BEF China

Diversität und funktionelle Effekte von Herbivoren, Prädatoren und Saprobionten in einem phytodiversen Walökosystem der Subtropen

  • Antragsteller: Thorsten Aßmann, Andreas Schuldt
  • Zeitraum: 01.04.2011 – 31.03.2014
  • DFG-Projekt BEF China, Subprojekt 8

Subtropische Wälder im Südosten Chinas zeichnen sich durch eine außergewöhnliche Gehölzartenvielfalt aus. Ziel des DFG-Projektes „BEF China“ ist es, die Beziehungen zwischen der Biodiversität in diesen Wäldern und dem Funktionieren solch hochdiverser Ökosysteme aufzudecken.

Unser Teilprojekt befasst sich in diesem Zusammenhang mit den Wechselwirkungen zwischen Pflanzendiversität und höheren trophischen Ebenen. Wir untersuchen das Ausmaß der Herbivorie in Abhängigkeit der Baumartendiversität, sowohl auf Gemeinschaftsebene als auch auf dem Level einzelner Baumindividuen, um Einblicke in die Bedeutung herbivorer Insekten für die Pflanzenartenzusammensetzung und für ökosystemare Prozesse in artenreichen Wäldern zu erhalten. Zusätzlich analysieren wir die Wirtsspezifität dominanter Herbivorenarten, welche wichtige Informationen zur Beurteilung der gefundenen Herbivorieeffekte liefern kann.

Darüber hinaus erfassen wir die Diversität und Abundanz wichtiger Prädatoren- und Zersetzergruppen. Räuberische Arthropoden können eine bedeutende Rolle in der Regulation von Herbivoren spielen und damit Effekte letzterer auf Primärproduzenten und ökosystemare Prozesse modifizieren. Über das Beziehungsgefüge zwischen Prädatoren, Herbivoren und Pflanzen in hochdiversen Waldökosystemen ist bisher nur wenig bekannt. Auch die Bedeutung dieser Wälder für den Schutz und Erhalt artenreicher Invertebratengruppen, wie zum Beispiel die funktionell wichtigen und hochdiversen Besiedler und Zersetzer von Totholz, ist bisher unzureichend erfasst. Die Untersuchungen unseres Teilprojektes tragen zu einem besseren Verständnis von Diversitätsmustern höherer trophischer Ebenen, deren Interaktionen und Wirkungen auf ökosystemare Prozesse bei.

Beteiligte im Projekt:

Kontakt

  • Tanja Michaela Müller