• Prof. Dr. Claudia Albes
  • Prof. Dr. Ulrike Steierwald
  • apl.-Prof. Dr. Hartmut Vollmer
  • Dr. Thomas Gann
  • Dr. phil. Tilmann Lahme
  • Dr. Marlene Meuer
  • Valerie Ahlfeld
  • Katrin Dammann-Thedens
  • Jessica Grosser
  • Hans-Hinrich Kahrs OStR
  • Eva Maus
  • Christine Freifrau von Müller
  • Leonie Peters
  • Dr. Ulrich Pfarr
  • Jule Thiemann
  • Nadine Wisotzki

Prof. Dr. Claudia Albes

Prof. Dr. Claudia Albes befindet sich im Wintersemester 2021/22 im Forschungssemester und bietet keine Lehrveranstaltungen an.

Anmeldung zu allen Veranstaltungen im Rahmen des Studiums unter Mystudy.leuphana.de.

Prof. Dr. Ulrike Steierwald

Die Moderne(n) der deutschsprachigen Literaturgeschichte (Deu 201) (V)
Heute, am Ende der kulturgeschichtlich so überschaubaren "Gutenberggalaxis", in der absehbaren Endlichkeit des Anthropozän und nach der unhintergehbaren Grenzziehung des säkularisierten Bewusstseins, ist die als "Moderne" sich verstehende Geschichte eines der besten systematisch-wissenschaftlichen Beschreibungsinstrumente des europäischen, neuzeitlichen Denkens. In dieser Vorlesung werden dabei die Entstehungs- und Rezeptionsbedingungen deutschsprachiger Literatur in der Kulturgeschichte des 16. bis 19. Jahrhunderts anhand einzelner Geschichten veranschaulicht und dabei insbesondere Fragen nach dem Anspruch des Innovativen, Neuen, Progressiven und Revolutionären reflektiert.

1. und 3. Semester: Kulturen der Unordnung
"Ohne Ordnung ist Abweichung nicht zu denken. Und ohne Abweichung ist nichts Neues zu denken. Jede Innovation braucht Ordnung und Abweichung gleichermaßen." (Michael Lentz)
Nicht erst seit Michel Foucaults Kulturgeschichte der „Ordnung der Dinge“ wissen wir, dass jede Kultur über die Wirksamkeit der sie formierenden Machtgesetze analysiert werden kann. Die sehr offensichtlich Form, Struktur, Orientierung, Sozialisation und Kontrollierbarkeit stiftenden Kulturen der „Bildung“ sind ohne die wirkungsmächtigen Imaginationen der „Un-Ordnung“ nicht denkbar. In diesem Modul stehen Repräsentationen und Projektionen von Störung, Destabilisierung und Dysfunktionalität im Mittelpunkt.
Das Projektband macht bewusst ein breites wie methodisch präzis definiertes Feld von Forschungsfragen auf, um den Studierenden die Möglichkeit zu geben, selbständig einen themen- und forschungsspezifischen Ansatz zu entwickeln. Ein Transfer der wissenschaftlich fundierten Fragestellungen auf Beobachtungs- und Handlungsfelder der Schulpraxis ist möglich aber nicht notwendig. Eine Vermischung der im Modul entwickelten Forschungsfragen mit Projektarbeiten während der Praxisphase des Masterstudiengangs ist nicht vorgesehen.

Theoria cum praxi - Denkfiguren der Moderne (S)
Das einführende Seminar des Moduls "Theorie" begreift Theorie als ein Reflexionsinstrument der Praxis. Dieser Reflexionshorizont steht zwar in einer philosophischen, wissenschaftsgeschichtlichen Tradition der europäischen Moderne, öffnet aber auch die Möglichkeit, "das Andere" zu denken und damit die eigene Theorie in ihrer Normativität zugleich in Frage zu stellen. In der ihr eingeschriebenen Selbstkritik prägte sich das Bewusstsein für Kontingenz und Pluralität der Moderne(n) spätestens im 19. Jahrhundert aus und stellte auch deren Selbstverständnis als emanzipatorische Bewegung, ökonomischer Fortschritt oder Demokratisierungsprozess in Frage. Doch in den ersten zwei Jahrzehnten der globalisierten Moderne des 21. Jahrhunderts hat dieser Relativierungsprozess eine kaum mehr zu fassende, radikale Dynamik angenommen. Wir versuchen nicht zuletzt, der Brisanz der mit ihr verbundenen Phänomene begrifflich näher zu kommen.
In drei großen, sich natürlich überschneidenden Themenblöcken (je vier Sitzungen) widmen wir uns Denkfiguren, die sich in ihrer Wirkungsmacht wie Gefährdung als konstitutiv für die Geschichte der Moderne(n) erwiesen haben:

