Erweiterte Zugangsmöglichkeit zum berufsbegleitenden Studium

Brückenkurs zum Studium der Sozialen Arbeit (B.A.) 2020/2021

Das Studium im berufsbegleitenden BA-Studiengang "Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher" an der Professional School der Leuphana Universität Lüneburg ist bisher nur für staatlich anerkannte Erzieher/innen mit mindestens dreijähriger Berufspraxis möglich. Damit der Zugang zum Studium und die Anrechnung von Kompetenzen für weitere pädagogische Berufsgruppen möglich werden, wurde ein maßgeschneiderter Brückenkurs für spezifische Zielgruppen entwickelt, der von Oktober 2020 bis Juni 2021 erstmals teilweise online angeboten wird.

Zielgruppen des Kurses sind:

  •  Sozialassistent/innen
  •  Heilerziehungspfleger/innen
  •  Ergotherapeut/innen 
  •  Personen mit sonstigen einschlägigen Abschlüssen

Durch den Brückenkurs werden Teile jener Inhalte vermittelt, die den Erzieher/innen als im Beruf und in der Ausbildung erworbene Kompetenzen angerechnet werden.

All jene, die den Kurs erfolgreich absolvieren, können sich (bei Vorliegen von dreijähriger Berufspraxis bei Studiumsbeginn) für das Studium bewerben, und, wenn eine Zulassung erfolgt, in das erste Semester des berufsbegleitenden Studiums einsteigen.

Themen des Kurses sind neben der Information über und Vorbereitung auf das berufsbegleitende Studieren die Bereiche "Einführung in die Psychologie", "Einführung in die Pädagogik" und "Sozial- und Ideengeschichte". Die Inhalte werden durch erfahrene Hochschuldozent/innen vermittelt. Alle Module schließen mit einer Prüfung ab. Um den Brückenkurs erfolgreich zu absolvieren, werden die regelmäßige aktive Teilnahme sowie das Bestehen der Modulprüfungen vorausgesetzt. Die Eröffnungs- und die Schlussveranstaltungen des Kurses 2020/2021 finden in Präsenz im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in Barendorf statt, die übrigen Veranstaltungen online.

Wichtig: Für den Kurs wird eine Mindestteilnehmendenzahl von 10 Personen benötigt. Sollte diese Zahl nicht erreicht werden, müssen wir den Kurs absagen.

Informationen zur Bewerbung

Das Anmeldeverfahren besteht aus drei Schritten:

  1. Bis zum 15.09.2020 können Sie sich online für einen Platz im Zertifikatskurs bewerben. Wir bitten Sie, bei Interesse an einer Teilnahme, sich so schnell wie möglich zu bewerben, damit wir besser planen können. Mit der Bewerbung sind noch keinerlei Kosten verbunden. Erst wenn Sie einen Platz erhalten und sich verbindlich anmelden, müssen Sie ggf. Stornogebühren bezahlen, wenn Sie den Kurs wieder absagen. Wir bitten Sie aus rechtlichen Gründen zunächst um eine Zustimmung zur Datenschutz-Erklärung, im nächsten Schritt erreichen Sie dann die Datenmaske. Klicken Sie hier, um mit der Eingabe Ihrer Daten zu beginnen.
  2. Nachdem Ihre Daten bei uns eingegangen sind, prüfen wir Ihre Teilnahmevoraussetzungen. Dabei schauen wir u.a. darauf, ob Sie bei erfolgreichem Bestehen des Kurses eine realistische Chance auf einen Studienplatz haben.
  3. Wenn wir Ihnen auf Grundlage dieser Prüfung einen Platz geben können, bitten wir Sie, sich verbindlich beim Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in Barendorf anzumelden (dafür stellen wir Ihnen die entsprechenden Informationen zur Verfügung).

Organisatorisches

  • Wie ist der Kurs inhaltlich und zeitlich strukturiert?
  • Was kostet die Teilnahme am Kurs?
  • Gibt es Fördermöglichkeiten für die Finanzierung meiner Teilnahme an dem Kurs?
  • Ist es möglich, für die Präsenzveranstaltungen Bildungsurlaub zu beantragen?
  • Mich hindert etwas an der Teilnahme am Kurs...
  • Kann ich den Kurs auch erfolgreich abschließen, wenn ich nicht an allen Terminen teilnehmen kann?
  • Wie sieht nach dem Brückenkurs die Bewerbung um einen Studienplatz aus?

