"Vorsicht Interview!" Prof. B. Hohlbein und M. Paulokat analysieren Königsdisziplin von Public Relations

In einer zweiteiligen Veröffentlichung der Zeitschrift für Versicherungswesen (ZfV 24/17, 776 ff. und 1/18, 23 ff.) beleuchten Prof. Dr. Bernhard Hohlbein und Mathias Paulokat die journalistische Darstellungsform des Interviews als Königsdisziplin aktiver Pressearbeit. Sie behandeln dabei zahlreiche Aspekte der Vorbereitung, der Gesprächsführung und der Nachbearbeitung am Beispiel der Versicherungsbranche. Prof. Hohlbein, der sich schon länger mit dem Zusammenhang von Sprache und Recht beschäftigt, sagt: „Der Beitrag zeigt die hohe Relevanz der CEO-Kommunikation, insbesondere, wenn diese in Form eines Wortlaut-Interviews in direkter Rede mündet. Für Unternehmenslenker lauern hier zahlreiche Fallstricke, die sich unmittelbar auf die Reputation eines Unternehmens auswirken können und in mehrfacher Hinsicht auch rechtliche Tragweite besitzen.“

Der Co-Autor, Mathias Paulokat, ein Ehemaliger dieser Alma Mater, hat nach seinem Studium zum Dipl. Wirtschaftsjurist (FH) noch einen MBA in International Marketing & Communication Management erworben. Nach seiner Ausbildung war Mathias Paulokat über viele Jahre als Journalist tätig. Er betont zum aktuellen Beitrag in dem Fachblatt der Versicherungsbranche: „Die Interviewform kennt in der professionellen Medienarbeit gewisse Spielregeln, deren Beachtung für kommunizierende Unternehmen wesentlich sein sollten. Präzise Auskünfte in der Sache, eine schnörkellose unmissverständliche Sprache und klare Absprachen zur Autorisierung etwa wirken sich meist deutlich positiv auf das Ergebnis aus.“

Anhand eines fiktiven Interviews zeigen die beiden Autoren indes auch, wie ein Gespräch in vielerlei Hinsicht misslingen kann. Die darauf folgende Analyse typischer Problemfelder gibt zahlreiche Ratschläge, die zu einer professionellen Kommunikation mit Medien beitragen. Auch wenn der Artikel am Beispiel der Versicherungsbranche verfasst ist, so lassen sich doch die konstruktiven Empfehlungen unmittelbar auf die Pressearbeit in anderen Branchen und Institutionen übertragen.