  • Besiedeln / Einsiedeln
    Kolonialismus, Wissenschaft, Krieg, Familie, Heimaten (https://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell/heimaten.html), Meere, Städte, Foren, Moden
  • Schauen / Erzählen
    Sammlungen (https://markk-hamburg.de), Erinnerung, Gedächtnis, Mythos und Geschichte, Rituale, Metaphern, Repräsentation, „Freuds Dinge“ (Lothar Müller)
  • Verkörpern / Geistern
    Bewegung, Performance, Präsenz, Heterotopie, Freiheit, Immersion, Virtualisierung, Virologie, Meteorologie ...


Todesarten: "Die Jungfrau von Orleans" (S)
In Johanna von Orléans finden wir eine historische wie literarische Figur, deren kurze Lebensspanne durch extreme Grenzlagen sich bewegende Rollenzuschreibungen besetzt ist – Heilige (d), Knabe (m), Kindfrau (d), Heldin (w), Soldat (m), Nationale Ikone (w), Opfer (d) oder Täter (m), um nur einige zu nennen. Angesichts der Widersprüchlichkeit dieser Rollen bleiben jedoch Rätsel. Durch die in den Geschichten und Erklärungsversuchen dieser Rätsel sich verselbständigende Energie und Gewalt werden wir mit einer Radikalität konsequenter Lebenserfüllung und ihren „Todesarten“ (Ingeborg Bachmann) konfrontiert, die sich letztlich Erklärungen wie Rollenzuschreibungen widersetzen.
Ausgehend von der Unfassbarkeit des lebendigen Verbrennens und den Gefahren des Terrors im Anspruch radikaler Konsequenz konzentriert sich das Seminar auf die beiden zwei Jahrhunderte auseinanderliegende literarische Texte: Friedrich Schiller: Die Jungfrau von Orleans (1801) und Felicitas Hoppe: Johanna (2006). Auch Fragen der Rezeption und Performanz der Figur „Johanna von Orleans“ auf den Bühnen – nicht nur des Theaters – stehen auf dem Programm. Eine aktuelle Inszenierung am Theater Lüneburg steht im Mittelpunkt eines gemeinsamen Gesprächs mit Dramaturgin und Schauspielerin (https://www.theater-lueneburg.de/stuecke/die-jungfrau-von-orleans/)

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apl.-Prof. Dr. Hartmut Vollmer

Literaturunterricht in der Grund-, Haupt- und Realschule. Didaktische Analysen ausgewählter literarischer Texte (Deu 370- Literatur) (S)
Anhand ausgewählter Texte der Kinderliteratur und Jugend-/Erwachsenenliteratur sollen didaktische Methoden betrachtet, analysiert und angewendet werden, mit denen ein vertieftes literarisches Verstehen zu erreichen ist. Dabei sollen insbesondere die von Kaspar H. Spinner formulierten ‚Zielsetzungen des Literaturunterrichts‘ und die ‚elf Aspekte des literarischen Lernens‘ sowie verschiedene Kriterienkataloge zur Bewertung von Kinder- und Jugendliteratur theoretische Orientierungshilfen bieten.
Kognitiv-analytische Interpretationen werden bei der Textarbeit im Seminar mit handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsverfahren zu verknüpfen sein, um kreative und reflexive, lese- und interpretationsmotivierende Auseinandersetzungen mit literarischen Werken zu erzielen.

Medien im Literaturunterricht (Deu 350) (S)
Das Seminar beschäftigt sich mit der Frage nach der Bedeutung der Medienkompetenz und welche Medien für den Deutschunterricht - insbesondere für die Auseinandersetzung mit literarischen Texten - relevant sind. An konkreten Beispielen wird zu untersuchen sein, welche Bedeutung Medien heute im literaturdidaktischen Kontext besitzen, in welcher Weise und mit welchen Zielen sie einzusetzen sind.

