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Milchreis, Lotterie und Shoppingtouren: Internationale Studierende erzählen von heimischen Weihnachtstraditionen

18.12.2017 Sie kommen aus unterschiedlichsten Teilen der Welt, leben nach unterschiedlichsten Traditionen – doch an den Feiertagen eint sie ein gemeinsamer Wunsch: mit Familie und Freunden zusammen zu sein.

Die Koffer sind schon so gut wie gepackt, ein wenig Platz ist noch für Geschenke aus Lüneburg reserviert. Die italienische Erasmus-Studentin Eleonora möchte ihrer Familie etwas mitbringen, was es – so sagt sie - in ihrem Land in dieser Vielfalt nicht gibt: „Ich habe Rumkugeln, Spekulatius und Zimtplätzchen gekauft“, erzählt sie, „die Auswahl auf dem Weihnachtsmarkt ist riesig.“ Die 21-Jährige studiert an der Leuphana Philosophie, gemeinsam mit Yan aus Shanghai. In China haben die Feiertage keine spirituelle Bedeutung, sagt er. Und trotzdem fliegt er nach Hause: „Ich treffe mich mit Freunden. Wir gehen ins Restaurant, singen Karaoke und unternehmen große Shopping-Touren.“ Weihnachtsstimmung herrsche auch in China überall: Geschmückte Bäume, Jingle-Bells-Musik und Santa Claus sollen in erster Linie den Kommerz ankurbeln. Was es in China allerdings nicht gibt, hat Yan hier in Lüneburg zu schätzen gelernt: „Ich liebe Glühwein!“

Die 28-jährige Kamille aus Odense in Dänemark freut sich auf einen anderen Genuss, der ganz typisch für ihre Heimat ist: „Wir essen Weihnachten immer Milchreis mit Schlagsahne. In einer Dessertschüssel ist eine Mandel versteckt. Wer die findet, bekommt am Ende ein Mandelgeschenk.“ In der Regel sei das ein Marzipanschwein – es soll Glück bringen. Anschließend tanzt ihre Familie Hand-in-Hand um den Tannenbaum. „Weihnachten ist für mich sehr wichtig“, schwärmt die Lehramtsstudentin, „ich muss unbedingt über die Feiertage nach Dänemark fahren.“

„... und nach dem Essen tanzen wir im ganzen Haus.“

Die Spanierin Laura (Digitale Medien) ist schon seit Tagen mit Familie und Freunden per WhatsApp in Kontakt. Es geht darum, ausreichend Lose für die Weihnachtslotterie zu organisieren. „Diese Lotterie hat in meinem Land einen unglaublichen Stellenwert“, so die 21-Jährige.  Gefühlt ganz Spanien säße bei der Ziehung vor den Fernsehern, alle in der Hoffnung „den Dicken“, den Hauptgewinn zu ergattern. Ebenso bekannt ist an Silvester die „Trauben-Tradition“: 12 Sekunden vor Mitternacht essen die Spanier sekündlich eine Weintraube, um sich am Ende mit vollem Mund „Feliz año nuevo“ zu wünschen. „An Silvester sitzen wir mit 36 Familienmitgliedern an einer langen Tafel“, freut sich Laura, „und nach dem Essen tanzen wir im ganzen Haus.“

Auch Kazu aus Japan freut sich auf Zuhause. Es werde einen Weihnachtskuchen geben, Chicken und der Weihnachtsmann gehören auch dazu. „Wir haben sogar einen Weihnachtsmarkt“, ergänzt er. Pavel aus Rumänien (Master Management & Entrepreneurship) erzählt von einer uralten Tradition, die vor allem auf dem Land stattfindet: „Wenige Tage vor Heiligabend wird im Rahmen eines Festes gemeinsam mit Freunden und Familie ein Schwein geschlachtet.“ Das anschließende Mahl könne durchaus drei Stunden dauern.

Während der Feiertage bleibt allen sechs viel Zeit, auch über ihre Zeit an der Lüneburger Universität zu berichten. „Hier können sich Studierende aktiv in die Veranstaltungen mit einbringen“, sagt Eleonora, „das kannte ich vorher so nicht.“ Kamille aus Dänemark hat mit der Leuphana „eine sehr moderne Hochschule kennengelernt.“ Dadurch, dass im Lehramtsstudium viele Dozierende selbst Lehrer_innen seien, gebe es eine praxisnahe Verbindung. Pavel aus Rumänien fasst seine Zeit an der Leuphana mit wenigen Worten zusammen: „I am super-satisfied!“



Urte Modlich. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.