DFG- und SNF-geförderte Forschungsarbeit zum internationalen Markenrecht erscheint bei Cambridge University Press

22.2.2017 - Jahrzehnte der Globalisierung von Kommunikation und Handelsströmen haben zu einem rasanten Anstieg internationaler Markenkonflikte geführt. Vor allem bei Werbung im Internet stellt sich die Frage nach welcher nationalen Rechtsordnung Streitigkeiten zwischen Wettbewerbern zu entscheiden sind. Die Praxis bietet umfangreiche Beispiele. Nach welchem Recht darf z.B. die Marke "Bayer" benutzt werden, wenn zwei Pharmaunternehmen getrennt voneinander in Europa und in den USA jeweils ein Recht an der Marke erworben haben und die Werbemaßnahmen nach Europa und in die USA "überschwappen". Ebenso stellte sich vor einiger Zeit die Frage, ob der US-Spielzeughersteller Mattel als Inhaber der Marke "Barbie" der dänischen Band "Aqua" den Liedtext "I'm a Barbie Girl ..." auf Grundlage des US-amerikanischen Rechts untersagen lassen konnte. Schließlich war zu entscheiden, wem die Rechte am Bandnamen "The Beach Boys" Jahre nach Auflösung der Band zustanden - vor allem aber nach welchem Recht (USA oder Großbritannien) der Fall zu entscheiden war.

Professor Dornis' Züricher Habilitationsschrift erörtert Fragen des internationalen Markenrechts historisch, rechtsvergleichend und ökonomisch mit Blick auf grenzüberschreitenden Wettbewerb und Werbung in internationalen Medien. Das Buch erscheint unter dem Titel "Trademark and Unfair Competition Conflicts - Historical-Comparative, Doctrinal, and Economic Perspectives" bei Cambridge University Press (696 Seiten). Die Arbeit entstand während Forschungsaufenthalten an der Stanford Law School und der NYU School of Law. Professor Dornis' Forschung an diesem Thema wurde durch Stipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft und des Schweizerischen Nationalfonds gefördert.