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Dr. Sebastián Eduardo Dávila

21335 Lüneburg, Universitätsallee 1, C5.405
Fon +49.4131.677-1992, sebastian.eduardo@leuphana.de

Werdegang

Sebastián Eduardo Dávilas aktuelle Forschung konzentriert sich auf die Beziehung zwischen Synkretismus und zeitgenössischer Kunst in den Amerikas. Seine Dissertation befasst sich mit Kunstpraktiken aus Guatemala der Nachkriegszeit mit Fokus auf Materialität, auf deren Basis er die Monografie "Making the Cosmos. The Practice of Art in Postwar Guatemala" vorbereitet. Seine Veröffentlichungen und Herausgeberschaften behandeln die Beziehung zwischen Kunst und Materialität, Topografie, Indigenität, Religion/Spiritualität, und Gewalt.

Seine Bachelorseminare erforschen Kunstpraktiken und Theorien im Austausch mit Künstler*innen, Kurator*innen, und politische Akteur*innen,  mit Hinblick auf Spannungsverhältnisse, etwa zwischen Kunst und Gewalt, oder Kunst und Indigenität. Seine Masterseminare beschäftigen sich mit der Geschichte politischer Theorien, den Entstehungskontexten sowie den Bezugsrahmen situierter Konzepte und deren Verhältnis zu Kunst und Kulturpraktiken, insbesondere in den Amerikas. 

Sebastián Eduardo Dávila studierte Kunstgeschichte und Filmwissenschaft in Jena, Berlin und Mexico Stadt und war Teil des Graduiertenkollegs "Kulturen der Kritik" an der Leuphana Universität (Lüneburg). Im Jahr 2023 war er Visiting Student Researcher an der Stanford University und zwischen 2023-2025 Fellow im Forschungsnetzwerk "Cambridge Visual Culture". Er ist Redakteur bei den "kritische berichten: Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften", und Mitglied des politischen Kollektivs “VOCES de Guatemala en Berlín”. 

Publikationen

Bücher und Anthologien

  1. kritische berichte 2/26: The Gaze at the Ethnographic.: Ethnography, Contemporary Art, and Heritage Communities
    Sebastián Eduardo Dávila (Herausgeber*in) , Catalina Alvarado-Cañuta (Herausgeber*in) , 2026 , 100 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienZeitschriftenhefteForschung

  2. On Withdrawal: Scenes of Refusal, Disappearance, and Resilience in Art and Cultural Practices
    Sebastián Eduardo Dávila (Herausgeber*in) , Rebecca Hanna John (Herausgeber*in) , Ulrike Jordan (Herausgeber*in) , Nele Wulff (Herausgeber*in) , Judith Sieber (Herausgeber*in) , Thorsten Schneider (Herausgeber*in) , 2023 Berlin/Zürich , 384 S.

    Publikation: Bücher und AnthologienSammelwerke und AnthologienForschung

Beiträge in Zeitschriften

  1. To Gaze at the Ethnographic: Introduction
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , Catalina Alvarado-Cañuta (Autor*in) , 03.06.2026 , in: Kritische Berichte, 54, 2 , S. 1-6 , 6 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  2. A Museology of Proximity: Heritage, Community, and Artistic Encounters in Livingston (Guatemala)
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , Camila Caris Seguel (Autor*in) , 03.06.2026 , in: Kritische Berichte, 2026, 2

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  3. The Dance of Tradition in Contemporary Art. Edmundo Torres’ China Diabla Performance
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , 01.01.2025 , in: caiana. Revista de Historia del Arte y Cultura Visual del Centro Argentino de Investigadores de Arte, 26 , S. 132-144 , 13 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  4. Edgar Calels "Skulpturale Erdarbeit" Umkreisen, Überfliegen und sich Danebenlegen
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , 01.06.2024 , in: Texte zur Kunst, 134 , S. 149-160 , 12 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

  5. Beneath the Second Skin. Mayan Textiles and Bodies in the Art of Manuel Tzoc Bucup and Sandra Monterroso
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , 29.03.2022 , in: Miradas. Zeitschrift für Kunst und Kulturgeschichte der Amerikas und der iberischen Halbinsel, 6, 2 , S. 104-125 , 22 S.

    Publikation: Beiträge in ZeitschriftenZeitschriftenaufsätzeForschungbegutachtet

Beiträge in Sammelwerken

  1. Walking Text and Writing Space: Reflections on Ladinidad in Guatemala
    Natalia del Carmen Eduardo (Autor*in) , Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , 31.03.2025 , S. 209–228 , 20 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  2. A Psychiatric Clinic, a Monastery, a City and a River: On the (Artistic) Legibility of Disappearance in Topography
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , Ulrike Jordan (Autor*in) , 01.01.2023 Berlin/Zürich , S. 209-236 , 28 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  3. In the Aftermath of Violence. On Being Present and Calling Into Presence
    Diana Taylor (Autor*in) , Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , Ulrike Jordan (Autor*in) , 01.01.2023 Zürich , S. 159-176 , 18 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

  4. Visiting the Colección Poyón, or Indigeneity and the Nation-State in Guatemala: Performing the Nation for Two Hundred Years
    Sebastián Eduardo Dávila (Autor*in) , 27.05.2022 Bielefeld , S. 213-240 , 28 S.

