Meldungen aus der Forschung

Förderentscheidungen über Nachhaltigkeitsforschung: Leuphana mit zwei Projekten vertreten

16.05.2018 Hannover/Lüneburg. Am 23. und 24. Mai findet in Hannover das Auswahlkolloquium „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ statt. 32 Vorhaben hatten sich um eine Förderung durch Mittel aus dem Niedersächsischen Vorab der VolkswagenStiftung beworben. Neun Antragsteller wurden ausgewählt, ihre Projekte jetzt im Tagungszentrum Schloss Herrenhausen einem Gutachtergremium und der Öffentlichkeit vorzustellen. Zwei der Projekte kommen von der Leuphana Universität Lüneburg.

Prof. Dr. Jacob Hörisch vom Centre for Sustainability Management der Leuphana stellt das Projekt „Der Nachhaltigkeitsimpact von Sustainable Entrepreneurship: Integrative Bewertungsansätze am Beispiel Landwirtschaft, Ernährung und Bioökonomie (IMPACT)“ vor. Das Vorhaben geht der Frage nach, wie der Beitrag von nachhaltigem Unternehmertum zu nachhaltiger Entwicklung verlässlich bewertet und effektiv gesteigert werden kann.

Prof. Dr. Anna Henkel
vom Institut für Soziologie und Kulturorganisation der Leuphana präsentiert das Vorhaben „Dilemmata der Nachhaltigkeit zwischen Evaluation und Reflexion. Begründete Kriterien und Leitlinien für Nachhaltigkeitswissen“. Hier geht es darum, die Verwendung des schillernden Begriffs Nachhaltigkeit empirisch zu untersuchen und Kriterien zu entwickeln, die für die Beurteilung von Nachhaltigkeitsprogrammen und –projekten genutzt werden können.

Mit der Initiative „Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung“ sollen aktuelle, gesellschaftlich bedeutsame Frage- und Problemstellungen bearbeitet werden, die sich am Leitziel nachhaltiger Entwicklung orientieren. Die Niedersächsische Landesregierung setze dabei auf die Innovationskraft der Hochschulen, sagte Wissenschaftsminister Björn Thümler im Vorfeld. Schlüssel zum Erfolg sei ein interdisziplinäres Zusammenwirken. Dafür verbessere das Wissenschaftsministerium die Rahmenbedingungen und fördere Initiativen, die zur Lösung großer Zukunftsfragen beitragen.

Die Anträge wurden jeweils von Konsortien mit bis zu fünf Professuren bzw. Arbeitsgruppen eingereicht, unter anderem auch aus Braunschweig, Clausthal, Hannover, Hildesheim, Göttingen, Oldenburg, Osnabrück, Vechta und Wolfenbüttel.

Das Auswahlkolloquium findet am 23. (11:00 bis 17:45 Uhr) und 24. (9:00 bis 13:15 Uhr) Mai 2018 im Auditorium des Tagungszentrums Schloss Herrenhausen, Herrenhäuser Straße 5, 30419 Hannover, statt.