Lehrangebot

Aktuelle Lehrveranstaltungen

Prof. Dr. Matthias Barth

Zum Bildungsverständnis des Sachunterrichts: Eine Einführung


Mit dem Sachunterricht als Unterrichtsfach werden die die Grundlagen aller sozial- und aller naturwissenschaftlicher Fächer in der Grundschule angelegt. Mit der Vorlesung wird aufgezeigt, wie diese Facetten in einer integrativen Perspektive zusammengeführt werden können und ein Begründungsrahmen entwickelt werden kann, auf dessen Grundlage ausgewählt werden kann, was in welcher Art und Weise im Unterricht zu thematisieren ist.

Ausgehend von einer Verortung des Bildungsverständnisses, das einem modernen Sachunterricht zugrunde liegt wird eine Standortbestimmung des Sachunterrichts in der Grundschule vorgenommen. Ziele, Inhalte und Methoden des Sachunterrichts werden vor dem Hintergrund des Spannungsfelds von Kind, Sache und Welt entwickelt.

Ziel: Die Teilnehmer_innen erwerben vertiefte Kenntnisse über das dem Sachunterricht zugrunde liegende Bildungsverständnis und seine didaktischen Konzeptionen. Sie erhalten einen Überblick über aktuelle Konzepte, Aufgabengebiete, Arbeitsformen und Methoden des Sachunterrichts und leren Konzepte zur Integration von Fachperspektiven kennen.

(1) Vorlesungsreihe "Wissenschaft trägt Verantwortung" | Nr. 1


Die Vorlesung im Modul Wissenschaft trägt Verantwortung widmet sich dem Thema verantwortlichen Handelns im 21. Jahrhundert. Sie beleuchtet Fragen des (gesellschaftlichen) Wandels insbesondere mit Blick auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung und führt in die entsprechenden Diskurse ein. Sie rückt dabei auch immer wieder die Rolle der Wissenschaft in der Gestaltung gesellschaftlichen Wandels in den Vordergrund.

Sie richtet sich an die rund 1400 Erstsemester-Studierenden verschiedenster Fachrichtungen an der Leuphana Universität Lüneburg. Als Vorlesungsreihe, die die Projektseminare im Modul begleitet bzw. inhaltlich eine Brücke zu den Seminaren (sowie den Einführungen in die Programmierung) schlägt, soll sie Denkanstöße u.a. zu folgenden Fragen liefern:

– Welche gesellschaftlichen, lokalen und globalen Trends prägen unsere Zeit? Welche Chancen und Herausforderungen bieten diese Trends, was charakterisiert sie?

– Welche Rolle spielen darin Verantwortung und Normativität, sowohl in Bezug auf die Gestaltung von Wissenschaft als auch auf Ebene des Individuums?

– Welche neuen Verantwortlichkeiten entstehen aktuell durch die Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung ebenso wie durch das sich wandelnde Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft?

Ziel: Studierende erhalten im Rahmen der Vorlesung einen Überblick über die einschlägigen Diskurse, die sie zur Rahmung und Einordnung / Reflexion ihrer Projektarbeiten im Modul einsetzen können und sollen.

(2) Lecture "Responsibility and Sustainability" | Nr. 2


The lecture in the 'responsibility and sustainability' module is dedicated to the topic of acting responsibly in the 21st century. It examines questions of (societal) change, especially with regard to sustainability and digitization, and introduces the corresponding discourses. In doing so, it also focuses on the role of science in shaping societal change.

It is aimed at the approximately 1400 first-year students of various disciplines at the Leuphana University of Lüneburg. As a lecture series that accompanies the project seminars in the module or builds a bridge to the seminars (as well as the introductions to programming), it is intended to provide food for thought on the following questions, among others:

- Which societal, local and global trends shape our time? What opportunities and challenges do these trends offer, what characterizes them?

- What role do responsibility and normativity play in them, both in terms of shaping science and at the level of the individual?

- What new responsibilities are currently being created by the opportunities and challenges of digitization and the changing relationship between science and society?

