Vom Baumwollfeld zum fertigen T-Shirt

Quelle: BioRe (Remei AG)

Entkörnung
Bevor die Faserbüschel weiterverarbeitet werden können, müssen sie zunächst vom Samen getrennt werden. Dieser Vorgang heißt "Entkörnung". Die so gewonnene Rohbaumwolle wird für den Transport zu den Spinnereien zu großen Ballen gepresst.

 
Quelle: BioRe (Remei AG)

Spinnen
In der Spinnerei werden die großen Ballen aufgebrochen, die gepressten Fasern in den Maschinenstraßen gekämmt und zu kleinen Bäuschchen zerpflückt. Anschließend wird die Baumwolle gereinigt, mit vollautomatischen Spinnmaschinen zu Fäden versponnen und auf riesige Spulen aufgewickelt.


Weben
Das Weben übernehmen heutzutage hochmoderne vollautomatische Webstühle, in denen alles elektronisch gesteuert wird. Da der Faden in den Maschinen nicht per Hand, sondern mit Druckluft durch den Webstuhl "geschossen" wird, liefern diese Maschinen pro Tag die 1.500-fache Stoffmenge eines Handwebstuhls.


Färben
Nach dem Weben, Stricken oder Wirken setzt die sogenannte Hochveredelung ein: Um brilliante Farben, Knitterfreiheit oder Pflegeleichtigkeit zu erreichen, wird der Stoff neben den gewählten Farbstoffen mit zahlreichen weiteren Chemikalien behandelt. Zunächst werden die beige-gelblichen Baumwollfasern mit Chlor oder Wasserstoffperoxid geblichen, da sich auf einem rein weißen Gewebe die gewünschte Färbung leichter erzielen lässt. Bei der anschließenden Färbung werden teilweise Farbstoffe verwendet, die giftige Schwermetalle enthalten. Für dauerhaften Glanz und Stabilität des Gewebes erfolgt die sogenannte "Mercerisierung", ein Laugenbad in Natron und Ammoniak. Um den Stoff pflegeleicht zu machen, werden formaldehydhaltige Kunstharze auf die Faser aufgebracht, die das Einlaufen und Knittern der Kleidung verhindern. Bei einigen Textilien geht die Behandlung noch weiter: Weichmacher, Mottenschutz, Bakterienabweiser, Flammschutz – die Liste der möglichen Verfahren zur Veredelung ist lang und ebenso lang die Liste der dabei eingesetzten Chemikalien.

Nähen
Das Nähen von Kleidung findet in der Regel in Arbeitsteilung in großen Fabriken statt: Zuschnitt, einzelne Nähte, Futter, Säumen, Versäubern, das Annähen von Knöpfen, Verschlüssen und Verzierungen, oder das Bügeln werden von je spezialisierten Arbeiter/innen erledigt. Einige Teile der Arbeit werden heute aber auch von Computern übernommen, wie zum Beispiel die perfekte Ausnutzung des Stoffes durch einen Schnittcomputer.