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„Versenken, nicht versinken“ – Graduiertenfeier 2018

20.11.2018 Im November 2018 verabschiedete Präsident Sascha Spoun die Graduierten des Leuphana College im Rahmen der zentralen Graduiertenfeier im Libeskind-Auditorium. Er riet den Absolvent*innen, auch nach dem Studium eine Sache zu finden, die sie fasziniert und für die sie einstehen und an der sie engagiert arbeiten. Insgesamt rund 600 Absolvent*innen des College, der Graduate und der Professional School feierten vergangenen Samstag ihren Abschluss.

Spoun verwies auf Archimedes und Bill Gates: Ihr Erfolg bestand und besteht darin, dass sie sich leidenschaftlich und gänzlich in einer Aufgabe vertieften und bereit waren, dafür Ablenkungen, sozialen Erwartungen und persönlicher Imagepflege zu entsagen. Sie fanden etwas, eine Sache, eine Aufgabe, die sie so faszinierte, dass sie sich ihr engagiert widmeten, ihr sozusagen „dienten“ – sie versanken nicht in Arbeit, sondern versenkten sich in ihr. Die Ermunterung dazu reichte der Präsident an die Absolvent*innen des College weiter.

Im weiteren Teil des Festaktes jonglierte Paul Seegers, Absolvent des College, mit fünf Bällen, die die Forderungen des Studienalltags symbolisierten: Wissenschaftliche Arbeiten, Privatleben, WG-Partys, Deadlines und Bachelor-Arbeit. „Auch das Uni-Leben will gelernt sein“, bemerkte Seegers und betonte, dass das Studium an der Leuphana über Vorlesungen und Prüfungen hinausginge. „Das Studienleben beginnt da, wo der Campus aufhört“. Damit ist vor allem der Perspektivenwechsel und die kritische Auseinandersetzung und Hinterfragung des eigenen Standpunktes gemeint, die im Zentrum des Studienmodells der Leuphana stehen.

In der Rede des AStA-Sprechers Merten Ebbert wurde deutlich, dass die Universität für mehr steht als reinen Wissenszuwachs. Er lobte das Engagement der Studierenden über den Campus hinaus und die positive Mitgestaltung des Raums Lüneburg. Gleichzeitig unterstrich er die Verantwortung, mithilfe der Wissenschaft die Welt positiv zu verändern und Freiheiten nicht nur zu nutzen, sondern auch zu erkämpfen. Ähnlich deutete auch Carola Schormann, als Vizepräsidentin zuständig für College und Campusleben, die Rolle der Verantwortung: „In der Verantwortung für die Wahrheit liegt eine Verantwortung denen gegenüber, die das Gesagte oder Geschriebene in gutem Treu und Glauben anwenden, sei es für weitere Forschung oder in der Praxis. Sich der Wahrheit zu verpflichten heißt letztlich, sich der Gemeinschaft zu verpflichten, für die diese Wahrheit von Relevanz sein wird.“

Mit dem DAAD-Preis wurde bei dem Festakt die russischen Studentin Elizaveta Korneeva ausgezeichnet. Die Ehrung würdigte nicht nur ihre studentischen Leistungen, sondern vor allem ihr soziales Engagement. Sie entwickelte neben dem Studium eine App, die geflüchteten Frauen die Integration in Deutschland erleichtern soll.



Autorin: Lea von Guttenberg