Forschungsprojekte

Geschlechterverhältnisse und Nachhaltigkeit

Projektlaufzeit: April 2001 bis Mai 2002
Kurzfassung

Nachhaltige Entwicklung ist mit der Verwirklichung von Geschlechtergerechtigkeit untrennbar verbunden. Diese Notwendigkeit ist u.a. im Kapitel 24 der AGENDA 21 "Globaler Aktionsplan für Frauen zur Erzielung einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung" festgeschrieben. Die Beziehungen zwischen umweltrelevanten Problemlagen und der Gender-Thematik sind in den wirtschaftlich hochentwickelten Ländern auf den ersten Blick wenig sichtbar und bislang noch nicht umfassend verstanden und aufgearbeitet worden. Das Umweltbundesamt (UBA) hat im Rahmen des Umweltforschungsplanes (UFO-Plan) 2000 das Vorhaben "Dokumentation zum aktuellen Stand von Forschung und Diskussion zum Thema `Geschlechterverhältnisse und Nachhaltigkeit´" als ein interdisziplinäres Projekt an ein Team aus Natur-, Umweltwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern/innen der Universitäten Lüneburg und Bremen vergeben. Das Projekt "Geschlechterverhältnisse und Nachhaltigkeit" verbindet ein Forschungsvorhaben mit einer Veranstaltungssreihe, in der für die "gender-blinden" Flecken in der (umweltrelevanten) Nachhaltigkeitsdiskussion sensibilisiert wird und erste Ansätze ihrer Berücksichtigung in der fachlich-inhaltlichen Arbeitspraxis des UBA entwickelt werden.Inhalte der Veranstaltungsreihe sind folgende, im Rahmen von sechs Workshops zu bearbeitende Themenfelder:

  1. Gender und Nachhaltigkeit - Neue Perspektiven
  2. Leben - Arbeiten - Konsumieren
  3. Produkte nutzen - Produkte gestalten - Stoffe bewerten
  4. Sich bewegen - Sich verorten
  5. Zeit haben - Zeit nehmen - Zeit sein
  6. Nutzen und Schützen - Gestaltende Vorsorge und Protektion

Das Vorhaben ist produkt- und prozessorientiert angelegt: Im Ergebnis wird eine Forschungsdokumentation als Grundlage für (umwelt)politisches Handeln und Umweltforschung erstellt. Dazu wird der Stand der Forschung zu den jeweiligen Themenfeldern eruiert und dokumentiert. Prozessplanung, -gestaltung und -evaluation sind auf die Arbeitsstrukturen und -inhalte des UBA gerichtet. Im Rahmen eines personen- und organisationszentrierten Gender-Training werden die Adressaten/innen befähigt, die soziale Konstruktion "Geschlecht" in ihren jeweiligen Arbeitszusammenhängen zu erkennen und zu verstehen. Ziel ist es, Prozesse von innovativer Qualität - im Sinne von Geschlechtergerechtigkeit und Organisationskultur - zu ermöglichen. Im Vordergrund der Konzeptentwicklung steht die Arbeits- und Organisationsstruktur des UBA; zugleich sind inhaltliche Schnittflächen zur Arbeit des Bundesumweltministeriums (BMU) gegeben. Die Planung und Durchführung des Vorhabens verläuft in enger Kooperation mit der im UBA tätigen Gender-Projektgruppe.

Universtität Lüneburg

  • Prof. Dr. Hofmeister
  • Prof. Dr. Karsten
  • Dr. Angela Franz-Balsen
  • Dr. Christine Katz

Mitarbeiterinnen Kernteam Lüneburg

  • Verena Brinkmann
  • Sylvia Kägi
  • Dr. Christine Katz
  • Dipl.- Umweltwiss. Tanja Mölders
  • Anja Thiem, M.A.

Fachhochschule Niederrhein Mönchengladbach-Krefeld
Fachbereich Sozialwesen
Prof. Dr. Peter Schäfer
Fon +49.2161.186 606
peter.schaefer@fh-niederrhein.de

Universität Bremen
Prof. Dr. Ines Weller
Fon +49.421.218 2307
weller@uni-bremen.de