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Dr. Thomas Gann

Einführung in die Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik (Deu 100) (V)
Die Vorlesung führt in zentrale Fragestellungen der Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik ein. Was ist ein literarischer Text? Welche Operationen werden beim Lesen, Verstehen, Analysieren, Interpretieren literarischer Texte vollzogen? Wodurch lassen sich unterschiedliche Textgattungen voneinander differenzieren? Welche Analysebegriffe und -modelle stehen zur Beschreibung literarischer Texte zur Verfügung? Hiermit zusammenhängend blickt die Vorlesung auf Formen der Rezeption literarischer Texte in schulischen sowie vor- und außerschulischen Zusammenhängen, also auf die Rolle der Leser*innen literarischer Texte. Welche Prozesse einer ‚literarischen Sozialisation‘ werden von Individuen durchlaufen und inwiefern spiegeln sich diese in einer eigenen ‚Lesebiografie‘ wider? Welche Entwicklung des literarischen Verstehens vollziehen Individuen in ihrem Entwicklungsverlauf. Schließlich: Welche Ziele des Literaturunterrichts und der Literaturvermittlung lassen sich mit Blick auf die zuvor genannten Fragen benennen und begründen? Vorgestellt werden Theorien und Modelle, mit denen Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik diese Fragen zu beantworten versuchen.

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Dr. phil. Tilmann Lahme

Märchen im Unterricht (Deu 370- Literatur) (S)

Kulturjournalismus in beruflicher und schulischer Praxis (Deu 350) (S)

LiteraTour Nord (S)
Die Lektüre literarischer Neuerscheinung stellt die Leser_innen vor besondere Herausforderungen, weil der Prozess der literarischen Urteilsbildung gerade erst begonnen hat. An diesem aufregenden Prozess wollen wir im Seminar teilhaben, indem wir die Bücher, die Autor_innen und die Lesungen der LiteraTour Nord begleiten. Die LiteraTour Nord ist ein Literaturwettbewerb, an dem jedes Jahr sechs Schriftsteller_innen teilnehmen, die aus ihrem jeweils neu erschienenen Buch in sechs Städten in Norddeutschland und dabei jeweils auch in Lüneburg vorlesen. Eine Jury sowie das Publikum wählen anschließend die Autorin oder den Autor aus, die oder der den renommierten Preis erhält. Das Seminar begleitet den Wettbewerb und die Lüneburger Lesungen und ermöglicht auf diese Weise Einblicke in den aktuellen Literaturbetrieb. Wir werden uns mit den ausgewählten Texten beschäftigen und zum anderen Maßstäbe für Literaturkritik und literarische Wertung in den Blick nehmen, indem die Seminarteilnehmer_innen selbst journalistische Texte verfassen (Rezension, Lesungsbericht).

Vorbereitung des Praxisblocks im Fach Deutsch (GHR) (S)

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Dr. Marlene Meuer

Digitale und postdigitale Sprachkunst (Deu 201) (S)
Das Seminar widmet sich den Veränderungen der literarischen Kunstformen aufgrund des medientechnologischen Fortschritts. Behandelt werden medienästhetische, formtheoretische und gattungspoetische Fragestellungen: Welche neuen Kunstformen des Literarischen sind in den vergangenen beiden Jahrzehnten entstanden? Welche Techniken verwenden sie und in welchen Medien artikulieren sie sich? In welchem Verhältnis stehen sie zu anderen Kunstarten? Wie positionieren sie sich zu traditionellen Gattungen? Anhand von Beispielen der digitalen und der postdigitalen Sprachkunst führt das Seminar in medienästhetische Reflexionen der Gegenwartsliteratur ein.

