Meldungen aus der Forschung

Müller-Rommel begrüßt Bundespräsidenten bei Politologen-Kongress

26.09.2018 Frankfurt/Lüneburg. Professor Dr. Ferdinand Müller-Rommel von der Leuphana Universität Lüneburg hat heute in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Deutschen Vereinigung für Politikwissenschaft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu einem Vortrag auf der 27. Jahrestagung der Organisation begrüßt. Bei der Veranstaltung an der Goethe-Universität Frankfurt geht es in diesem Jahr um das Thema „Grenzen der Demokratie“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Prof. Dr. Ferdinand Müller-Rommel und Prof. Dr. Brigitte Wolff, Präsidentin der Goethe-Universität.

„Mit diesem Kongress greift die DVPW eine Debatte auf, die in unserer Disziplin wissenschaftlich seit jeher geführt, aber durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im vergangenen Jahr in einen breiteren gesellschaftlichen und politischen Kontext gestellt wurde“, sagt Müller-Rommel. Er bezieht sich dabei auf Steinmeiers Antrittsrede vor dem Deutschen Bundestag vom März 2017. Schon damals diagnostizierte der Bundespräsident Tendenzen einer erodierenden liberalen Demokratie. Die DVPW wolle auf ihrem Kongress einen wissenschaftlich begründeten, gesellschaftspolitischen Beitrag zur Analyse der Voraussetzungen und der Grenzen von stabilen liberalen Demokratien leisten, so Müller-Rommel.

Bundespräsident Steinmeier warnte in seiner heutigen Rede vor Hysterie und Alarmismus: „Man kann die Demokratie auch krank schreiben und in Depression hinein reden.“ Man solle die Macht des destruktiven Denkens nicht unterschätzen, forderte das Staatsoberhaupt. Er ging in seiner Rede auch darauf ein, dass die Parteiendemokratie aktuell von zwei entgegengesetzten Seiten infrage gestellt werde und verwies dazu auf einerseits populistische und andererseits technokratische Tendenzen im politischen Handeln wie im politischen Denken.

Die vollständige Rede ist als Video hier abrufbar. Zum Nachlesen findet sich die Rede hier.