Erfahrungsberichte: Master Staatswissenschaften

Nach beruflichen Erfahrungen zurück an die Uni

Nach einem Dualen Studium in Öffentlicher Verwaltung und einer mehrjährigen beruflichen Tätigkeit entschied sich Svenja Dahnke für das Master-Studienprogramm Public Economics Law and Politics an der Leuphana Universität. Nach dem Studium plant sie, zurück in die öffentliche Verwaltung zu gehen, um ihre Expertise im Bereich Recht, Politik und VWL in einer Landes- oder der Bundesregierung einzubringen.

Im Gespräch mit Svenja Dahnke

Masterstudentin der Staatswissenschaften ©Leuphana/Patrizia Jäger
Masterstudentin der Staatswissenschaften ©Leuphana/Patrizia Jäger
Masterstudentin der Staatswissenschaften ©Leuphana/Patrizia Jäger
  • Was haben Sie studiert, bevor Sie sich für den Master an der Leuphana Graduate School beworben haben?
  • Warum haben Sie sich für das Master-Studienprogramm Public Economics Law and Politics entschieden?
  • Sie sind jetzt im zweiten Semester. Welche Erwartungen hatten Sie an das Master-Studium und haben sie sich bis jetzt erfüllt?
  • Wie sind Sie mit den neuen Disziplinen des Studiums zurechtgekommen?
  • Wohin gehen Sie ins Auslandssemester und warum haben Sie sich dafür entschieden?
  • Sie haben im Studium die Möglichkeit zwischen vielen verschiedenen Themen zu wählen und selbst Schwerpunkte zu setzen. Wie haben Sie sich entschieden?
  • Wie nehmen Sie das Komplementärstudium wahr, das ja eher transdisziplinär konzipiert ist?
  • Die Leuphana bietet viele Möglichkeiten für Studierende, sich außerhalb ihres Studiums zu engagieren. Sind Sie auch neben dem Studium aktiv?
  • Wie gefällt Ihnen die Stadt Lüneburg als Wohnort, und wie gestalten Sie Ihre Freizeit in Lüneburg?
  • Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
  • Wem würden Sie das Masterstudium PELP an der Leuphana empfehlen?

Was haben Sie studiert, bevor Sie sich für den Master an der Leuphana Graduate School beworben haben?

Davor habe ich im Dualen Studium meinen Bachelor of Law in Öffentlicher Verwaltung gemacht. Ich habe dafür zwei Jahre studiert und ein Jahr in der Verwaltung der Hansestadt Wismar gearbeitet. 

Warum haben Sie sich für das Master-Studienprogramm Public Economics Law and Politics entschieden?

Nach meinem Bachelor habe ich fünf Jahre lang im Energieministerium Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet, bin also zunächst direkt in die Arbeitswelt eingestiegen. Ich war mir aber schon nach dem Bachelor sicher, dass ich noch den Master anschließen möchte, um die Möglichkeit zu haben, eine Laufbahn mit Personalverantwortung einschlagen zu können. Durch meine Arbeit im Energieministerium habe ich gemerkt, dass Politik und Volkswirtschaft super interessante Themenfelder sind. Wenn man in öffentlichen Einrichtungen arbeitet, ist es ebenfalls wichtig in diesen Bereichen die Zusammenhänge zu verstehen. Dabei hilft der Master PELP auf alle Fälle weiter.

Sie sind jetzt im zweiten Semester. Welche Erwartungen hatten Sie an das Master-Studium und haben sie sich bis jetzt erfüllt?

Da ich aus dem Bereich Recht komme, wollte ich verstärkt Kenntnisse in den Bereichen VWL und Politik aufbauen und meine fachlichen Englischkenntnisse verbessern. Durch die zwei neuen Disziplinen konnte ich neue Sichtweisen auf die Politik und unsere Gesellschaft entwickeln. Außerdem konnte ich mein Englisch kann ich sehr gut verbessern und erweitern, schon, weil die Hälfte der Module auf Englisch gehalten werden. Darum haben sich meine Erwartungen bis jetzt voll und ganz erfüllt.

Wie sind Sie mit den neuen Disziplinen des Studiums zurechtgekommen?