Organisatorisches

Wie ist der Kurs inhaltlich und zeitlich strukturiert?

Der Brückenkurs findet in mehreren Blockveranstaltungen von Oktober 2020 bis Juni 2021 statt. Die erste und die letzte Blockveranstaltung finden in Präsenz im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide (BTO) in Barendorf statt, die anderen als Online-Veranstaltungen. Die Einheiten "Pädagogik" und "Psychologie" schließen jeweils mit einer Onlineklausur ab, in der Einheit "Sozial- und Ideengeschichte" besteht die Prüfung aus einem Referat und einer Hausarbeit.

Dies ist die zeitliche Übersicht der Blockveranstaltungen:

Oktober 2020: Auftakt in Barendorf in Präsenz (Kennenlernen der Gruppe, des Kurses, Informationen zum Studium, Einführung in das Thema "Sozial- und Ideengeschichte", Informationen zu Prüfungsleistungen

      So. 11.10.2020 um 10.30 Uhr bis Di. 13.10.2020 um 15.00 Uhr (als Bildungsurlaub anerkannt)

November/Dezember 2020/Januar 2021: Online-Veranstaltungen der Einheit "Einführung in die Psychologie" in drei Blöcken an Wochenenden (Samstag bzw. Samstag/Sonntag) sowie drei ergänzenden Abendeinheiten. Die Termine im Einzelnen sind: 

     Allgemeine Psychologie: Sa./So. 28./29.11.2020 jeweils von 10:30 bis 13:00 und von 14:30 bis 17:00

     Entwicklungspsychologie: Sa. 12.12.2020 von 11:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 16:00

     Sozialpsychologie: Sa./So. 16./17.01.2021 jeweils von 10:30 bis 13:00 und von 14:30 bis 17:00

     sowie drei Abendtermine (dienstags, 18.00 - 20.00 Uhr) am 1.12.2020, am 19.1.2021 und am 26.1.2021

     Klausur: Sa. 30.01.2021, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben

Februar/März/April 2021: Online-Veranstaltungen zur Einheit "Einführung in die Pädagogik" in drei Blöcken an Wochenenden (Samstag bzw. Samstag/Sonntag) sowie drei ergänzenden Abendeinheiten.

    Pädagogik I: Sa./So. 27./28.02.2021 jeweils von 10:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 17:00

    Pädagogik II: Sa./So. 13./14.03.2021 jeweils von 10:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 17:00

    Pädagogik III: So. 18.04.2021 von 10:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 17:00

    Klausur: Sa. 24.04.2021, Uhrzeit wird noch bekanntgegeben

 Mai 2021: Online-Wochenende zur Einheit "Sozial- und Ideengeschichte":

    Sozial- und Ideengeschichte Vertiefungsblock: Sa./So. 29./30.05.2021

    Samstag 10:00 bis 13:00 und von 14:00 bis 17:00 / Sonntag 11.00 bis 18.00 Uhr

Juni 2021: Präsenzveranstaltung in Barendorf zu "Sozial- und Ideengeschichte" und Kursabschluss

    Do. 24.06.2021 um 10.30 Uhr bis So. 27.06.2021 um 14.00 Uhr (als Bildungsurlaub anerkannt)

(Sie können die Terminübersicht auch hier herunterladen).

In der Regel gehören zu den Präsenzveranstaltungen auch Abendeinheiten.

Der Brückenkurs wird in einer intensiven Lerngruppe aus 12 bis 20 Personen durchgeführt. Zwischen den Veranstaltungen sind Selbstlernzeiten vorgesehen.

Für die Online-Veranstaltungen benötigen Sie ein internetfähiges Gerät möglichst mit Mikrofon und Webcam. Genaue Informationen und Anleitungen erhalten alle Teilnehmenden rechtzeitig vorab.

Wichtiger Hinweis: Sollte die Entwicklung der Corona-Situation es erfordern, wird der gesamte Verlauf des Kurses online stattfinden. In diesem Fall wird bereits vor dem ersten Termin im Oktober ein ausführliches Unterstützungsangebot für die Online-Teilnahme gestartet.

