Leitkategorien Gender und Diversity

Leitkategorien Gender und Diversity im Projekt KomPädenZ Potenzial

 

Forschung und Zielsetzung:
Die durchgehende Beachtung von Gender Mainstreaming- und Diversity Fragestellungen stellt eine Querschnittsaufgabe im gesamten Forschungs- und Entwicklungsprojekt dar. Die Kategorien Gender und Diversity, die auf der Makro-, Meso- und Mikroebene in vielfältiger Weise für die Produktion von Ungleichheit sorgen können, werden einerseits kritisch analysiert und reflektiert. Andererseits bilden sie als Leitkategorien innerhalb der unterschiedlichen Schwerpunkte im Rahmen von KomPädenZ Potenzial einen integralen Bestandteil, indem sie sowohl in der Konzeption der Erhebungsinstrumente, in der Bedarfserhebung, der Entwicklung und Erprobung der Angebote bis zur Evaluation der einzelnen Teilbereiche Berücksichtigung erfahren. Hierdurch sollen keine Verallgemeinerungen, Zuschreibungen und Homogenisierungstendenzen von Gruppen erfolgen (die Männer, die Frauen, etc.), die Hierarchisierungen begünstigen können. Stattdessen wird durch einen intersektionalen Forschungszugang versucht, personale und strukturelle Dimensionen sozialer Differenzierungen und Hierarchisierungen zu identifizieren, um durch zu entwickelnde Bildungsformate heterogenen Gruppen von Studierwilligen an der Hochschule ein erfolgreiches Studium zu ermöglichen und somit mehr Chancengerechtigkeit zu ermöglichen.


Entwicklung:
Im Rahmen von KomPädenZ Potenzial werden auf Basis einer Bedarfserhebung Zertifikatskurse für in sozialpädagogischen Handlungsfeldern der Sozialwirtschaft Tätige entwickelt. Zielgruppengerechte gender- und diversityreflexive Angebote zur Anrechnung, hinsichtlich Informationsmaterialien, Beratung und Coaching sowie diversitysensible Bildungsformate und Didaktiken sollen auf Basis der in der Forschung gewonnen Erkenntnisse konzipiert und erprobt werden.

Zentrale gender- und diversityspezifische Themen- und Aufgabenstellungen in Forschung und Entwicklung sind z.B.:
- Eine Analyse der vorhandenen „Gender Gap“ („Geschlechter-Kluft“) bezogen auf die Hierarchie-/ Karrierestufen in der Sozialwirtschaft.
- Die Ermöglichung der besseren Vereinbarkeit von akademischer Weiterbildung, Beruf und Familien-/ Pflegezeiten.
- Die Konzeption akademischer Weiterbildungsangebote für heterogene Einzugsgebiete mit unterschiedlicher Bildungsmobilität (vom ländlichen Raum zur Metropolregion Hamburg).
- Eine Ausrichtung der zu entwickelnden Angebote und zu untersuchenden Studiengänge an sogenannten „Frauenberufen“.
- Die Schaffung spezifischer Angebote für beruflich qualifizierte Frauen mit Wunsch zur akademischen Weiter-qualifizierung, bspw. für Führungsaufgaben. Der Fokus liegt auf „brachliegenden Potenzialen“ (z. B. von Berufsrückkehrerinnen).

Im Folgenden haben wir einige Beispiele aufgeführt, wie das Querschnittsthema "Gender und Diversity" im Projektkontext konkret umgesetzt wird. Da es sich um eine Querschnittsaufgabe handelt, die immer parallel mitgedacht wird , sind dies nur einige Beispiele. Das Team tauscht sich regelmäßig im Rahmen von Teamsitzungen und Klausurtagungen zu Gender- und Diversityfragestellungen aus, so dass diese Aufgabe in allen Teilbereichen und Arbeitsschritten des Projektes Anwendung findet.

Vertiefende Informationen und Projektergebnisse zum Schwerpunkt "Gender und Diversity"

Leitbild zu Gender und Diversity im Projekt

Entwicklung eines spezifischen Zertifikatsangebotes zum Thema

Maßnahmen zur Umsetzung von Gender und Diversity in den Zertifikatskursen

Glossar zu Gender und Diversity

Abbau individueller Hürden für eine Zertifikatskursteilnahme

Vorträge und Publikationen zum Thema

Poster Gender und Diversity