Bei VWL war der Einstieg eher schwierig. Wir hatten im ersten Semester gleich ein Methoden Seminar, in dem es um Statistik und empirische Analysen ging. Das war ziemlich viel Mathe, –  was bei mir schon eine ganze Weile zurückliegt –, aber ich habe den Absprung ganz gut geschafft und kann jetzt auf alle Fälle mit volkswissenschaftlichen Papern umgehen. Im Bereich der Politikwissenschaft fiel der Einstieg im Vergleich zu VWL wesentlich leichter.

Wohin gehen Sie ins Auslandssemester und warum haben Sie sich dafür entschieden?

Im Sommersemester gehe ich an die Universität Karlstad nach Schweden. Für mich war klar, dass ich auf alle Fälle ein Auslandssemester machen möchte, weil ich im Bachelor nicht die Möglichkeit dazu hatte. Ich glaube, dass so etwas ganz wichtig für die persönliche Entwicklung und auch für die Fremdsprachenkompetenz ist. Die Leuphana bietet für Studierende, die einen Auslandsaufenthalt planen, super viele Möglichkeiten. Gerade für meinen Bereich habe ich gedacht, dass ein skandinavisches Land aufgrund der politischen und gesellschaftlichen Strukturen gut passt und Schweden hat mich schon immer interessiert.

Sie haben im Studium die Möglichkeit zwischen vielen verschiedenen Themen zu wählen und selbst Schwerpunkte zu setzen. Wie haben Sie sich entschieden?

Ja das ist eine spannende Frage, die ich mir am Anfang des Studiums auch ganz oft gestellt habe: welchen Schwerpunkt soll ich setzen? Ich bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass ich mir keinen Schwerpunkt setzen sollte und einfach die Module mache, auf die ich Lust habe und bei denen ich meine, dass sie mich weiterbringen. Ich habe mir zu den Kursen Empfehlungen von den höheren Semestern eingeholt. Jetzt habe ich eine bunte Mischung von Themen. Ich habe immer noch viele Kurse in Recht, aber auch in Politik und einen VWL Vertiefungskurs gewählt.

Was ich in diesem Semester super spannend fand war das Thema Demokratietheorien. Wir haben uns damit beschäftigt, wie unser heutiger Demokratiebegriff entstanden ist und sich entwickelt hat. Man versteht, welche Theorien in Kombination mit dem historischen Kontext das Demokratieverständnis der heutigen Zeit geprägt haben und setzt sich intensiv mit dem Begriff der Demokratie und der Zukunft der Demokratie auseinander. Da ist für mich mit Blick auf den aktuellen Zustand unserer Demokratie und den diesbezüglichen internationalen Entwicklungen vieles klarer geworden und es hat ein bisschen geholfen, die Welt besser zu verstehen.

Wie nehmen Sie das Komplementärstudium wahr, das ja eher transdisziplinär konzipiert ist?

In meinem Komplementärseminar im ersten Semester war ich noch sehr nah an meinem eigentlichen Fachgebiet und habe „politisches Denken im 20. Jahrhundert“ gewählt. Da ging es um Ideengeschichte und große Denker im 19. und 20. Jahrhundert. In diesem Semester habe ich etwas für mich ganz Neues gemacht und an einem Ideenwettbewerb teilgenommen. Der Wettbewerb war in Zusammenarbeit mit der Stadt Geestland und hieß Enkelkindtauglich Leben. Ziel war es, nachhaltige Projekte für die Stadt zu konzipieren. Mein Projektteam hat z.B. die Landbox, einen Paketbriefkasten für den ländlichen Raum entworfen.Das war supercool, weil es um Nachhaltigkeit ging, was ein brandaktuelles Thema ist, das auch an der Leuphana ganz groß kommuniziert wird. Es hat Spaß gemacht, eigene Ideen und Projekte zu entwickeln und diese vor einem konkreten Projektpartner, dem Bürgermeister der Stadt Geestland, zu pitchen. Am Ende gab es sogar auch Gewinne und Preisgelder.

Die Leuphana bietet viele Möglichkeiten für Studierende, sich außerhalb ihres Studiums zu engagieren. Sind Sie auch neben dem Studium aktiv?

