Lehrangebot

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Prof. Dr. Daniel J. Lang

Forschen und Lernen für und mit der Zivilgesellschaft in Zeiten der Krise


Aufgrund der aktuellen Entwicklungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus sehen sich zahlreiche gesellschaftliche Akteur*innen mit fundamentalen kurz-, mittel- und langfristigen Herausforderungen konfrontiert, die teilweise existenzbedrohend sind und die „Zukunftsfähigkeit“ bestehender Ansätze, Strukturen und Dynamiken in Frage stellen. Ziel dieses transdisziplinären Projektes ist es, gemeinsam mit Akteur*innen in Lüneburg entsprechende Herausforderungen zu identifizieren und zu strukturieren, um für bestimmte Bereiche Informationen und Expertise im Hinblick auf die Bewältigung dieser Herausforderungen zu sammeln und gezielt zugänglich zu machen. Wo es möglich und sinnvoll ist, können und sollen auch konkrete service-learning Komponenten verwirklicht werden, d.h. die Studierenden setzen einen Teil des vorgesehenen Workloads für Unterstützungsangebote in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein. Neben direkten Unterstützungs- und Informationsangeboten soll in dem Projekt v.a. auch die „Post-Corona Zeit“ in den Fokus genommen und die Frage gestellt werden, wie die Akteur*innen u.a. im Rahmen von Lüneburg 2030+, die notwendigen Anpassungen in ihrem jeweiligen Wirken so ausgestalten können, dass diese zum Aufbau einer resilienteren und nachhaltigeren Stadtgemeinschaft beitragen. Erkenntnisse und Ansätze im Zusammenhang mit dieser Perspektive sollen in geeigneter Weise auch in die Startwoche 2020 sowie Lüneburg 2030+ einfließen.

Ziel: Ziel dieses transdisziplinären Projektes ist es, gemeinsam mit Akteur*innen in Lüneburg entsprechende Herausforderungen zu identifizieren und zu strukturieren, um für bestimmte Bereiche Informationen und Expertise im Hinblick auf die Bewältigung dieser Herausforderungen zu sammeln und gezielt zugänglich zu machen. Wo es möglich und sinnvoll ist, können und sollen auch konkrete service-learning Komponenten verwirklicht werden, d.h. die Studierenden setzen einen Teil des vorgesehenen Workloads für Unterstützungsangebote in verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens ein. Neben direkten Unterstützungs- und Informationsangeboten soll in dem Projekt v.a. auch die „Post-Corona Zeit“ in den Fokus genommen und die Frage gestellt werden, wie die Akteur*innen u.a. im Rahmen von Lüneburg 2030+, die notwendigen Anpassungen in ihrem jeweiligen Wirken so ausgestalten können, dass diese zum Aufbau einer resilienteren und nachhaltigeren Stadtgemeinschaft beitragen. Erkenntnisse und Ansätze im Zusammenhang mit dieser Perspektive sollen in geeigneter Weise auch in die Startwoche 2020 sowie Lüneburg 2030+ einfließen.

The future cities of Europe - beyond Lüneburg 2030+


Due to the Covid 19 developments it is necessary to adapt the structure of the project. We are currently working on the final details. The key idea of the project is to enable learning processes across communities in Germany, Europe and beyond on how to cope with the challenges that emerged due to the Covid 19 crises and making concrete approaches accessible that can help cities to recover from the crises while at the same time fostering sustainability. For doing so virtual interactions with actors in partner cities are planned to identify, structure and analyze coping strategies and "sustainability solutions" that are then presented in a tangible and decontextualized way to serve other cities as inspiration to develop their own strategies. These copings strategies and sustainability solutions will also be used to develop case studies for the Starting Week 2020 that will focus on envisioning resilient and sustainable Future Cities.

Ziel: Students shall:

- learn how to identify, structure, describe and analyze sustainability solutions to enable learning and capacity building processes across communities/cities

- deepen their expertise in methods for addressing complex sustainability problems

- get used to approaches for virtual interaction with experts and actors in a virtual working environment

- increase their key competencies in sustainability, i.e. system-thinking, anticipatory-thinking, value-thinking, strategic-thinking and interpersonal-thinking competence.

