Meldungen zum Studium

Nachwuchsförderfonds der Graduate School für Promovierende: Unabhängigkeit von Anfang an

18.12.2017 Der Förderfonds für den Wissenschaftlichen Nachwuchs an der Leuphana ist eine Besonderheit in der deutschen Hochschullandschaft. Er bietet Promovierenden und Postdocs die Möglichkeit einer finanziellen Förderung für Qualifizierungsmaßnahmen. Die Doktorandin Anna Sundermann sieht darin große Vorteile für ihre Forschung.

Konferenzbesuche und die Teilnahme an Summerschools sind für Anna Sundermann wichtige Bausteine ihrer Promotion. „Dort kann ich meine Arbeit präsentieren, mich mit anderen Wissenschaftler_innen aus meinem Feld austauschen und ein Netzwerk aufbauen“, erklärt die Psychologin. Seit sie an der Leuphana promoviert, hat sie diese Chance bereits mehrfach genutzt. Ermöglicht hat es ihr der Förderfonds für den Wissenschaftlichen Nachwuchs (NWF) von der Graduate School. Aus diesem Topf können auch kurzzeitige Forschungsaufenthalte finanziert werden. Voraussetzungen für die Förderung bis 1.300 Euro sind die enge thematische Bindung ans Promotionsthema und eine fristgerechte Antragsstellung (s.u.). Zwei Förderungen pro Jahr sind möglich. Bewilligt werden sie vom Präsidium, welches eine Empfehlung der zu fördernden Anträge von der Senatskommission für wissenschaftliche Qualifizierung und Karriereentwicklung erhält. Die Senatskommission ist ein unabhängiges Gremium aus Professor_innen und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen, in dem aber die Betreuungspersonen der Antragstellenden nicht vertreten sind. „Diese Form der Förderung ist sehr demokratisch und egalitär“, sagt Anna Sundermann. Promovierende könnten damit auch ihre eigenen Forschungsinteressen umsetzen. „Viele Doktorand_innen, die ich von anderen Universitäten kenne, beneiden mich um die Möglichkeit, Geld bei einem solchen Förderfonds beantragen zu können“, berichtet die wissenschaftliche Mitarbeiterin. 

2013 schloss Anna Sundermann ihr Psychologie-Studium in Münster ab: „Ich bin dort sehr gut ausgebildet worden, aber die Themen waren im Studium eng gesteckt.“ Deshalb öffnete sie sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement weitere Türen. Anna Sundermann half, Schulen in Benin aufzubauen und war später auch im Bundesvorstand des studentischen Vereins Weitblick e.V. Sie fragte sich, wie sie die Themen Psychologie, Nachhaltigkeit und Bildung zusammenbringen konnte und stieß auf die Leuphana. „Ich habe während meines Studiums in Münster bereits im Zentrum für Hochschulbildung gearbeitet. Dort waren die Leuphana und ihr Studienmodell bereits ein Begriff“, erinnert sich Anna Sundermann. Als sie 2013 die Stellenausschreibung für das Projekt „LISHE – Longitudinal Study on the Integration of Sustainable Developement in Higher Education“ an der Leuphana las, bewarb sie sich. „Mir ist es wichtig, hinter dem zu stehen, was ich tue“, erklärt sie. Seit 2015 promoviert sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am UNESCO Chair Hochschulbildung für nachhaltige Entwicklung. Sie untersucht, wie Studierende das Studienmodell an der Leuphana wahrnehmen und wie sich ihre Einstellungen zur Integration von Nachhaltigkeit im Studium entwickeln. 

Der Austausch bei nationalen und internationalen Konferenzen unterstützt ihre Forschung. „Man erfährt von wichtigen Ergebnissen bevor sie publiziert sind. Ich habe beispielsweise eine schwedische Gruppe kennengelernt, die zu einem ähnlichen Thema forscht wie ich. Die Ergebnisse konnte ich gut in meiner eigenen Arbeit diskutieren“, sagt Anna Sundermann. Sie hat ihre Daten aber auch bereits selbst auf Konferenzen dem Fachpublikum präsentiert und sogar eine Paper Session moderiert. Das seien alles auch gute Übungen für die Verteidigung der eigenen Doktorarbeit. „Viele finden bei Konferenzen aber auch Drittgutachter_innen oder Partner_innen für Projektanträge“, erklärt die Wissenschaftlerin. Kontakte reichen um die ganze Welt: Anna Sundermann war auf einer Summerschool in Vechta, reiste aber unter anderem auch zu Konferenzen nach Los Angeles, Budapest und Istanbul.


Weitere Informationen

Die Bewerbungsfrist für die nächste Antragsrunde endet am 15. Januar 2018, um 12 Uhr mittags.

Kontakt

Dipl. Vis. Komm. Ina Robert
Universitätsallee 1, C14.025
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2405
ina.robert@leuphana.de


Marietta Hülsmann. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.