Die Leuphana bietet echt super viele Möglichkeiten und ich bin selbst im Hochschulsport als Teilnehmerin aktiv. Ich besuche zwei Tanzkurse, mache im Studio21 Sport und die Sportkurse von Groupfit. Außerdem bin ich seit diesem Semester ganz neu in der Fachgruppen Vertretung von PELP aktiv. Wir organisieren kleine Veranstaltungen für unseren Studiengang. Das kann zum Beispiel ein Sommerfest, eine Weihnachtsfeier oder ein Pub Crawl für die Neuankömmlinge sein. Außerdem gehört die Vertretung in studentischen Gremien dazu. Ich sitze zum Beispiel in der Studienkommission für unser Studienprogramm und bin Mitglied in der Zentralen Studienkommission –  das ist ein studentisches Beratungsgremium für den Senat.

Wie gefällt Ihnen die Stadt Lüneburg als Wohnort, und wie gestalten Sie Ihre Freizeit in Lüneburg?

Lüneburg ist eine sehr kleine süße Stadt, die trotzdem viele Möglichkeiten bietet, da die Stadt durch die vielen Studierende geprägt ist. Ich bin gern in der Stadt unterwegs und gehe mittwochs oft in Bars oder Kneipen. Da ist Lüneburg echt super gut aufgestellt. Man kann aber auch viel Zeit im Grünen verbringen, zum Beispiel am Flüsschen Ilmenau oder an einem Badesee in der Nähe. Eigentlich verbringe ich die meiste Zeit mit Leuten aus meinem Studiengang und wir können unsere Freizeit in Lüneburg auf alle Fälle sehr angenehm gestalten.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

Meine Pläne sind relativ klar: Ich werde zurück in die öffentliche Verwaltung gehen – ich glaube, da gibt es kein Ruckeln mehr. Allerdings weiß ich noch nicht genau, ob es eine Landes- oder die Bundesregierung wird, in der ich arbeiten will.

Wem würden Sie das Masterstudium PELP an der Leuphana empfehlen?

Zunächst würde ich es denjenigen empfehlen, die auch etwas mit Recht – so wie ich öffentliche Verwaltung – studiert haben. Ich finde aber auch, dass der Studiengang gut für reine Politikwissenschaftlern und Volkswissenschaftler geeignet ist. Der PELP-Master bietet noch einmal ganz neue Perspektiven, da die wenigsten im Bachelor alle drei Disziplinen, also Recht, Politik und VWL, studiert haben. Durch die neuen Perspektiven, die man durch die neuen Disziplinen erhält, erkennt man einen viel besseren Zusammenhang mit Blick auf die Gesellschaft und die Demokratie. Das hilft bei der Stärkung der eigenen Ansichten und bei der Arbeit in öffentlichen Einrichtungen, NGOs, Stiftungen oder ähnlichem. Wichtig ist nur, dass man offen für Interdisziplinarität und für neue (fremde) Disziplinen ist.

Im Gespräch mit Fazal Mahmood Ali

Fazal Mahmood Ali hat seinen Bachelor bereits 2013 abgelegt und sich nach zwei Jahren im Beruf entschieden, ein Masterstudium anzuschließen. Er ist einer der DAAD-Stipendiaten des Studienprogramms Staatswissenschaften.

Fazal Mahmood ©Leuphana/Patrizia Jäger
Fazal Mahmood ©Leuphana/Patrizia Jäger
Fazal Mahmood ©Leuphana/Patrizia Jäger
  • Was hast du studiert, bevor du mit dem Master an der Leuphana angefangen hast?
  • Warum hast du dich nach deinem Bachelor-Abschluss dafür entschieden, weiter zu studieren?
  • Hattest du irgendeine Vorstellung, was es bedeutet im Ausland zu studieren?
  • Da wir gerade über die Flexibilität des Studiums hier in Lüneburg sprechen: wie ist es eigentlich, hier zu studieren?
  • Wie du wahrscheinlich weißt, versteht sich die Leuphana als eine internationale, inter- und transdisziplinäre Universität. Hast du diesen Ansatz während deines Studiums bemerkt?
  • Du sagtest, du hast einen Master begonnen, weil du deinem Heimatland auf lange Sicht irgendwie helfen willst – glaubst du, dass du dafür einige Fertigkeiten erworben hast?
  • Gehst du bald wieder zurück?
  • Fällt dir etwas ein, was dich während des Studiums überrascht und was du nicht erwartet hast?
  • Würdest du dich wieder für das PELP-Studienprogramm an der Leuphana entscheiden?
  • Für wen könnte das PELP-Masterprogramm von Interesse sein?