Global Sustainability Science Research Project 3 (GSS Only)


UPDATE 24.03.2020 COURSE TAKES PLACE IN VIRTUAL FORM

Nachhaltige Kommunalentwicklung in den Biosphärenreservaten der Metropolregion Hamburg


UPDATE 24.03.2020 VERANSTALTUNG FINDET IN VIRTUELLER FORM STATT

Im transdisziplinären Forschungsprojekt “Nachhaltige Komunalentwicklung in den Biosphärenreservaten der Metropolregion Hamburg” geht es um die Entwicklung von Visionen und konkreten Maßnahmen für interkommunale Nachhaltigkeitsprozesse und Initiativen. Die beteiligten Kommunen, rund um den Schaalsee und der Elbtalaue (Lüchow-Dannenberg), möchten gemeinsam Zukunftsbilder für die Biosphären-Region entwickeln und nachhaltigkeitsrelevantes Wissen und Kompetenzen erwerben. Das Forschungsprojekt ist Teil des Leitprojekts “Nachhaltige Regionalentwicklung in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee” mit Projektpartnern aus der Biosphärenreservatsverwaltung, Kommunen aus der Region, diversen Interessenverbänden und der Leuphana.

Im Rahmen des Projekts soll eine Beschreibung der Region als Grundlage für das Forschungsprojekt im Wintersemester 20/21 erarbeitet werden. Hierfür werden zunächst sozio-ökonomische und Geodaten aus der Biosphären-Region recherchiert, ausgewertet und visualisiert. Im nächsten Schritt wird eine Sammlung bereits bestehender oder ehemaliger Projekte und Initiativen aus der Region mit den dazugehörigen Akteuren erstellt und georeferenziert. Schließlich wird reflektiert inwieweit sich der Methodenkatalog aus dem Forschungsprojekt “Zukunftstadt Lüneburg 2030+” auf die Metropolregion transferieren lässt und die Methoden entsprechend übertragen.

Ziel: Das Leitmotive dieses Projekts sind die zu Grunde liegenden Forschungsfrage: “Wie können wir die Region beschreiben?” und “Wie etabliert man ein transdisziplinäres Forschungsprojekt”. Am Ende des Sommersemesters 20 werden diese Fragen in Form eines wikis beantwortet und die Erkenntnisse zusammengefasst.

Prof. Dr. rer. nat. Michael Braungart

Ein neues Bio - der systematische Vergleich zwischen dem traditionellen und einem innovativen Bio-Begriff nach Cradle to Cradle


Im Rahmen des Seminars werden die Methoden der Erforschung eines Biokreislaufs anhand der zwei wesentlichen Grundprinzipien von Cradle to Cradle auf Grundlage eines Fallbeispiels reflektiert:

1. Es gibt keinen Abfall, ausschließlich Nährstoffe. Nährstoffe werden wieder zu Nährstoffen.

2. Biodiversität soll nicht nur geschützt, sondern gefeiert werden.

Das Seminar lehrt die Hypothesenbildung und Untersuchungskonzepte im Rahmen des Cradle to Cradle Frameworks am Fallbeispiel der Bio-Landwirtschaft. Im Vordergrund steht die Informationsbeschaffung und -verwaltung durch effektive Datenbankrecherchen und Referenzbeschaffung. Es werden die Typen wissenschaftlicher Informationen und ihrer Erforschung reflektiert und kritische Betrachtungsweisen erarbeitet. Darüber hinaus wird das Vorgehen bei wissenschaftlichen Projektanträgen mit Fokus auf Aspekte wie das Zeitmanagement und die Forschungsförderung gelehrt.

Das Cradle to Cradle Konzept bietet den Rahmen neue Ansätze für die Bio-Landwirtschaft zu entwickeln, mit dem Fokus auf die positive Beziehung von Mensch und Natur. Im Kontrast zum herkömmlichen Nachhaltigkeitsansatz des Triple-Bottom-Line Prinzips, das anstrebt den negativen Einfluss auf die Umwelt möglichst gering zu halten, soll die Ökologische Perspektive neu definiert werden, um einen positiven Fußabdruck zu schaffen.

Geprägt von der "Zero-Impact"-Mentalität ist der gegenwärtige Biobegriff nicht mehr zeitgemäß und trägt u.a. dazu bei, dass bis heute Kupfersalze als Pestizid erlaubt sind und wertvolle Humusschichten durch Bodenerosion abgebaut werden. Das Erhalten der Artenvielfalt wird in einer Zeit, in der die UN vor dem größten Artensterben seit Millionen Jahren warnt, nur als untergeordnter Aspekt betrachtet. Rohstoffe werden ohne ein Konzept der Rückführung entnommen, sodass wertvolle Nährstoffe wie das menschliche Stoffwechselprodukt Phosphor nicht in den biologischen Kreislauf zurückkehren können.

