Erfahrungsberichte - International Law of Global Security, Peace and Development

Auf dieser Seite finden Sie Erfahrungsberichte von Studierenden und Ehemaligen zum Master International Law of Global Security, Peace and Development an der Leuphana Graduate School.

Damilola berichtet

12.12.2022 Damilola Michael Oguntade gehört zum ersten Jahrgang des Masterprogramms „International Law of Global Security, Peace and Development“, den die Leuphana Graduate School im vergangenen Jahr in Zusammenarbeit mit der Universität Glasgow sowie vier weiteren Partneruniversitäten gestartet hat. Nach Semestern in Glasgow und Barcelona freut er sich auf die Zeit in Lüneburg und darauf, an der Leuphana seine akademischen Interessen weiterzuverfolgen.

Portrait von ILGSPD-Student Damilola Michael Oguntade in grauem Anzug vor rot-braunem Hintergrund. ©Papii Anthov
"Wenn man in diesem Master seinen Kommiliton*innen im Seminar zuhört, wie sie klar formulierte Fragen stellen und hochkarätige Beiträge leisten, denkt man: Ja, das ist genau der Ort, an den ich gehöre."

Nach je einem Semester in Glasgow und Barcelona ist Damilola Michael Oguntade vor wenigen Wochen in Lüneburg angekommen. „Dieses Gefühl der Zusammengehörigkeit, der Gastfreundschaft, in einer grünen und nachhaltigkeitsorientierten Umgebung unter Gleichgesinnten zu sein ist etwas, worüber ich mich in Lüneburg sehr freue“, zieht er als positives erstes Fazit. Der Nigerianer erwartet viel, schließlich weiß er um den guten Ruf der Leuphana im Bereich der Nachhaltigkeitswissenschaften. Er freut sich darauf, sein akademisches Interesse in Nachhaltigkeits-, Energie- und Klima-Recht in der Spezialisierung weiterzuverfolgen. Dieses beschäftigt ihn schon seit der Zeit seines Bachelorstudiums an der University of Lagos.

Oguntade bringt sein Wissen in diesen Bereichen gerne zur praktischen Anwendung. So hat er bereits an mehreren Model-United-Nations-Konferenzen zu Themen wie der Bekämpfung von Cyber Warfare teilgenommen. Außerdem hat er in Lagos als Assistent für Politikforschung sowie mit einem Think Tank gearbeitet, der die dortige Regierung zu Nachhaltigkeitsthemen berät. Zusätzlich hat Oguntade selbst eine Initiative gegründet, welche zum Ziel hat, internationales Recht und Entwicklungsziele weiter in den Fokus der Debatte zu rücken, damit aus politischen Versprechen auch Taten werden. Mit seinem Masterstudium ist es ihm möglich, sich persönlich, aber auch seine Ideen in der Praxis weiterzuentwickeln. Dabei helfen neben der Unterstützung durch seine Kommiliton*innen vor allem die Dozierenden des Programms. So steuerten letztere beispielsweise bereits Beiträge zu Veranstaltungen bei, welche Oguntade mit seiner Initiative organisierte. Dieses System der Förderung ist für ihn „bisher der interessanteste und beeindruckendste Teil des Programms.“ Er ist zuversichtlich, ein solches Umfeld, ob der breiten Initiativenlandschaft der Leuphana, auch in Lüneburg zu finden.

Die vielfältige Expertise, auf welche der Student zurückgreifen kann, ist nicht zuletzt der Multi- und Interdisziplinarität geschuldet, welche das Programm ausmacht. Mehrere führende Universitäten Europas sowie Partner-Institutionen kommen hier zusammen und ermöglichen den Austausch zwischen und die Vereinigung von verschiedenen disziplinären Perspektiven. „Man braucht nicht nur Antworten aus einem Bereich, sondern aus Recht, Politik, Wirtschaft und so weiter. Es ist also gut, diese Art von breitem Verständnis zu haben, um sich mit der Welt von heute und den Herausforderungen, die wir zu bewältigen haben, auseinanderzusetzen", stimmt Oguntade zu. Zu erkennen ist dies ebenfalls bei einer der drei Summer Schools, aus welchen die Studierenden wählen können und die einen integralen Bestandteil des Programms darstellen. Oguntade entschied sich für die Summer School zum Thema „Multilateralism under Pressure - What is the Future Role of International Law?“ an der LMU in München. Eine Entscheidung, welche er nicht bereut, weil sich die Summer School sowohl thematisch, als auch was die Expertise der Dozierenden betrifft „am Puls der Zeit“ befand.

Auf der einen Seite bedeutete die Wahl der Summer School, dass sich die Wege der Masterstudierenden nach zwei gemeinsamen Semestern samt Umzug von Glasgow nach Barcelona trennen mussten, was Oguntade als „herzzereißend“ beschreibt, wenn er an das gemeinsame Potluck-Buffets mit traditionellem Essen in Glasgow oder die Nächte in Barcelona zurückdenkt. Auf der anderen Seite versichert er aber, dass sich über das erste Jahr bereits Freundschaften entwickelt hätten, die das Studium überdauern werden. Dazu hätten auch die gemeinsame Teilnahme an der UN-Klimakonferenz in Glasgow und das Durchstehen des straffen Lehrplans in Barcelona beigetragen. Außerdem zeigt Oguntade sich beeindruckt von den Beiträgen seiner Freund*innen im Seminar: „Es ist gut, wenn man sich in einem Umfeld befindet, in dem sich die Leute nicht von dem, was man tut, eingeschüchtert fühlen, sondern dich unterstützen und verstehen, warum man tut, was man tut. Wenn man zuhört, wie sie klar formulierte Fragen stellen und hochkarätige Beiträge leisten, denkt man: Ja, das ist genau der Ort, an den ich gehöre.“

Der Master in „International Law of Global Security, Peace and Development“ ist damit ein großer Schritt auf der Karriereleiter, die beispielsweise in die Rechtsabteilungen der Vereinten Nationen sowie in nationale Ministerien und anderen internationalen Organisationen in Politik und Praxis führen kann. Oguntade sieht sich mit dem Master für diesen Weg hervorragend vorbereitet und empfiehlt ihn allen Personen, die an einer Karriere im internationalen Recht interessiert sind. Diese seien „in diesem einzigartig multidisziplinären Studiengang genau richtig.“ Er selbst hat mit seinem außeruniversitären Engagement bereits weitere Schritte in diese Richtung unternommen, zieht allerdings auch noch eine Promotion in Betracht: „Ich möchte mich im Bereich des Nachhaltigkeitsrechts oder vielleicht sogar des Energie- und Klimawandelrechts weiter spezialisieren.“ Mit dem Joint LL.M. in International Law of Global Security, Peace and Development von der University of Glasgow und der Leuphana sowie dem Master in International Relations of Global Security, Peace and Development vom Institut Barcelona d'Estudis Internacionals stehen ihm in jedem Fall alle Türen offen.

Autor: Jonas Kernein

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