Was hast du studiert, bevor du mit dem Master an der Leuphana angefangen hast?

Ich habe meinen Bachelor in Afghanistan gemacht, in Wirtschaftswissenschaften. Das war 2013 – im selben Jahr, in dem ich geheiratet habe. Danach begann ich, für ungefähr zweieinhalb Jahre bei der Zentralbank von Afghanistan zu arbeiten und bewarb mich gleichzeitig für zwei verschiedene Stipendien. Eines war das Helmut-Schmidt-Programm des DAAD für den Master Public Economics, Law and Politics hier an der Leuphana, und das andere für die Singapore National University. Zu meiner großen Überraschung habe ich beide bekommen. Ich war so verwirrt, für welches ich mich entscheiden sollte, weil es sich um ähnliche Programme handelte: Also dachte ich darüber nach und sprach mit Freunden und meiner Familie darüber und sie rieten mir, nach Deutschland zu gehen. Der wichtigste Grund war, dass ich eine neue Sprache lernen würde. Und dann ist es ja nicht nur Deutschland, es ist auch Europa. Außerdem sind die akademischen Standards in Deutschland hoch – deshalb bin ich hierhergekommen.

Warum hast du dich nach deinem Bachelor-Abschluss dafür entschieden, weiter zu studieren?

Der Hauptgrund, der mich veranlasste einen Master-Abschluss zu machen, war die Weiterentwicklung meiner Karriere. Selbstverständlich hilft es einem, gute Jobs zu bekommen. Und – um ehrlich zu sein – ich wollte auch meinem Land helfen. Aus diesem Grund brauchte ich etwas, das mich mit besseren Fertigkeiten und großem fachlichem Wissen ausstattet. Dieses akademische Niveau ist meiner Meinung nach sehr wichtig.

Hattest du irgendeine Vorstellung, was es bedeutet im Ausland zu studieren?

Ich kannte hier weder die Strukturen noch das Bildungssystem. Sie unterscheiden sich völlig in Bezug auf die Art, wie Forschung an meiner Uni in Afghanistan betrieben wird. Der Bachelor-Abschluss, den ich gemacht habe, basierte fast ausschließlich auf Prüfungen. Aber hier war es das Gegenteil: Wir haben mehr geforscht, als für Prüfungen zu lernen. Ich denke, das war für mich der wichtigste und sehr positive Unterschied. An der Leuphana ist die Lernumgebung viel flexibler und unabhängiger, man wird zum Beispiel nicht auf ein Buch festgelegt oder muss bei einem bestimmten Professor Kurse belegen.

Da wir gerade über die Flexibilität des Studiums hier in Lüneburg sprechen: wie ist es eigentlich, hier zu studieren?

Naja, es war ein wenig schwierig für mich, mich an das System zu gewöhnen. Das erste Semester war für mich sehr hektisch – ich musste eben auch hektisch – ich musste eben auch in einer neuen Fremdsprache lernen. Das erste Semester war also schwer, aber später schloss ich mich verschiedenen studentischen Gruppen an der Leuphana an. Ich hatte auch einen Job, einen Studentenjob hier im Prüfungsausschuss. Also ja, nach einer Weile wurde ich aktiver.

Wie du wahrscheinlich weißt, versteht sich die Leuphana als eine internationale, inter- und transdisziplinäre Universität. Hast du diesen Ansatz während deines Studiums bemerkt?

Dieser Ansatz ist eigentlich, was mir am Studienprogramm PELP gefällt: Es stattet einen mit interdisziplinären Kenntnissen und Fähigkeiten aus, sodass man die Lösung der schlimmen Probleme in der heutigen Zeit angehen und lösen kann. Wie wir schon aus dem Namen – Public Economic, Law and Politics – ersehen können, ist es nicht nur ein, sondern sind es eigentlich drei verschiedene, aber verwandte Fachgebiete. Das ist etwas, das mich am PELP-Studienprogramm wirklich fasziniert. Es hilft einem, die Probleme sehr gut zu erkennen und die Fragen zu verstehen, die in unserer Gesellschaft existieren – aus drei verschiedenen Fachrichtungen, also auch drei verschiedenen Perspektiven.