Das Cradle to Cradle Konzept und der Triple-Top-Line Ansatz stehen für den bewussten Umgang mit verfügbaren Ressourcen, um die positiven Effekte aller drei Säulen der Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Im Seminar sollen aktuelle Biosiegel vergleichend reflektiert und weiterentwickelt werden, um den Biobegriff zu reformieren. Es sollen Konzepte für ein Biosiegel entstehen, die ein landwirtschaftliches Management unterstützen, die für 10 Mrd. Menschen geeignet sind. Die hohe Diversität an studentsichen Hintergründen erlaubt einen interdisziplinären Forschungsansatz zur Identifizierung von einem neuartigen Nährstoffmanagement. Es ist vorgesehen selbstständig Umweltverträglichkeitsbewertungen zu erarbeiten und anthropogene Einflüsse sowie das Verhältnis zu anderen Lebewesen zu analysieren.

Im Seminar werden folgende Leitfragen erarbeitet: Wie kann ein positiver Fußabdruck im Bereich der Landwirtschaft realisiert werden? Wie würde ein Biosiegel aussehen, das die Nährstoffkreisläufe ganzheitlich integriert und nutzt?

Cradle to Cradle in der Anwendung


Studiendekanat NachhaltigkeitDas seit 1994 gängige Prinzip der Triple-Bottom-Line zielt auf eine positive Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, in Form von ökonomischen Wachstum und sozialer Gleichheit und Freiheit, ab. Gegensätzlich dazu wird die dritte Säule der Ökologie häufig mit einer „Zero-Impact“-Mentalität gleichgesetzt. Die daraus resultierenden Maßnahmen, vor allem der Fokus auf die Ressourcen-Effizienz, tragen meist nicht zu einer grundlegenden Verbesserung der Kernproblematiken bei, sondern verzögern bestenfalls die negativen Auswirkungen.

Der Triple-Top-Line Ansatz und die Cradle to Cradle Denkweise hingegen fordern positive Effekte aller drei Säulen der Nachhaltigkeit, ergo dass alle Produkte und Geschäftsmodelle einen Mehrwert für Ökonomie, Gesellschaft und Ökologie liefern. Dabei gilt nicht mehr das Credo der „Free-of“-Produktion, sondern der umfassenden Positiv-Definition aller Produkte innerhalb der Bio – und Technosphäre. Um diese Zielsetzung des positiven Fußabdrucks zu realisieren, bedarf es einer grundlegenden Neuentwicklung von innovativen Geschäftsmodellen, wie beispielweise der Übergang zu Dienstleistungsmodellen im Konsum- und Gebrauchsgüterbereich.

Im Rahmen des inter- und transdisziplinären Projekts soll möglichst auf die Interessensgebiete der Studierenden eingegangen werden. Thematisch sollen sich die Studierenden mit den oben beschrieben Problemstellungen, wie Öko-Effektivität oder der Positiv-Definition von technischen oder biologischen Nährstoffen, beschäftigen. Mögliche thematische Schwerpunkte des Forschungsprojekts können unter Anderem die innovative Nutzung von Algen oder Pilzen als Rohstoff-, Energie- und Nahrungsquelle oder die Entwicklung von Dienstleistungsmodellen für Ressourcennutzung (z.B. Aluminium, Zink oder Phosphor) oder Konsum- und Gebrauchsgüterbereich sein. Weiterhin besteht die Möglichkeit konzeptionell an der Entstehung des “Museums der Zukunft” im Lüneburger Stadtkern in unterschiedlichen Bereichen mitzuwirken. Ein besonderes Augenmerk läge hierbei auf der Übetragung der Cradle to Cradle Denkweise auf denkmalgeschütze Altbauten (https://www.landeszeitung.de/blog/lokales/luneburg/1523942-das-museum-der-zukunft).

Der thematische Schwerpunkt des Projekts ist bewusst nicht strikt vorgegeben, damit die Interessen und Qualifikation der Studierenden möglichst umfangreich berücksichtigt werden. Zu Beginn des Semesters wird dies in einem kurzen Eingrenzungsprozess gegenseitig abgestimmt.

