Course Schedule


Lehrveranstaltungen

"Color-Blindness" als Ideologie im Schulkontext (Seminar)

Dozent/in: Birte Siem

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 08:15 - 09:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 14.102 a Seminarraum | C 14.102 a

Inhalt: Eine Ideologie der Colorblindness beinhaltet u.a. die Annahme, dass alle Personen unabhängig von ihrer „Race“ oder ihrem natio-ethnokulturellen Hintergrund gleiche Chancen in einer Gesellschaft haben. Oftmals liegt dieser Ideologie eine wohlwollende Haltung zugrunde, die bemüht ist, statt Unterschieden zwischen Menschen deren Gemeinsamkeiten zu sehen. So eine "Wir sind doch alle gleich!"-Haltung ignoriert und negiert aber zugleich, dass unsere Gesellschaft von Rassismus und anderen gruppenbasierten Diskriminierungen und Ungleichheiten durchzogen ist. Ziel des übergeordneten Forschungsprojekts, an das das Lehrforschungsprojekt angebunden ist, ist es, die Determinanten und Konsequenzen einer color-blind Ideologie in verschiedenen Berufskontexten zu untersuchen. Erste Ergebnisse eigner Forschung im Berufskontext Sozialpädagogik zeigen z.B. dass (angehende) sozialpädagogische Fachkräfte mit stärker ausgeprägter color-blind Ideologie berufsbezogene rassistische Vorfälle seltener als solche erkennen als Fachkräfte mit einer schwächer ausgeprägten color-blind Ideologie. Ziel des Lehrforschungsprojekts ist es, an einer oder mehreren sich aus dem übergeordneten Projekt ergebenden offenen Fragestellungen anzusetzen und diese empirisch zu untersuchen. Dabei soll der Fokus auf dem Schulkontext und hier insbesondere auf den color-blind Ideologien von Lehrkräften liegen. Idealerweise bilden sich im Rahmen des Lehrforschungsprojekts interessengeleitet Kleingruppen heraus, die jeweils eine oder mehrere eigene Fragestellungen bearbeiten. Die Fragestellungen sollten sich mit quantitativen Methoden (z.B. einem standardisierten online-Fragebogen) untersuchen lassen und sich zu einem Gesamtprojekt zusammenfügen.

Trauerarbeit in der Kindheitspädagogik und Sozialen Arbeit (Seminar)

Dozent/in: Fabian Hemmerich

Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 5.311 Seminarraum

Inhalt: Verlusterfahrungen durch den Tod eines Mitmenschen und damit verbundene Trauer spielen im Leben aller Menschen und dementsprechend auch bei Kindern, Jugendlichen und Familien als Adressat*innen in der Kindheitspädaogik und Sozialen Arbeit eine zentrale Rolle. In diesem Seminar stehen v.a. die Rolle von kindheits- und sozialpädagogischen Fachkräften und die Rolle von Ehrenamtlichen in den Handlungsfeldern "Kindertagesbetreuung", "Beratung von trauernden Kindern und Jugendlichen und Gruppenarbeit mit trauernden Kindern und Jugendlichen" sowie "Kinderhospizarbeit" im Fokus. Außerdem werden Kindermedien zu den Themen Tod und Sterben (v.a. Bilderbücher) im Hinblick auf ihre Inhalte und ihre pädagogischen Einsatzmöglichkeiten in den Blick genommen. Die Studierenden führen in diesem Seminar über zwei Semester hinweg ein eigenes Forschungsprojekt zur oben beschriebenen Thematik durch. Als Formen der Datenerhebung kommen dabei insbesondere Leitfadeninterviews mit Fachkräften und/oder Ehrenamtlichen sowie Dokumentenanalysen von Bilderbüchern in Frage.