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Valerie Ahlfeld

Fragen des literarischen Kanons: Autorinnen in der deutschsprachigen Literaturgeschichte (Deu 201) (S)
Wer sich mit Literatur beschäftigt, muss zwangsläufig eine Auswahl treffen: Welche Texte kann ich in meiner begrenzten Zeit lesen? Welche sollte ich vielleicht sogar unbedingt gelesen haben? Orientierungsleistung versprechen für solche Fragen – in ganz unterschiedlichen Ausführungen – Literaturkanones. Wer diese Kanones betrachtet, wird, das zeigen jüngere Auseinandersetzungen eindrücklich, jedoch vor allem mit männlichen Autoren konfrontiert.
In diesem Seminar wollen wir gemeinsam erarbeiten, was mit einem Kanon der Literatur gemeint ist, wie ein solcher Kanon auch historisch entsteht, welche Kritik geübt wird und welche Implikationen sich aus diesem Wissen für Lektüren im System Schule ergeben.
Ausgehend von dieser Auseinandersetzung gehen wir über zu einer exemplarischen Kanonerweiterung: Wir lesen einen Text aus dem 19. Jahrhundert, der von einer Autorin geschrieben wurde. Wir fragen nach den Entstehungsbedingungen, literarischen Themen und der Zugänglichkeit des Textes.

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Katrin Dammann-Thedens

Literatur(didaktik) und Irritation (Deu 370) (S)
Dieses Seminar geht der Frage nach, welche ‚Daseinsberechtigung‘ dem Literaturunterricht zukommt und zukommen sollte. Diese Frage ist keineswegs banal. Ein Blick in die schulische Praxis verdeutlicht, dass die Kollision ästhetischer, pädagogischer und bildungspolitischer Ansprüche häufig einen Literaturunterricht erzeugt, der im Schatten der Sprach- und Lesedidaktik steht: So wird das Lesen von Literatur oft entweder als kurzweilige Erholung von den weiteren curricularen Vorgaben wahrgenommen oder aber lesedidaktisch verkürzt; Filme werden meist zur Entspannung im Unterricht gezeigt und mittels Lyrik insbesondere die Gedächtnisleistung trainiert. Das Seminar geht von dieser Problemstellung aus und setzt sich mit ihr in drei Schritten auseinander, wobei dem Begriff der Irritation ein zentrales literaturdidaktisches Potential zugeschrieben wird: Erstens werden literatur- und bildungstheoretische Grundlagen erarbeitet, um hierauf aufbauend aktuelle literaturdidaktische Positionen einzuordnen und so drittens zu einer reflektierten Haltung gegenüber diesen Herausforderungen des Literaturunterrichts zu finden.

Bildlichkeit in der Literaturdidaktik - Grundschule (Deu 350) (S)

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Jessica Grosser

Schreiben über das Schreiben (Deu 201) (S)
In "Schreiben über das Schreiben" wollen wir Texte von Autor*innen aus dem deutschsprachigen Raum lesen und sie diskutieren. Dabei beschäftigen wir uns mit jenen Texten, in denen die Autor*innen über ihr eigenes Schreiben reflexieren oder davon berichten oder sich dem Prozess anzunähern versuchen.
Wir wollen uns fragen, was das Schreiben ist, was es dazu braucht und was es mit Schreibenden macht. Dies geschieht, indem ein Schritt zurückgegangen und das Verhalten zum Schreiben kritisch betrachtet wird.
In einem praktischen Teil wollen wir auch unser eigenes Schreiben erfahren, indem wir das Seminar für Schreibübungen entlang der Texte und ihrer Fragestellungen nutzen. So soll neben dem theoretischen Verständnis auch eine Verknüpfung zum Praktischen entstehen und weitere Perspektiven der Auseinandersetzung ermöglicht werden.

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Hans-Hinrich Kahrs OStR

Plattdüütsch ünnerrichten - Niederdeutsche Sprache und Literatur im Primar- und Sekundarbereich I (Deu 221) (S)
Die Teilnehmerinen und Teilnehmer bekommen neben
- sprachpraktischen Grundkenntnissen (Crash-Kurs zu Beginn) und
- einem sprachwissenschaftlichen und
- literaturgeschichtlichen Überblick ein
- solides Überblickswissen hinsichtlich der gängigen Methodiken, Plattdeutsch in der Schule (Sprachbegegnung im Fach Deutsch, AGs, Immersion) einzusetzen.
Mit Blick auf den Schulunterricht werden Aspekte der niederdeutschen Sprache und Literatur (Autoren, literarische Gattungen, kulturelle und historische Aspekte) in Zweier- bis Dreiergruppen erarbeitet und vorgestellt. Abgerundet wird das Seminar durch zwei Hospitationen und einen einstündigen (45 Min.) Unterrichtsversuch, der in derselben Gruppenkonstellation durchgeführt wird.