Ziel: - Analysieren von konzeptionellen Unterschieden, politischen Entwicklungen und praktischen Umsetzungen zwischen Nachhaltigkeit, Cradle to Cradle und Kreislaufwirtschaft auf der Mikro-Meso-Makro-Ebene.

- Die Entwicklung von praktischen Anwendungsmöglichkeiten und Analyse möglicherFallstudien, um ganzheitliche Lösungen anzuwenden, die echte Innovation in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik fördern (z. B. Nährstoffe für die Biosphäre, Entwicklung ein neues Bio-Siegels, Verbesserung der Innen- und Außenluftqualität, Laserdrucker, Entwicklung neue Geschäftsmodelle basierend auf Dienstleistungskonzepte (z.B. Roboter, Solaranlagen, etc.) und Rücknahmesysteme (z.B. De-Shopping Centren).

Wie hinterlasse ich einen positiven ökologischen Fußabdruck? - Der Triple-Top-Line-Approach


Das seit 1994 gängige Prinzip der Triple-Bottom-Line zielt auf eine positive Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft, in Form von ökonomischem Wachstum und sozialer Gleichheit und Freiheit, ab. Gegensätzlich dazu wird die dritte Säule der Ökologie häufig mit einer „Zero-Impact“-Mentalität gleichgesetzt. Die daraus resultierenden Maßnahmen, vor allem der Fokus auf die Ressourcen-Effizienz, tragen meist nicht zu einer grundlegenden Verbesserung der Kernproblematiken bei, sondern verzögern bestenfalls die negativen Auswirkungen.

Der Triple-Top-Line Ansatz und die Cradle to Cradle Denkweise hingegen fordern positive Effekte aller drei Säulen der Nachhaltigkeit, ergo dass alle Produkte und Geschäftsmodelle einen Mehrwert für Ökonomie, Gesellschaft und Ökologie liefern. Dabei gilt nicht mehr das Credo der „Free-of“-Produktion, sondern der umfassenden Positiv-Definition aller Produkte innerhalb der Bio – und Technosphäre.

Um diese Zielsetzung des positiven Fußabdrucks zu realisieren, bedarf es einer grundlegenden Neuentwicklung von innovativen Geschäftsmodellen, wie beispielweise der Übergang zu Dienstleistungsmodellen im Konsum- und Gebrauchsgüterbereich. Zudem bieten die bevorstehenden Veränderungen durch die Digitalisierung eine Vielzahl an Möglichkeiten einen Beitrag zur Erreichung der formulierten Ziele zu liefern (z.B. die Blockchain-Technologie als Basis eines nachhaltigen Supply-Chain-Managements).

Nach einem theoretischen Input mit Beispielen aus der Praxis beschäftigen sich die Studierenden im Seminar mit folgenden Fragen: Wie kann ein positiver Fußabdruck erzeugt werden und wie sehen innovative Geschäftsmodelle der Zukunft aus? In wie weit sind die praxisnah realisierbar? Die hohe Diversität an studentischen Hintergründen bietet dabei eine optimale Basis zum interdisziplinären Arbeiten. Zunächst werden Ideen durch die Studierenden gesammelt und im Plenum präsentiert.

Nachfolgend bilden sich 4-6 interdisziplinäre Gruppen, die über das Semester eigene, neuartige Geschäftsmodelle konzipieren und eine dazugehörige Machbarkeitsstudie erstellen. Hierbei werden unternehmerische Kooperationspartner identifiziert und in die Idee des Geschäftsmodells und die Machbarkeitsstudie miteinbezogen, wodurch eine transdisziplinäre Ebene erschaffen wird.

Ziel: Das Ziel der Veranstaltung ist die Entwicklung von praktischen Anwendungsmöglichkeiten um ganzheitliche Lösungen anzuwenden, die echte Innovation in Wirtschaft, Wissenschaft, Gesellschaft und Politik fördern (z. B. Nährstoffe für die Biosphäre, Entwicklung eines neuen Bio-Siegels, Verbesserung der Innen- und Außenluftqualität, Laserdrucker, Entwicklung neuer Geschäftsmodelle basierend auf Dienstleistungskonzepten (z.B. Roboter, Solaranlagen, etc.) und Rücknahmesysteme (z.B. De-Shopping Centren)). Durch die Kooperation mit Praxispartnern können die resultierenden Projekte dann möglicherweise sogar umgesetzt und somit ein positiver ökologischer Fußabdruck erzeugt werden.

