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Handlungsorientierung im Studium: Der Abschlussworkshop des Basisprogramm Praxisphase

21.11.2017 Ob Praxiserfahrung im Bereich der Nachhaltigkeit, der NGO-Arbeit oder in der Wirtschaft, beim Abschlussworkshop des Basisprogramm Praxisphase stellten die Studierenden fachübergreifend ihre Erfahrungen aus der Arbeitswelt in mehreren Poster-Sessions dar.

Das Foyer des Zentralgebäudes voller bunter Poster und aufgeregter Studierender: Beim Abschlussworkshop des Basisprogramm Praxisphase präsentierten die Teilnehmenden am 8. November ihre Erfahrungen und Erkenntnisse im Rahmen einer Posterpräsentation. Das Basisprogramm Praxisphase ermöglichte den Studierenden, eine begleitete Praxisphase in das Komplementärstudium einzubinden und unterstützte sie dabei vorab durch einen Einführungsworkshop bei der Entwicklung einer wissenschaftlichen Leitfrage. Auf dem Abschlussworkshop wurden die Ergebnisse jetzt präsentiert.

Der Workshop war unterteilt in drei Poster-Sessions, die jeweils die Bereiche präsentierten, in denen die Studierenden ihre Praxiserfahrung sammeln konnten. Dabei waren spannende Projekte mit innovativen Forschungsfragen und Erkenntnissen an verschiedenen Orten der Welt. „Ich habe zum ersten Mal viele Zusammenhänge verstanden. Vor allem, wie eng Städte mit Kultur zusammenhängen und wie ich selbst dazu in der Lage war, etwas zu beeinflussen“, erzählt Svenja Melina begeistert, die ein Praktikum beim Goethe Institut in Prag im Non-Profit Sektor gemacht hat. Sie beschäftigte sich mit der „Bibliothek der Dinge“, die dem Projekt „Shared Cities“ zugehört. In der Bibliothek der Dinge können verschiedene Sachen geliehen werden. „Selbst eine Popcornmaschine hatten sie“, erzählt Svenja Melina. Wichtig ist ihr, dass nachhaltiges Denken gefördert wird und auch bei der transformativen Städteentwicklung eine Rolle spielt. Bei dem Basisprogramm Praxisphase konnte sie erstmalig in diesem Bereich aktiv werden. Auch persönlich hat Svenja Melina viel mitgenommen: „Ich konnte die Inhalte, die ich im Studium gelernt habe endlich auch anwenden und habe mich richtig für meine Arbeit wertgeschätzt gefühlt. Andersherum habe ich aber auch für das Studium viel mitgenommen. Ich habe jetzt zum Beispiel schon eine Idee, wie ich meine Bachelorarbeit angehen werde.“  

Nicht nur im Bereich der NGO-Arbeit waren die Studierenden vertreten. Hanna-Nadeschda absolvierte ihr Praktikum im Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Sie beschäftigte sich hier mit der Frage, welche Interessen bei der Zielformulierung von Nachhaltigkeitsstrategien berücksichtigt werden und ob, bei deren Erreichung, tatsächlich ein nachhaltiger gesellschaftlicher Zustand gegeben ist. „Ich wollte eine Verbindung zwischen Politik und Nachhaltigkeit ausfindig machen. Besonders spannend daran waren auch die internen Einblicke, die man bei einer solchen Praxiserfahrung erlangt. Ich wusste zum Beispiel vorher nicht, wie wichtig Soft Skills in diesem Bereich tatsächlich sind“, beschreibt sie und ergänzt: „Ich habe das erste Mal richtig gearbeitet und bin an meine Grenzen gekommen. Dabei ist mir auch klar geworden, was mir das Studium eigentlich bedeutet.“

Zum Abschluss der Veranstaltungen wählten die Teilnehmenden unter den Postern Ihren Favoriten. Der Preis für das beste Poster ging an Svenja Lemke, die Ihre Praxisphase bei der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft in Berlin absolviert hat. Ihre Leitfrage lautete „Welche Faktoren determinieren das Ausbleiben einer Regimeformation im Bereich der Flüchtlingsgovernance in MENA?“

Studierende, die für die vorlesungsfreie Zeit im Februar/März 2018 ein Praktikum planen, können sich für das Programm anmelden. Der nächste Auftaktworkshop findet am 26. Januar 2018 statt. Das Programm wird sowohl in deutscher als auch in englischer Sprache angeboten.


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Anja Stegert, M.A.
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Autor: Jula Hoffmeister, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.