Ziel: During the lecture, students will get an overview of the relevant discourses they can and should use to frame and reflect upon their project work in the module.

Vorbereitung des Praxisblocks im Fach Sachunterricht (Grundschule)


Das Seminar unterstützt die Studierenden bei der Vorbereitung der Praxisphase, Unterrichtsvorbereitung und -erfahrung.

Ausgehend von der Planung und Gestaltung von Unterrichtsentwürfen wird in der Auseinandersetzung mit Beobachtungskriterien, Merkmalen guten Unterrichts, Modellen der Unterrichtsplanung, unterschiedlichen Methoden und zentralen Begriffen der Sachunterrichtsdidaktik die Professionalisierung der Studierenden reflexiv befördert. Einen wichtigen Teil nehmen neben der Gestaltung von Unterrichtsentwürfen auch die gemeinsame, kollegiale Analyse, Reflexion und Weiterentwicklung der im Seminar entwickelten unterrichtspraktischen Überlegungen ein.

Ziel: Die Studierenden können:

• Lehrpläne und Unterrichtsmaterialien analysieren und zur eigenen Verwendung bearbeiten.

• Unterrichtsentwürfe auf der Grundlage bisheriger fachwissenschaftlicher und fachdidaktischer Studieninhalte erstellen.

• bildungstheoretische Überlegungen für didaktisches Nachdenken fruchtbar machen und

• bei der Planung des Unterrichts an sozial- und naturwissenschaftliche Konzepte und empirische Aussagen anknüpfen

• Kontexte zur Vermittlung von Kompetenzen im Bereich Sachunterricht in Hinblick auf die Schüler-, Gesellschafts- und Zukunftsrelevanz gestalten.

• Fachspezifische Denk- und Arbeitsweisen unter Berücksichtigung fachdidaktischer und curricularer Funktionen einordnen, in Seminarsequenzen umsetzen und reflektieren.

• Lehr- und Lernprozesse grundlegend evaluieren.

• einen fachimmanenten Umgang mit Störungen im Unterricht entwickeln.

Konzeptionen des Sachunterrichts in aktuellen Fachdiskursen


Die Auseinandersetzung mit Bildungskonzepten und deren Bedeutung für didaktische Planungen und Entscheidungen im Sachunterricht der Grundschule bildet die Grundlage dieser Vorlesung. In der Auseinandersetzung wird auf den aktuellen Diskurs zum Sachunterricht Bezug genommen und auf dieser Grundlage der spezifische Bildungsauftrag des Sachunterrichts bestimmt. Die Veranstaltung ist dabei dreigeteilt: zunächst werden Grundlagen aus dem Bachelor aufgegriffen und vertieft, um einen gemeinsamen Ausgangspunkt für das Masterstudium zu schaffen. Im Anschluss werden Inklusion und Digitalität als Querschnittsthemen eingeführt. Vor diesem Hintergrund werden dann aktuelle Themen des Fachdiskurses beleuchtet.

Ziel: Durch eine kritische Auseinandersetzung mit den aktuellen Bildungskonzepten und Diskursen im Sachunterricht entwickeln Sie die Fähigkeit, theoretisches Wissen auf unterrichtspraktische Fragestellungen anzuwenden und zur Analyse und Lösung von aktuellen Herausforderungen des Sachunterrichts zu nutzen. Sie beschäftigen sich detailliert mit aktuellen Fragestellungen des Sachunterrichts und wie diese in Empirie und Theorie aufgegriffen werden.

M.Ed. Kirsten Frieda Bruhn

Sachunterricht Kontext aktueller Bildungsanforderungen


Basierend auf den Erkenntnissen des Seminars werden eigene Unterrichtsentwürfe oder Projekte (weiter)entwickelt, die als Grundlage für die abschließende mündliche Prüfung dienen.