Lüneburg als Cradle to Cradle Stadt


Wie würde eine Stadt aussehen, die Qualität, Innovation und das Gesunde für seine Bürger in den Fokus der Stadtentwicklung stellt?

Seit Jahren wächst die Zahl an herausragenden Cradle to Cradle Pilotprojekten. Die Zahl der Modellgemeinden nimmt stetig zu und immer mehr Akteure aus der Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft setzen sich zusammen, um zukunftsfähige Entwicklungskonzepte zu erforschen. Zukunftsfähige Entwicklung bedeutet Innovationsplattformen zu schaffen die Produkte, Geschäftsmodelle und die Beziehung zwischen Kunde und Produzent neu definieren. Im Kontrast zur „Zero-Impact“-Mentalität und dem Versuch den negativen Einfluss gescheiteter Ansätze zu verringern, sollen neuartige Projekte ins Leben gerufen werden, die die Intelligenz am Anfang der Produktzyklen sehen. Damit gehört die geplante Obsoleszenz der Vergangenheit an und umfassende Qualität, sowie der Nutzen für die Verbraucher steht im Vordergrund. Damit steht Cradle to Cradle für den Einsatz qualitativ hochwertiger, intelligenter Materialien, die die positive Definition aller Produkte in der Bio- oder Technosphäre erlauben.

Dieses Projektseminar zielt darauf ab Lüneburg und seine Bewohner als Chance für eine positive Stadtentwicklung zu sehen und neue Handlungsmöglichkeiten durch verschiedenste Forschungsansätze zu schaffen. Der inhaltliche Fokus baut auf dem Konzept der Öko-Effektivität und dem Grundverständnis auf, dass jeder eingesetzte Rohstoff einen technischen oder biologischen Nährstoff darstellt. Darüber hinaus sollen Interessengebiete der Studierenden so weit wie möglich berücksichtigt werden, sodass in der Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren neue Projektideen entstehen können. Gemeinsam mit dem Lüneburger Stadtrat können Projekte mit einem positiven Impact umgesetzt werden. Mögliche Arbeitsfelder sind: Stadtbauplanung, neuartige Mobilitätskonzepte, Bildung in Schulen, gesunde Baumaterialen und vieles mehr.

Gemeinsam können wir dem Ziel näher kommen Lüneburg zur Cradle to Cradle Stadt zu machen, ganz nach dem Ansatz: A building like a tree, a city like a forest!

Prof. Dr. Dr. Nils Ole Oermann

FÄLLT AUS! Wie sind Subjekte in einer objektiven Wirklichkeit möglich?


Philosophie des Geistes

Ich glaube, dass die Philosophie des Geistes heute das wichtigste Gebiet innerhalb der Philosophie darstellt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen etwa folgende Fragen:

Was verstehen wir unter Wirklichkeit? Müssen wie sie uns dualistisch oder monistisch vorstellen? Was bedeutet die Subjekt-Objekt-Spaltung? In welchem Sinne sind die Ergebnisse

der exakten Wissenschaften objektiv? Sind sie wahr? Was macht ein Subjekt zum Subjekt? Sind Subjekte spezielle Objekte? Gibt es eine objektive Realität? Ist eine Ethik von

Individuen nicht in sich widersprüchlich?. . .

Von der Philosophie des Geistes führt ein unmittelbarer Weg zu den heute brennenden Fragen sowohl der Wirtschafts- und Medizinethik, als auch der Solidargemeinschaft und der Neurologie; deswegen scheint mir das Thema für einen einführenden Kurs sehr geeignet.

Ziel: An einem paradigmatischen Beispiel sollen die Studenten die Art des philosophischen Denkens vorgestellt bekommen, möglichst gut verstehen und - in seminaristischer Form -

selbst üben können.

FÄLLT AUS! Beweisen-Wissen-Glauben


Ich möchte den Studenten keine Antworten geben – schon gar nicht auf Fragen, die sie nicht haben. Vielmehr ist es mein Anliegen, auf die vielen Voraussetzungen und Widersprüche unseres Denkens in den exakten Wissenschaften aufmerksam zu machen und so zum eigenen Denken zu ermutigen. In einer Zeit der 1000 Angebote bildet das persönliche Urteilsvermögen eine grundlegende Voraussetzung sowohl für ein sinnvolles Leben als auch für den von der Demokratie als notwendig vorausgesetzte Deliberationsprozess. Was könnte auch ganz anders sein, als fast alle es behaupten? Woher wollen sie das wissen?