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Eva Maus

Literaturunterricht gendersensibel planen (Deu 370) (S)
Bei Lesekompetenz und -motivation wird immer wieder auf das Geschlecht der Lesenden verwiesen: Jungen lesen weniger häufig, weniger gut und weniger gern. Lektürevorlieben von Mädchen und Jungen unterscheiden sich. Dabei ist nicht unwichtig, welche Figuren in der Lektüre präsentiert werden und ob eine Identifikation gelingen kann. Im Seminar soll der Einfluss des Geschlechts auf den Literaturunterricht beleuchtet und Figuren aus ausgewählten Titeln der aktuellen KJL analysiert werden. Von Interesse sind in diesem Kontext auch die Text-Leser-Passung sowie das Selbstkonzept der Schülerinnen und Schüler als Leser bzw. Leserin.

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Christine Freifrau von Müller

Literarische Rezeption in Dichterhäusern (Deu 201) (S)

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Leonie Peters

Individuum und Gesellschaft in der Literatur (Deu 201) (S)
In diesem Seminar werfen wir einen soziologischen Blick auf die Literatur und betrachten Literatur als Soziologie. Individuum und Gesellschaft sind sowohl auf der Seite der Autor*innen verortet als auch bei den Leser*innen. Die Wechselwirkungen zwischen beiden rücken explizit in den Fokus. Fragen und Themen des Seminars sind beispielsweise: Positionierungen und Repräsentationen in und durch Literatur. Literatur und öffentliche Meinung. Erschaffung und Aufrechterhaltung eines Kanons. Literatur und Vielfalt. Die soziologische und kulturwissenschaftliche Perspektive ist dabei explizit auch eine machtkritische Perspektive.
Im ersten Teil dieses Blockseminars werden wir uns gemeinsam die Grundlagen der Perspektive erarbeiten und im zweiten Teil spezifische Lektüren diskutieren.

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Dr. Ulrich Pfarr

Goethes Farbenlehre heute: Wissenschaft, Kunst, Literatur (Deu 201) (S)
Stellt Goethes Farbenlehre den wichtigsten Teil seines schriftstellerischen Werks dar? Ist sie eine Kunsttheorie, oder ein Versuch romantischer Naturwissenschaft? Hat sie Erkenntnisse zur Forschung beigetragen, die ihr einen Platz in der Wissenschaftsgeschichte sichern? Warum Goethe all dies bejahen würde, soll im Laufe des Semesters deutlich werden. Auf der Wiederholbarkeit seiner Experimente, die der Optik Newtons zu widersprechen scheinen, fußt zudem eine noch immer aktuelle Kontroverse. Wir können Goethes „Urphänomen“ in der Tat experimentell überprüfen. Im Mittelpunkt des Seminars stehen wird jedoch Goethes Verständnis der Farbe als ein nicht nur physikalisches und physiologisches, sondern ebenso notwendig subjektives, kulturelles und geschichtliches Phänomen, das nur im Zusammenhang von Literatur und Kunst angemessen behandelt werden kann. Anhand leitender Begriffe aus der Farbenlehre werden wir daher exemplarische Abschnitte vor allem aus dem "Didaktischen Teil" des 1810 erschienenen Werks sowie aus Vorläuferschriften und Nachträgen lesen und in unterschiedlichen Kontexten perspektivieren. In diesem Sinne soll Goethes "Streit" mit Newton dicht am Text betrachtet werden: die unterschiedlichen Modelle von Wissenschaftlichkeit und deren Inszenierung werden in den Blick genommen. Unabhängig von ihrer fraglichen naturwissenschaftlichen Relevanz fand die Farbenlehre weite Verbreitung und hat zeitgenössische Künstler wie Otto Runge, aber auch die späteren Farbtheorien des Expressionismus und die Anthroposophie beeinflusst. Inwieweit sie heutige Alltagserfahrungen und digitale Bildwelten berührt, und ob sie eventuell dekolonisiert werden muss, bleiben spannende Fragen, die u.a. mit Blick auf die Gegenwartskunst beantwortet werden könnten.

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Jule Thiemann

Postmigrantische Narrative intermedial (Deu 350) (S)

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Nadine Wisotzki

Medien im Literaturunterricht (Deu 350) (S)

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