesem Seminar beschäftigen wir uns umfassend mit unterschiedlichen Aspekten der Elternforschung und den sich wandelnden Vorstellungen von guter Elternschaft. Im Zentrum steht die Frage, wie Elternschaft in verschiedenen gesellschaftlichen und institutionellen Kontexten thematisiert und adressiert wird und was als „gute Elternschaft“ gilt. Neben einer fachlichen Perspektivierung von Eltern in den Handlungsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe wird ein grundlegendes Verständnis von Elternschaft, den aktuellen gesellschaftlichen Bedingungen und der institutionellen Einbindung von Familie vermittelt. Dabei wird der Blick auch auf unterschiedliche Konstruktionen von Elternschaft und damit verbundene Dimensionen gerichtet. Ein weiterer Fokus liegt auf der Analyse verschiedener erziehungsratgebender Materialien, die soziale Normen und spezifische Vorstellungen guter Elternschaft vermitteln. Dabei werden folgende Fragen untersucht: • Wer wird als Elternteil definiert, anerkannt und adressiert? • Wie gestaltet sich Elternschaft aktuell? Welche Rahmenbedingungen beeinflussen sie? • Welche fachlichen Vorstellungen von „guter Elternschaft“ prägen die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Fachkräften? • Welche spezifischen Vorstellungen von gelungener oder misslungener Elternschaft werden durch erziehungsratgebende Materialien vermittelt?
Profession und Organisation (Seminar)
Dozent/in: Lars Alberth
Termin:
wöchentlich | Dienstag | 12:15 - 13:45 | 13.10.2025 - 30.01.2026 | C 14.102 a Seminarraum
Inhalt: Moderne Gesellschaften inkludieren Individuuen nicht mehr umfassend, sondern unter sachbezogenen Problemstellungen. Keine soziales Gebilde kann mehr für sich in Anspruch nehmen, die gesamte Person in ihren mannigfaltigen Aspekten, Interessen oder Ansprüchen zu berücksichtigen. Als verbindendes und strukturgebende Elemente fungieren Institutionen, die die wechselseitigen Erwartungen von Individuum und Gesellschaft selektieren, kanalisieren und bearbeiten. So schrieb Émile Durkheim im Vorwort zu seinem Grundlagenwerk "Über soziale Arbeitsteilung" bereits 1930: "Im übrigen steht der Staat zu weit von den Individuen entfernt; er unterhält zu ihnen zu äußerliche und zu unregelmäßige Beziehungen, als daß es ihm möglich wäre, in das Bewußtsein der Individuen einzudringen und dieses von innen zu sozialisieren. [...] Eine Nation kann sich nur dann erhalten, wenn sich zwischen dem Staat und den Bürgern eine ganze Reihe von sekundären Gruppen schiebt, die dem Individuum nahe genug sind, um sie in ihren Wirkungsradius einzufangen und damit im allgemeinen Strom des sozialen Lebens mitreißen." (1992, S. 71). Durkheim nennt explizit die Berufsgruppen, aber sämtliche kollektive Sozialgebilde (insbesondere Organisationen) sind dazu in der Lage, diese institutionelle Funktion zu übernehmen. In diesem Seminar sollen daher Profession und Organisation in ihren gesellschaftlichen Funktionen und als institutionelle Kontexte beruflichen Handelns diskutiert werden. Neben der Analyse ihrer ordnungsstiftenden Seite lassen sich organisationale Aktivitäten und professionelle Praktiken jedoch auch dahingehend befragen, inwieweit sie soziale Ungleichheiten erzeugen, reproduzieren oder legitimieren. Für das sozialpädagogische Handlungsfeld sollen über die Erarbeitung klassischer theoretischer Ansätze hinaus am Beispiel empirischer Studien und theoretischer Modelle typische Probleme der Professions- (Erringung der Zuständigkeit für soziale Probleme; berufliche Sozialisation, professionelle Identität) sowie Organisationsforschung (Entscheidungen, Machtausübung, Entkopplung von Vorgaben und Praxis) vorgestellt werden. Die empirischen Studien beziehen sich mehrheitlich auf Professionen und Organisationen der Bildung und des Gesundheitssektors. Als modulbezogener Schwerpunkt zwischen professions- und organisationssoziologischer Perspektive sollen schließlich die Formen und Folgen professioneller Konstruktionen von Klientenschaft in personenbezogenen Dienstleistungsorganisationen (bzw. "Straßenbürokratie") untersucht werden.