Für die Lehrveranstaltungen setzen wir keine speziellen Vorkenntnisse voraus, wohl aber den Mut, – wenn es sein muss – auch gegen den Strich des Selbstverständlichen und Unhinterfragten zu denken. „Wenn es sein muss“ bedeutet hierbei, die Ergebnisse der exakten Wissenschaften des 20. Jahrhunderts ernstzunehmen; was könnten wir auch besser tun?

Befinden wir uns mit den exakten Wissenschaften auf dem Weg zur Wahrheit? Erkennen wir die Wirklichkeit adäquat? Sind wir ihr näher und damit schlauer als alle anderen Kulturen und Zeiten? Wenn „ja“ – woraus resultieren dann die zahllosen Probleme, vor denen wir weltweit stehen? Löst noch mehr wissenschaftlich-technischer Fortschritt die Probleme, die uns dieser Fortschritt (leider heute noch) beschert? Was sind überhaupt „Wissenschaft“, „Technik“ und „Fortschritt“? Wer weiß das? Weiß das wer? Gibt es Experten, die uns und unsere Erde in eine gesicherte menschliche Zukunft steuern?

Welche Funktion kommt dabei der Religion zu? Kommt ihr heute überhaupt noch eine zu? Oder wird die Bedeutung der Religion sogar noch viel größer werden – wie viele Denker annehmen, die sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen? Welches Verhältnis besteht dann zwischen Glauben und Wissen? Kann man den Glauben verstehen? Oder müsste man ihn gar verstehen – wie das Negativbeispiel des Kreationismus zeigt? Was haben wir dann von den Neo-Atheisten wie Schmidt-Salomon, Dawkins oder Onfray zu halten? Sind sie weiter als wir – oder hinter uns zurückgeblieben?

Ziel: Das Ziel des Seminars besteht letztlich darin, in einer Welt voller ungerechtfertigter Vorurteile und unsicherer Selbstverständlichkeiten

- Mut zum eigenen selbständigen Denken zu machen und

- das persönliche Urteilsvermögen zu stärken.

Prof. Dr.-Ing. Matthias Bergmann

Nachhaltige Kommunalentwicklung in den Biosphärenreservaten der Metropolregion Hamburg


UPDATE 24.03.2020 VERANSTALTUNG FINDET IN VIRTUELLER FORM STATT

Im transdisziplinären Forschungsprojekt “Nachhaltige Komunalentwicklung in den Biosphärenreservaten der Metropolregion Hamburg” geht es um die Entwicklung von Visionen und konkreten Maßnahmen für interkommunale Nachhaltigkeitsprozesse und Initiativen. Die beteiligten Kommunen, rund um den Schaalsee und der Elbtalaue (Lüchow-Dannenberg), möchten gemeinsam Zukunftsbilder für die Biosphären-Region entwickeln und nachhaltigkeitsrelevantes Wissen und Kompetenzen erwerben. Das Forschungsprojekt ist Teil des Leitprojekts “Nachhaltige Regionalentwicklung in der Biosphärenregion Elbe-Schaalsee” mit Projektpartnern aus der Biosphärenreservatsverwaltung, Kommunen aus der Region, diversen Interessenverbänden und der Leuphana.

Im Rahmen des Projekts soll eine Beschreibung der Region als Grundlage für das Forschungsprojekt im Wintersemester 20/21 erarbeitet werden. Hierfür werden zunächst sozio-ökonomische und Geodaten aus der Biosphären-Region recherchiert, ausgewertet und visualisiert. Im nächsten Schritt wird eine Sammlung bereits bestehender oder ehemaliger Projekte und Initiativen aus der Region mit den dazugehörigen Akteuren erstellt und georeferenziert. Schließlich wird reflektiert inwieweit sich der Methodenkatalog aus dem Forschungsprojekt “Zukunftstadt Lüneburg 2030+” auf die Metropolregion transferieren lässt und die Methoden entsprechend übertragen.

Ziel: Das Leitmotive dieses Projekts sind die zu Grunde liegenden Forschungsfrage: “Wie können wir die Region beschreiben?” und “Wie etabliert man ein transdisziplinäres Forschungsprojekt”. Am Ende des Sommersemesters 20 werden diese Fragen in Form eines wikis beantwortet und die Erkenntnisse zusammengefasst.

Weitere Angaben zu den Lehrveranstaltungen finden Studierende im Studienportal myStudy.