Du sagtest, du hast einen Master begonnen, weil du deinem Heimatland auf lange Sicht irgendwie helfen willst – glaubst du, dass du dafür einige Fertigkeiten erworben hast?

Absolut, ja, ich habe viel gelernt, sowohl im Rahmen des Programms als auch außerhalb. Ich habe verschiedene Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt. Dabei habe ich gelernt, mit anderen Menschen zu kommunizieren, Kontakte zu knüpfen und Beziehungen aufzubauen, auch aus ihren Erfahrungen zu lernen, wie sie ihre Karriere verfolgen und wie sie die Dinge angehen. Ich habe wirklich viel gelernt und glaube fest daran, dass es mir helfen wird, den Entwicklungsprozess meines Landes zu unterstützen.

Gehst du bald wieder zurück?

Ich habe gerade vor zwei Tagen meine Masterarbeit eingereicht. Es war sehr hektisch, ich musste viel arbeiten. Aber gleichzeitig habe ich eine Menge Dinge gelernt. Ich habe über Afghanistan und die Korruption geforscht, die ein sehr ernstes Problem darstellt, insbesondere im öffentlichen Sektor. Also habe ich darüber recherchiert. Ende September ist mein Stipendium abgelaufen und ich plane, nach Afghanistan zurückzukehren.

Fällt dir etwas ein, was dich während des Studiums überrascht und was du nicht erwartet hast?

Nun, um ehrlich zu sein, als ich zum ersten Mal hierherkam, war es mein erster Besuch in Europa und überhaupt in der westlichen Welt. Ich hatte in Afghanistan schon viel über den Westen und Deutschland gehört und gelesen, aber trotzdem waren viele Dinge neu und gleichzeitig interessant für mich – die Kultur, wie die Menschen hier leben, die Menschen an sich, das Wetter. Das Wetter war ein Aspekt, der mich sehr überraschte, es war sehr kalt in meinem ersten Winter hier! Also ja, in dieser Hinsicht habe ich viele Überraschungen erlebt. Aber ich habe mich sehr schnell dran gewöhnt und wir wurden Freunde. (lacht) Und was mein Studium betrifft, finde ich nicht, dass es sehr hart war, ich stand vor keiner größeren Herausforderung.

Würdest du dich wieder für das PELP-Studienprogramm an der Leuphana entscheiden?

Ich würde mich definitiv wieder für dieses Programm entscheiden. Und diesmal liefe es noch besser, denn ich wüsste, wie man startet und wie man mit dem Studium umgeht. Denn zu Beginn war ich irgendwie neu im System. Es ist ein interdisziplinäres Studienprogramm und gibt einem eine ganz neue Perspektive auf jedes Thema. Deshalb würde ich es natürlich jedem empfehlen, der in die Richtung Public Policy und Good Governance gehen möchte. Dafür steht ja auch mein DAAD-Stipendium. Ja, wirklich, es ist ein sehr gutes Programm.

Für wen könnte das PELP-Masterprogramm von Interesse sein?

Nun, da es sich um ein interdisziplinäres Programm handelt, hatten einige Leute in meiner Klasse leichte Probleme in Bezug auf andere Disziplinen, die sie vorher nicht studiert haben. Für die, die zum Beispiel vorher Jura oder Politik studiert haben war es etwas schwieriger, mit den Fächern der Wirtschaftswissenschaften zurechtzukommen, weil es viel um Statistik, um Zahlen und Mathematik geht. Deshalb würde ich den Studenten, die hierher kommen möchten und in ihrem Bachelorstudium keine Wirtschaftswissenschaften studiert haben vorschlagen, sich zunächst auf die Wirtschaft zu konzentrieren. Wenn man dieses Programm wirklich studieren will, braucht man Kenntnisse in Wirtschaft und Mathematik. Wenn man beispielsweise Wirtschaftswissenschaften studiert hat, dann sollte man sich für Politik und Recht interessieren, damit man mit dem Studium zurechtkommt. Ich denke, es wird nicht funktionieren, wenn man eines dieser Themen nicht mag – ansonsten ist das Programm perfekt.