Der seminarspezifische Schwerpunkt in dieser Veranstaltung ist bzw. sind ästhetischen Zugänge im Sachunterricht in Orientierung an Claudia Schomaker. Ästhetische Zugänge werden im Seminar als methodische Herangehensweise an Inhalte des Sachunterrichts verstanden, die das Lernen strukturieren können und den Schüler*innen helfen, ihre eigenen Erfahrungen sinnvoll in das schulische Lernen einzubinden und Wissenschaftlichkeit im Unterricht anzubahnen.

Ziel: Potentiale und Herausforderungen identifizieren und didaktisch sinnvolle Verknüpfungen für den Sachunterricht herausarbeiten,

Lehr-/Lernsettings unter Einbindung ästhetischer Zugänge im Team entwickeln und theoretisch fundiert reflektieren können.

Dr. phil. Kristin Püttmann

Museen und Nachhaltigkeit - A State of the Art


Die Institution Museum ist durch ihre nachhaltige Kernaufgabe, Objekte der Vergangenheit in der Gegenwart zu bewahren, um sie für die Zukunft zu erhalten, ein interessantes Forschungsumfeld. Wie lassen sich hier im Zusammenhang einer multiperspektivischen Herangehensweise konkrete Nachhaltigkeitsansätze im Sinne der Sustainable Development Goals entwickeln und implementieren ? Und,wie lassen sich umgekehrt aus dem Museumszusammenhang nachhaltige Themenfelder in die Gesellschaft hinein entwickeln? An ausgesuchten Museen sollen Fragestellungen der unterschiedlichsten Ausprägung bearbeitet und dabei auch internationale Beispiele herangezogen werden. Die Herangehensweise ist an der Praxis orientiert.

Ziel: Indem eine aktuelle praxisorientierte Thematik in ihren unterschiedlichen Facetten bearbeitet werden soll, lernen die Studierenden eine multiperspektivische, interdisziplinäre und problemorientierte Arbeitsweise kennen. Sie durchlaufen in den einzelnen Projektgruppen einen themenbezogenen Forschungs- und Entwicklungsprozess, der deutlich auf die jeweiligen Praxispartner bezogen ist. Der Weg von der Entwicklung einer spezifischen Fragestellung bis zur Problemlösung im Rahmen des forschenden Lernens führt zum Erwerb unterschiedlicher Kompetenzen: wissenschaftliches Arbeiten selbständig und im Team, Handlungs- und Kommunikationskompetenz innerhalb der Projektgruppen und im Austausch mit den Praxispartnern, Zeitmanagement, erste Fach und Methodenkompetenz auf dem Weg von der Idee zum durchgeführten Projekt.

Dr. Sabine Richter

1.Semester - Inklusion und Differenzierung im naturwissenschaftlichen Sachunterricht


Die Umsetzung von Inklusion in der Praxis ist eine enorme Herausforderung für Lehrkräfte. Oftmals gerät das fachliche Lernen zu sehr in den Hintergrund, auch in der Grundschule.

In diesem Projektband beforschen Sie mit unserer Unterstützung Ihre eigene Kompetenzentwicklung im inklusiven Sachunterricht videobasiert. Viele Studien konnten zeigen, wie gewinnbringend die vdieobasierte Reflexion des eigenen Unterrichts für Studierende ist. Ihre Forschung wird Teil unseres Projekts Nawi-In, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, um Lehrpersonen für Inklusion zu qualifizieren.

Ziel: - Naturwissenschaftlichen Sachunterricht nach inklusiven Gesichtspunkten gestalten

- die Umsetzung in inklusiven Klassen videobasiert reflektieren

- Modelle von Aktionsforschung kennen und erproben

- eigene Kompetenzentwicklung beforschen

- Videoforschung durchführen

Methoden und Konzepte zur Vermittlung der Naturwissenschaftlichen Perspektive im Sachunterricht - Fachdidaktisches Seminar


• Erarbeitung von Methoden und Konzepten aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich

Erarbeitung von Bildungszielen und Inhalten

• Reflexion von Methoden und Denkweisen klassischer naturwissenschaftlicher Bildung in Bezug auf BME und Alltagsbezug

• Reflexion der Eignung von Methoden für den Sachunterricht

• Diskussion von naturwissenschaftlichen Fragestellungen und eigenständige Erarbeitung von Themenfeldern, Auswahl von Methoden und Lernumgebungen

• Reflexion von Konsequenzen für das Alltagshandeln und die Umsetzung in der Unterrichtsgestaltung

Ziel: • Grundlegende Methoden und Konzepte der Naturwissenschaften werden verstanden und können angewendet werden.

