Organisation


Transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung

Der transdisziplinäre Forschungsansatz des Instituts zeichnet sich durch drei zentrale Aspekte aus:

  • einer konsequenten Orientierung an nachhaltigkeitsrelevanten Problem- und Fragestellungen;
  • einem theoretisch und methodisch fundierten Zugang zu diesen Fragestellungen; sowie
  • der Gestaltung von gemeinsamen Lernprozessen mit einem intensiven, wechselseitigen Austausch zwischen Wissenschaftlern/-innen unterschiedlicher Disziplinen und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Entlang dieser Aspekte gestaltet sich transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung als ein Wechselspiel zwischen konkreten transdisziplinären Forschungsprojekten (Fallstudien) mit dem Ziel, einen Beitrag zum Umgang mit relevanten Nachhaltigkeitsfragestellungen zu leisten, und der Reflexion dieser Projekte im Hinblick auf Theorie- sowie Methoden(-weiter)entwicklung und zielgerichteter Prozessgestaltung.

Ein Kern transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung ist die Gestaltung und Weiterentwicklung verschiedener Schnittstellen, unter anderem denjenigen zwischen Human-, Natur- und Technikwissenschaften; Wissenschaft und Gesellschaft; qualitativer und quantitativer Forschung sowie unterschiedlicher Human- und Umweltsysteme.


Nachhaltigkeitsethik

Im Rahmen der transdisziplinären Ausrichtung des Instituts ist auch das Fach Ethik angesiedelt. Ethik wird in diesem Kontext nicht als Bescheid-, sondern Begleitwissenschaft verstanden. Dies bedeutet, dass sich der Ethiker bei dem Beantwortungsversuch der kantschen Grundfrage „Was soll ich tun?“ zwar in seine jeweiligen Bezugsdisziplinen (Ökonomie, Politik, Medizin, Bio- und Humanwissenschaften) eindenkt – und zwar auf einem Niveau, das ihm die Beurteilung oftmals formulierter „Sachzwänge“ im Rahmen ethischer Dilemmata erlaubt.

Aufgabe der Ethik kann aber nicht sein, „bessere“  Weisen des Wirtschaftens, Regierens oder Heilens zu propagieren. Ethische Dilemmata zeichnen sich vielmehr gerade dadurch aus, dass sie meistens nicht über einfache schwarz-weiß Kontraste zu beschreiben sind, sondern sich vielmehr in Grauzonen bewegen. Die Strukturierung ethischer Fragen und die Überprüfung von moralischem Handeln in Zeiten der Globalisierung ist das zentrale Anliegen, dem sich das Fach Ethik in Lehre und Forschung innerhalb des Instituts widmet. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Arbeit an der Definition von und der Frage nach einem angemessenen Umgang mit dem Begriff Nachhaltigkeit als Zentralbegriff der Zivilgesellschaft des 21. Jahrhunderts.