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André Loesekrug-Pietri bei der Opening Week 2018: „Let us invent the big thing”

11.10.2018 Die zivilgesellschaftliche Forschungsinitiative J.E.D.I. möchte Europa an die Spitze bringen und Sprunginnovation durch schnelle und mutige Entscheidungen ermöglichen. Die Studierenden fragten nach.

Bahnbrechende Innovationen sollten „Made in Europe“ sein, findet der Unternehmer André Loesekrug-Pietri. Gemeinsam mit rund 100 weiteren Akteuren aus Wirtschaft und Wissenschaft hat er die zivilgesellschaftliche Initiative J.E.D.I. ins Leben gerufen. Ähnlich wie die amerikanische DARPA (Defense Advanced Research Projects Agency), nur zivilgesellschaftlich und nicht militärisch, soll gemeinsam mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen auf Innovation gesetzt werden: „Decide quickly, put priorities.“ So seien in den USA unter anderem das Arpanet als Grundlage des Internets, das Navigationssystem GPS, die Spracherkennungssoftware Siri von Apple und die ersten autonomen Autos von Google entstanden. 

„The value is concentrating on No. 1"

Noch habe Europa das Rennen um Innovation nicht verloren: „There is no alternative to be on top of technology. The value is concentrating on No. 1”, sagte Loesekrug-Pietri zu den neuen Studierenden und gab ein Beispiel: “In online advertising 90 Percent of the revenues concentrate on Facebook and Google.” Den Rest müssten sich alle anderen Unternehmen teilen. “Let us now follow, let us invent the big thing”, rief er auf. 

Wie aber gehe Sprunginnovation mit dem neuen Datenschutzgesetz zusammen, fragte ein Studierender. Loesekrug-Pietri berichtete, dass Apple im Zuge des Datenschutzgesetzes auf seinen Handys die automatische Verbindungen vom Adressbuch zu Apps abgeschaltet hätte – aber nicht nur Menschenfreundlichkeit. “What worries me is that Apple was first to understand that privacy is an opportunity.” Auf die Frage nach Regulation der großen Unternehmen durch die EU antwortete Loesekrug-Pietri im Sinne Europas: “We have to invent the future, not have the future imposed on us.“

Guter Start, interessante Vorträge, wissenschaftliches Arbeiten: So denken Studierende über die Opening Week

Organisation, Logistik, Gästebetreuung, Fragen der Studierenden beantworten und irgendwie Mädchen für alles: Das studentische Startwochen-Team gehört mit zu den vielen fleißigen Helfer*innen hinter den Kulissen der Opening Week. Mit dabei ist die 23-jährige Kuwi-Studentin Franziska: „Ich hatte selbst eine tolle Startwoche und packe deshalb mit an. Klasse, dass die Leuphana schon bei der Begrüßung so viel für die Studierenden tut. Mir ist es wichtig, dass die Erstis einen guten Start haben. Das wissenschaftliche Arbeiten von Anfang ist erst mal eine Herausforderung, bringt aber sehr viel.“

Die 22-jährige Lena studiert BWL: „Ich finde es gut, dass man durch die Opening Week Zeit hat anzukommen. Das Thema „Digital Futures“ ist sehr aktuell, die Vorträge abwechslungsreich. Ich fühle mich auch gut auf die Projektarbeit am Nachmittag vorbereitet.“

Die 19-jährige Lilly hat es eilig ins Libeskind-Auditorium zu kommen: „Dort beginnt gleich der Vortrag über Biohacking.“ Sie studiert Umweltwissenschaft. „Die nachhaltige Ausrichtung der Leuphana finde ich cool. Das Thema „Digital Futures“ ist für mich auch interessant. Es betrifft ja fast alle Lebensbereiche“, sagt sie. 

Der 18-jährige Geronimo fühlt sich durch die Startwoche als Student ernst genommen. „Mir gefällt, dass wir gleich wissenschaftliches Arbeiten kennen lernen und gleichzeitig in andere Disziplinen schauen.“ 

„Für mich ist das Thema der Startwoche ohnehin wichtig“, sagt der 18-jährige Andreas. Er studiert Wirtschaftsinformatik. Aber auch unter sozialen Aspekten punktet die Startwoche bei ihm: „Ihr lerne hier Leute kennen, die völlig andere Fächer studieren als ich.“ Dass er sich die Kurse frei aussuchen konnte und nicht zugelost wurde, ist ein weiteres Plus für ihn. 



Autorin: Marietta Hülsmann