    Publikation: Beiträge in SammelwerkenAufsätze in SammelwerkenForschungbegutachtet

Presse / Medien

  1. Wo bleibt die Erfahrung? Das Kunstwerk des Monats: »Dambudzo« als Anti-Genre-Kunst von Nora Chipaumire
    1 eigener Medienbeitrag

    Presse/Medien: Presse / Medien

  2. Interview mit Çağla Ilk und Antje Weitzel
    1 Interview

    Presse/Medien: Presse / Medien

  3. Hand- und Fingergesten in -UP IN ARMS-
    1 eigener Medienbeitrag

    Presse/Medien: Presse / Medien

  4. Interview with Gabriel Vallecillo by Sebastián Eduardo @ ZK / U Berlin
    1 eigener Medienbeitrag

    Presse/Medien: Presse / Medien

  5. Schuld sind immer die Toten - Interview mit Cristina Auerbach, Anwältin für Arbeitsrecht und Menschenrechtsverteidigerin im Kohlebergbau
    1 eigener Medienbeitrag

    Presse/Medien: Presse / Medien

Lehrveranstaltungen

Dieses Seminar widmet sich dem Verhältnis zwischen Fühlen und Denken aus einer praxisnahen sowie theoretischen und methodologischen Perspektive. Dabei werden konkrete Kontexte sowie die daraus entstandenen Konzepte herangezogen, insbesondere aus Lateinamerika. Dort entwickelten sich seit dem späten 20. Jahrhundert eine Reihe von Begriffen, die Denken und Fühlen auf kreative sowie kollaborative Weise miteinander verbinden (z. B. "sentipensar", "corazonar"), stets auch im Austausch mit feministischen, Indigenen und Afrodiasporischen Bewegungen. Wie lassen sich diese Konzepte auf Kunst- und Schreibpraktiken übertragen? Welche Herausforderungen bringt eine solche Übertragung mit sich, und worin liegt ihr methodologisches Potenzial?

Im Zentrum des Seminars stehen die Praxissitzungen mit der Künstlerin und Kunstvermittlerin Karen Michelsen-Castañón sowie der Anthropologin Luz Dary Mabesoy am 22. und 23. Januar. Sie werden durch kontextuelle, theoretische und methodologische Einführungen sowie eine erste Schreib- und gegenseitige Lektüreübung vorbereitet, die die Übertragung von Denken und Fühlen in die Praxis des Schreibens erprobt. Die Praxissitzungen widmen sich dem kollektiven, kollaborativen Arbeiten mit Textilien als künstlerischer Strategie des Denken-Fühlens, die in der kolumbianischen Nachkriegsgeschichte fest verankert ist.
Nächster Termin:
Freitag, 16.10.2026 um 14:00 Uhr
Sebastián Eduardo Dávila
Die Übung führt in grundlegende Fragen und Konzepte rund um das Thema Transformation ein und verbindet diese mit einer systematischen Einführung in das wissenschaftliche Lesen und Schreiben und umfasst Themen wie Lesestrategien, Literaturrecherche, wissenschaftliche Fragestellungen, Textstrukturen und Argumentation.
Der inhaltliche Schwerpunkt der Übung widmet sich dem Begriff der Transformation in historischer, politischer, soziologischer und wissenschaftstheoretischer Perspektive. Dabei werden unter anderem folgende Leitfragen bearbeitet: Was unterscheidet Transformation von verwandten Begriffen wie Revolution, Reform oder Transition? Kann Transformation ohne Diskontinuität gedacht werden? Wie sind lokale und globale Veränderungsprozesse miteinander verknüpft, und welche Rolle spielt die Menschheit bei der Transformation des Planeten? Welchen Beitrag kann Wissenschaft zur Gestaltung von Veränderungsprozessen leisten?

Zu den Kerninhalten zählen:
• Begriffsklärung: Transformation vs. Revolution vs. Reform; historische und politische Zeitlichkeit; soziologische Perspektive (Beschleunigung); globale und planetare Perspektive; Zusammenhang mit Polykrisen und Disruption; Hoffnung und Zukunft
• Das Multi-Level Perspective (MLP)-Framework als analytisches Werkzeug zur Erklärung gesellschaftlicher Veränderungen (Nischen, Regime, Landschaft)
• Die Unterscheidung zwischen Transformationsforschung (Erforschung von Grundlagen, Bedingungen und Prozessen von Transformationen) und transformativer Forschung (aktive Unterstützung von Transformationsprozessen durch Lösungen und Innovationen)

Methoden:
Die Übung verbindet textbasierte Lektüre und Analyse mit angeleiteten Schreib- und Diskussionsaufgaben. Dabei werden zentrale Konzepte erarbeitet, kritisch diskutiert und schriftlich reflektiert.

Einen Ablaufplan sowie alle relevanten Materialien erhalten die Studierenden rechtzeitig zu Beginn des Semesters.
Nächster Termin:
Freitag, 16.10.2026 um 10:15 Uhr