Eine Übersicht über den Kurs finden Sie auch hier.

Was kostet die Teilnahme am Kurs?

Abhängig davon, ob und wie Sie an den Präsenzveranstaltungen im Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide dort auch übernachten wollen, ergeben sich folgende Seminarkosten für 17 Seminartage:

Übernachtung im Einzelzimmer und Vollverpflegung:  1.850,00 € p.P.

Übernachtung im Doppelzimmer und Vollverpflegung: 1.800,00 € p.P.

Teilnahme als Tagesgast mit Tagesverpflegung:          1.565,00 € p.P.

In allen Preisen sind die Gebüren für die Dozierenden enthalten. Nicht enthalten sind Ihre individuellen An- und Abreisekosten zu den beiden Präsenzveranstaltungen.

Gibt es Fördermöglichkeiten für die Finanzierung meiner Teilnahme an dem Kurs?

Ja, Sie können ggf. über die folgenden Möglichkeiten Förderung bzgl. der Kostenübernahme erhalten:

a) Bildungsprämiengutschein: Ggf. können Sie über einen Prämiengutschein einen Teil der Veranstaltungsgebühren (max. 500,00 €) bezahlt bekommen.

Nähere Informationen dazu finden Sie hier (externer Link) und in diesen Materialien: Flyer zur Bildungsprämie, Flyer "Die Bildungsprämie kurz erklärt", Checkliste für Weiterbildungsinteressierte (externe Links).

Der Gutschein muss vor Rechnungsstellung beantragt werden und ist 6 Monate gültig. Die Rechnung muss von Ihnen als Privatperson getragen werden – nicht von Ihrer/m Arbeitgebenden.

b) in Niedersachsen "Weiterbildung in Niedersachsen" der NBank (externer Link) - bitte besprechen Sie dies mit Ihrer/m Arbeitgebenden.

c) weitere Fördermöglichkeiten finden Sie nach Bundesländern sortiert in dieser Übersicht.

d) weitere Hinweise zu diesen und anderen Fördermöglichkeiten für Brückenkurs und Studium finden Sie auch auf der Webseite der Leuphana Professional School.

Ist es möglich, für die Präsenzveranstaltungen Bildungsurlaub zu beantragen?

Die Anerkennung als Bildungsurlaub in Niedersachsen für die Präsenzveranstaltungen wird über das Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in Barendorf beantragt. Teilnehmende mit einem Arbeitsplatz in Niedersachsen können daher Bildungsurlaub direkt bei ihrem Arbeitgeber beantragen.

Teilnehmende, die ihren Arbeitsplatz in anderen Bundesländern haben, beraten wir gerne und suchen mit Ihnen die für Sie passendste Lösung.

Informationen zum Bildungsurlaub finden Sie hier.

Wenden Sie sich gerne an uns, wenn Sie darüber hinausgehende Fragen haben oder bereits wissen, dass Sie Bildungsurlaub beantragen möchten. Die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Webseite.

Mich hindert etwas an der Teilnahme am Kurs...

Sollte es Barrieren/Hürden geben, die Ihnen die Teilnahme am Kurs erschweren, dann sprechen Sie uns gerne an. Dazu können Sie die Kontaktdaten am Ende dieser Webseite oder die E-Mailadresse brueckenkurs@leuphana.de verwenden.

Kann ich den Kurs auch erfolgreich abschließen, wenn ich nicht an allen Terminen teilnehmen kann?

Die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen ist verpflichtend. Bzgl. der Onlineveranstaltungen ist es ausreichend, dass Sie die entsprechenden Klausuren bestehen. Die Teilnahme an den Onlineveranstaltungen wird aber dringend empfohlen. Zudem müssen Sie die abschließende Prüfung (Seminar und Hausarbeit) bestehen.

Wie sieht nach dem Brückenkurs die Bewerbung um einen Studienplatz aus?

