Meldungen aus der Forschung

Weitere DFG Förderung: Mediale Teilhabe und digitale Kulturen

22.08.2018 Forschungsgruppe „Mediale Teilhabe“ geht in die Fortsetzungsphase

Konstanz/Lüneburg. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) setzt die Förderung des Projektes „Mediale Teilhabe. Partizipation zwischen Anspruch und Inanspruchnahme“ fort und stellt für die kommenden drei Jahre 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Beteiligt an dem Vorhaben, dessen Hauptsitz an der Universität Konstanz ist, sind die Leuphana Universität Lüneburg, die Universität Hamburg und die Züricher Hochschule der Künste. Sprecherin der Forschergruppe bleibt die Konstanzer Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Beate Ochsner. Mit neuem Fokus in fünf Teilprojekten wird die Forschergruppe jetzt medienkulturelle Austauschprozesse untersuchen und eine Theorie medialer Teilhabe erarbeiten.

Das Projekt arbeitet interdisziplinär: Mit medienhistorischen und -philosophischen, ethnologischen, ästhetischen, soziologischen sowie kunstwissenschaftlichen Perspektiven gliedert sich das Vorhaben in fünf Teilprojekte, die an unterschiedlichen Standorten durchgeführt werden. Wissenschaftler der Leuphana sind an zwei Teilprojekten beteiligt. Der Medienkultur-Professor Dr. Erich Hörl und Philosophie-Professor Dr. Roberto Nigro verantworten das Teilprojekt 1 „Elemente einer kritischen Theorie medialer Teilhabe“. Der Kulturtheorie-Professor Dr. Christoph Brunner gehört zur Leitung des Teilprojekts 5 „Teilhabende Kritik als transformierendes und transversales Mit“.

Weitere Teilprojekte beschäftigen sich mit medialen Kulturen des Streamings und medialer Teilhabe in digitalen Kulturen. Konkrete Untersuchungsgegenstände sind dabei unter anderem App-Konfigurationen im Kontext von Hör- und Sehbehinderungen (Dis-/Ability) und Smartphone-Vergemeinschaftungen.

Mit dem Konzept medialer Teilhabe wird ein klassischer binärer Zugangs- und Inklusionsbegriff problematisiert, um auf diese Weise die Komplexität und Vielschichtigkeit dieser Logiken in Bezug auf ihre je spezifischen Zeitlichkeiten, Vernetzungsstrukturen und Vergemeinschaftungen in den Blick zu nehmen. Die bereits in der ersten Förderphase geleistete Forschungsarbeit wird in der Fortsetzung stärker kontextualisiert und in konkreten historischen, machtpolitischen, infrastrukturellen und transkulturellen Dimensionen ausdifferenziert: „Forschungsleitend ist nach wie vor die Überzeugung, mediale Teilhabe als zentrales Problem unserer digitalen Gegenwartskultur über die Untersuchungen individualistischen oder kollektiven Mediengebrauchs hinausgehend in ihrer komplexen Prozessualität und Vielfältigkeit theoretisch fassbar machen zu können“, so die Sprecherin Prof. Dr. Beate Ochsner von der Uni Konstanz.

Weitere Informationen: mediaandparticipation.com