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Studierende im Portrait: Vanessa Tan – Die Weltbürgerin

03.09.2018 Bald hat die 21-Jährige ihren Bachelor in Digital Media und Popular Music Studies in der Tasche. Am College schätzt sie besonders die internationale Ausrichtung.

Aufgewachsen in Malaysia, in Hessen zur internationalen Schule gegangen, ihr Lebensgefährte ist Japaner: Vanessa Tan könnte sich zu Recht Weltbürgerin nennen. „Meine Mutter hat schon als Kind Englisch mit mir gesprochen“, erinnert sich Vanessa Tan. Da Malaysia im 19. Jahrhundert britische Kolonie war, ist Englisch offiziell Zweitsprache. Die eigentliche Landessprache ihrer Heimat, Malaiisch, versteht Vanessa Tan hingegen nicht sehr gut: „Mein Stiefvater ist Deutscher. Meinen Eltern war wichtig, dass ich auch im Ausland leben kann. Englisch ist universell.“ Schon als Kind kam sie nach Europa und ging auf die Frankfurt International School. 

Als später die Studienwahl anstand, hörte Vanessa Tan von der internationalen Ausrichtung der Leuphana und den englischsprachigen Studiengängen: „Mich interessierte Digital Media in Kombination mit Popular Music Studies besonders. Es sind zwei zukunftsweisende Fächer“, erinnert sich Vanessa Tan. Zumal die Disziplinen auch zu ihren persönlichen Vorlieben passen: Vanessa Tan spielt selbst Klavier, liebt Videospiele und könnte in ihrem Traumjob „Gamedesignerin“ auch ihr künstlerisches Talent einbringen. 

Die 21-Jährige könnte sich aber auch andere berufliche Richtungen vorstellen: „Durch den Praxisteil im Studium habe ich bereits wertvolle berufliche Erfahrungen im Kulturmanagement gesammelt.“ Im Rahmen von Popular Music Studies sollte sie für die Jazz-Sängerin Ms. Harrington Festivalauftritte in Skandinavien organisieren. „Keine leichte Aufgabe. Am Ende war ich nicht erfolgreich, habe aber gelernt wie ich es beim nächsten Mal besser machen kann“, erinnert sich Vanessa Tan. Ihre guten Englischkenntnisse waren bei dieser Arbeit dennoch sehr hilfreich: „Das Musikgeschäft ist international.“ Sie empfiehlt auch deutschen Muttersprachlern mehr englischsprachige Seminare und Vorlesungen im Studium zu belegen. „Die Leuphana bietet hier sehr viele Möglichkeiten. Für mich war es meist einfach etwas im Komplementärstudium zu finden. ,Creative Writing‘ war nur einer der Kurse, die ich sehr spannend fand.“ 

Jetzt schließt Vanessa Tan ihren Bachelor am College ab und schreibt ihre Abschlussarbeit über die Psychologie des Horrors in Games. „Ich glaube, dass Horrorspiele den Menschen erlauben, intensive Emotionen in einem sicheren Kontext zu fühlen – und da die Menschen von diesen Emotionen angezogen werden, ist das einer der Gründe, die Horrorspiele so attraktiv machen“, erklärt Vanessa Tan, die bereits auf Jobsuche ist: „Ich würde nach dem Abschluss gern weitere Praxiserfahrungen sammeln.“ Ob das in Deutschland oder woanders sein wird, möchte Vanessa Tan noch offen lassen. Weltbürgerin eben.



Autorin: Marietta Hülsmann