Nach erfolgreichem Absolvieren des Brückenkurses (das heißt insb. dem Bestehen der drei Modulprüfungen) erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie zur Bewerbung um einen Studienplatz im berufsbegleitenden BA "Soziale Arbeit für Erzieherinnen und Erzieher" berechtigt. Dieses Zertifikat ist zeitlich unbegrenzt als Zugangsmöglichkeit gültig, sodass Sie sich auch noch Jahre nach dem Brückenkurs um einen Studienplatz bewerben können.

Nach der Bewerbung, die bis zum 15.07. eines jeden Jahres möglich ist, wird unter allen Studieninteressierten ein Ranking gebildet. Dabei ist das Zertifikat gleichwertig gegenüber einer Ausbildung als Erzieher/in, über die andere Bewerber/innen verfügen. Bei der Ermittlung der Reihenfolge der Bewerber/innen zählt die Durchschnittsnote Ihres Zeugnisses 60%, weitere Punkte werden z.B. für ehrenamtliches Engagement, Familienverpflichtungen, Leitungserfahrung und die in einem Motivationsschreiben dargelegten Studienmotive vergeben. Sollten Sie zum Studium zugelassen werden, so beginnt dieses am 01.10. des jeweiligen Jahres.

Im Rahmen des Brückenkurses werden Sie ausführlich über das Bewerbungsverfahren und die dafür notwendigen Unterlagen informiert.

Informationen für Arbeitgebende

Die Teilnahme von Mitarbeitenden am „Brückenkurs“ und dem anschließenden berufsbegleitenden Studium der Sozialen Arbeit kann sich auch für Sie als Arbeitgebender*in lohnen. Die Ermöglichung von Weiterbildung und damit verbundene Karriereoptionen stellen eine Maßnahme der Personalentwicklung und -bindung dar.

Durch die mit dem „Brückenkurs“ ermöglichten Perspektiven auf ein Studium können Sie gezielt erfahrenes Personal bei der Weiterqualifizierung unterstützen.

Da sowohl der „Brückenkurs“ als auch das spätere Studium berufsbegleitend stattfinden, sind die Teilnehmenden / Studierenden auch während der Weiterqualifizierung weiter beruflich tätig.

Durch die mit dem Studium der Sozialen Arbeit verbundene Höherqualifizierung können Sie zudem erfahrene Mitarbeitende mit neuen Aufgaben betrauen oder diese in ihrer Einrichtung halten. In einzelnen Fällen können diese in Absprache mit dem Kostenträger bereits während des Studiums als anerkannte Fachkraft beschäftigt werden.

Personen mit Abschlüssen wie „Sozialassistent*in“, „Kirchliche*r Heim- und Jugenderzieher*in“, „Kinderpfleger*in“ oder Personen mit einem ersten Staatsexamen im Bereich Lehramt, die sich im Beruf bewährt haben, können nach einem Studium der Sozialen Arbeit dauerhaft und vom Kostenträger anerkannt von Ihnen mit entsprechend verantwortungsvollen Aufgaben betraut werden. Der „Brückenkurs“ ebnet diesen Personen den Weg ins Studium.

Viele Arbeitgebende fördern daher die berufsbegleitende Weiterbildung ihrer Mitarbeiter*innen zum Beispiel durch Freistellung oder (anteilige) Kostenübernahme. Im Gegenzug werden teilweise Bleibevereinbarungen abgeschlossen oder bereits bei Fortbildungsbeginn konkrete Zielvereinbarungen mit den Mitarbeitenden getroffen.

Informieren Sie sich über Förderung von Betrieben, die ihre Mitarbeitenden bei der Weiterbildung unterstützen. Programme wie z.B. „Weiterbildung in Niedersachsen“ unterstützen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Weiterbildungsteilnahme ihrer Mitarbeitenden. Hier finden Sie eine nach Bundesländern sortierte Übersicht ausgewählter Förderprogramme auch für Betriebe.

Kooperationspartner des Brückenkurses

„Logo Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide“
Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide ©Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide
Kooperationspartner des Brückenkurses ist das Bildungs- und Tagungszentrum Ostheide in Barendorf (externer Link).

 

Kontaktperson für den Brückenkurs

Dipl. Soz.-Arb./Soz.-Päd. Andreas Eylert-Schwarz
Universitätsallee 1, C1.301b
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2371
eylert@uni.leuphana.de