Meldungen zum Studium

Japanische Studienreform-Kommission zu Gast

14.06.2016 Lüneburg. Eine fünfköpfige japanische Delegation hat jetzt für eine Woche die Leuphana Universität Lüneburg besucht, um sich in der Fakultät Bildungswissenschaften über die Lehrerausbildung in Deutschland zu informieren. Dabei standen aktuelle Reformansätze insbesondere der Lüneburger Universität im Vordergrund. Die Gruppe berät die japanische Regierung.

Aufmerksame Zuhörer: Bildungsexperten aus Japan

Die Besucher haben sich in Lüneburg intensiv mit den Forschungsprojekten sowie regionalen und überregionalen Netzwerken des Zukunftszentrums Lehrerbildung der Leuphana beschäftigt. Auch das besonders schülerorientierte Konzept der Lüneburger Igelschule stieß bei ihnen auf großes Interesse. Die Grundschüler werden dort über einen Zeitraum von mehreren Jahren spielerisch an demokratische Verhaltensweisen, an das Einhalten von Regeln und an ein aktives Konfliktmanagement herangeführt.

Die japanischen Wissenschaftler besuchen Hochschulen und Schulen in den USA, England und Deutschland, um Konzepte und Praxis der Lehrerausbildung und der Schuldidaktik in einer vergleichenden Analyse zu untersuchen. Bei ihrem Aufenthalt in Deutschland interessierten sich die Experten nur für die Reform der Lehrerausbildung an der Leuphana und für besondere Unterrichtsmodelle im Lüneburger Schulsystem.

Der Gruppe aus vier Bildungswissenschaftlern von den Universitäten in Gifu, Fukui und Kawasaki sowie einem Vertreter des japanischen Bildungsministeriums wird ihre Vorschläge zur Reform der Lehrerausbildung bis zum Juli dieses Jahres der japanischen Regierung vorlegen. In ihrer Stellungnahme wird es vor allem um „ethische und moralische Erziehung und Bildung in der Schule, Wertevermittlung und Vermittlung von Regeln im Schulunterricht“ gehen.