Course Schedule
Lehrveranstaltungen
„Die Jugend von heute“ – Diskurse und Dynamiken der Gegenwart (Seminar)
Dozent/in: Vanessa Schwenker
Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 14.202 Seminarraum
Inhalt: Das Seminar führt in zentrale sozialwissenschaftliche Perspektiven auf Jugenden ein. Im Mittelpunkt steht Jugend als sozial konstruierte Lebensphase sowie die Vielfalt jugendlicher Lebenslagen. Ausgehend von theoretischen Zugängen wird erarbeitet, wie Jugenden in gesellschaftlichen Zusammenhängen hervorgebracht und verhandelt werden. Daran anschließend werden Zugänge der Jugendforschung aufgegriffen und zugleich kritisch reflektiert, um Einblicke in unterschiedliche Lebenslagen, Jugendkulturen und aktuelle Entwicklungen zu gewinnen. Fragen danach, wie Jugenden in professionellen Kontexten – etwa in der Sozialen Arbeit – adressiert und bearbeitet werden, werden dabei durchgehend mitreflektiert.
Einfach erzählen? Zum Überleben von Gewalt in der Kindheit (a) (Seminar)
Dozent/in: Marián Kötz
Termin:
wöchentlich | Mittwoch | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.013 Seminarraum
Inhalt: Das Seminar verbindet Theoriearbeit mit der Diskussion empirischer Befunde und Fallbeispiele aus Interviews mit Überlebenden. Diese zeigen, dass Kinder und Jugendliche Gewalterfahrungen häufig mitteilen, ihre Erzählungen jedoch nicht immer zu wirksamem Schutz oder nachhaltigem Handeln führen. In Anbindung an die Vorlesung „Soziologie des Aufwachsens“ werden zentrale theoretische und empirische Zugänge aufgegriffen: die Kritik am klassischen Sozialisationsparadigma, neuere Perspektiven auf Agency und generationale Ordnung sowie die sozialkonstruktivistische Betrachtung von Kindheit. Auf dieser Grundlage wird aus einer soziologischen Perspektive betrachtet, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Kindheit, institutionelle Strukturen (Familie, Schule, Jugendhilfe) und professionelles Wissen beeinflussen, ob Gewalt wahrgenommen, anerkannt oder übersehen wird. Gewalt wird dabei nicht nur als individuelles Problem verstanden, sondern als Ausdruck sozialer Ordnungen und Machtverhältnisse zwischen Generationen.
Einfach erzählen? Zum Überleben von Gewalt in der Kindheit (b) (Seminar)
Dozent/in: Marián Kötz
Termin:
wöchentlich | Freitag | 12:15 - 13:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 16.222 Seminarraum
Inhalt: Das Seminar verbindet Theoriearbeit mit der Diskussion empirischer Befunde und Fallbeispiele aus Interviews mit Überlebenden. Diese zeigen, dass Kinder und Jugendliche Gewalterfahrungen häufig mitteilen, ihre Erzählungen jedoch nicht immer zu wirksamem Schutz oder nachhaltigem Handeln führen. In Anbindung an die Vorlesung „Soziologie des Aufwachsens“ werden zentrale theoretische und empirische Zugänge aufgegriffen: die Kritik am klassischen Sozialisationsparadigma, neuere Perspektiven auf Agency und generationale Ordnung sowie die sozialkonstruktivistische Betrachtung von Kindheit. Auf dieser Grundlage wird aus einer soziologischen Perspektive betrachtet, wie gesellschaftliche Vorstellungen von Kindheit, institutionelle Strukturen (Familie, Schule, Jugendhilfe) und professionelles Wissen beeinflussen, ob Gewalt wahrgenommen, anerkannt oder übersehen wird. Gewalt wird dabei nicht nur als individuelles Problem verstanden, sondern als Ausdruck sozialer Ordnungen und Machtverhältnisse zwischen Generationen.
Soziologie des Aufwachsens (Vorlesung)
Dozent/in: Lars Alberth
Termin:
wöchentlich | Donnerstag | 14:15 - 15:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C HS 4
Inhalt: Die Vorlesung „Soziologie des Aufwachsens“ bietet eine Einführung in Theorie und Empirie der Strukturen und Prozesse des Aufwachsens in modernen Gesellschaften insb. aus einer kindheits-, jugend- und bildungssoziologischen Perspektive. Eine Kontextualisierung der Befunde und Zugänge erfolgt sowohl aus einer historisierenden als auch kulturvergleichenden Perspektive.
Viktimisierung in der Kindheit (Seminar)
Dozent/in: Lars Alberth
Termin:
wöchentlich | Dienstag | 10:15 - 11:45 | 06.04.2026 - 10.07.2026 | C 12.107 Seminarraum
Inhalt: Kinder sind die Gruppe mit den höchsten Opferraten, z. B. bei Missbrauch, Vernachlässigung, Mobbing und anderen Straftaten. Da sie jedoch eine marginalisierte Position in der Gesellschaft einnehmen, sind die Melderaten eher niedrig (die Weltgesundheitsorganisation gibt eine Aufdeckungsrate für Missbrauch und Vernachlässigung von etwa 10 % für europäische Länder an) und es liegen nur begrenzte epidemiologische Daten vor. Dieser Kurs vermittelt Theorien und Daten zu Kindesmissbrauch und Vernachlässigung. Es werden drei Rahmenkonzepte vorgestellt und diskutiert: a) Epidemiologie: Analyse der Risikofaktoren, des Ausmaßes und der Schwere von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung in Deutschland und anderen Ländern. b) Viktimologie: Erklärung der Opferraten und ihrer Folgen für abweichendes Verhalten und negative Erfahrungen der Opfer. c) Soziologie: Interpretation von Kindesmissbrauch und Vernachlässigung als Problem der sozialen Ordnung und sozialen Ungleichheit, z. B. altersbedingte Gewalt und ihre Interpretation durch Institutionen, Organisationen und Gruppen.