• Exemplarische Frage und Problemstellungen können für den Sachunterricht erschlossen werden. Geeignete Methoden werden ausgewählt und die Auswahl begründet

• Methoden können für unterschiedliche Fragestellungen ausgewählt werden und die Auwahl in Bezug auf Lerngruppe und Thema begründet werden

Seminar aktuelle Fachdiskurse


In der Auseinandersetzung mit Bildungstheorien und -konzepten sowie deren Bedeutung für die Didaktik des Sachunterrichts der Grundschule wird der aktuelle Fachdiskurs im Sachunterricht reflektiert. In diesem Seminar werden Inhalte exemplarisch aufgegriffen und vertieft.

Hintergrundliteratur wird in diesem Seminar gemeinsam aufgearbeitet

Ziel: Qualifikationsziele:

Die Studierenden können

- aktuelle Fragen des Sachunterichtsdiskurses benennen und einordnen

- exemplarisch aktuelle Ergebnisse des Sachunterrichtsdiskurses benennen und reflektieren

- Forschungsmethoden im Sachunterricht benennen und deren Chancen und Grenzen einschätzen

- sachunterrichtliche Forschungskontexte beschreiben

- sachunterrichtliche Erkenntnisse in übergeordnete Kontexte zu Bildungsprozessen bei Kindern und Jugendlichen einbetten

Seminar aktuelle Fachdiskurse


In der Auseinandersetzung mit Bildungstheorien und -konzepten sowie deren Bedeutung für die Didaktik des Sachunterrichts der Grundschule wird der aktuelle Fachdiskurs im Sachunterricht reflektiert. In diesem Seminar werden Inhalte exemplarisch aufgegriffen und vertiefft.gsbedingter Anforderungen an den Sachunterricht untersucht.

Weitere Hintergrundliteratur wird in diesem Seminar gemeinsam aufgearbeitet.

Ziel: Qualifikationsziele:

Die Studierenden können

- aktuelle Fragen des Sachunterichtsdiskurses benennen und einordnen

- exemplarisch aktuelle Ergebnisse des Sachunterrichtsdiskurses benennen und reflektieren

- Forschungsmethoden im Sachunterricht benennen und deren Chancen und Grenzen einschätzen

- sachunterrichtliche Forschungskontexte beschreiben

- sachunterrichtliche Erkenntnisse in übergeordnete Kontexte zu Bildungsprozessen bei Kindern und Jugendlichen einbetten

Digitale Medien im Sachunterricht - eine aktuelle Herausforderung


Neue Medien, deren Anwendungsgebiete und Nutzungsmöglichkeiten sind zunehmend Gegenstand der Diskussion in der Grundschule und insbesondere im Sachunterricht. Den vielfältigen Möglichkeiten einer immer einfacher verfügbaren Technik stehen dabei auf Schulseite oftmals Vorbehalte und Unsicherheiten gegenüber. Im Rahmen dieses Seminars erarbeiten wir uns systematisch Einsatzmöglichkeiten und Anwendungsszenarien in denen Neue Medien eine Bereicherung für einen innovativen Sachunterricht darstellen können.

Ziel: Ziel ist die reflektierte Auseinandersetzung und konsequente Weiterentwicklung eigener Ideen vor dem Hintergrund der Chancen aber auch Grenzen des Einsatzes Neuer Medien im Sachunterricht.

Weitere Angaben zu den Lehrveranstaltungen finden Studierende im Studienportal myStudy.