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Studierende laden zu Pilztagen ein

08.01.2019 Lüneburg. Kann man mit Pilzen die Welt retten? Zehn Studierende der Leuphana Universität Lüneburg beschäftigen sich im Rahmen eines Forschungsprojekts unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Braungart mit den Potentialen von Pilzen für die Nahrungskette, ihre Einsetzbarkeit als alternatives Material und ihre Bedeutung in Ökosystemen. Am 19. und 20. Januar 2019 veranstalten sie die ersten Lüneburger Pilztage und laden interessierte Besucher herzlich ein.

Ihre Veranstaltung haben die Studierenden unter das Motto „Spread the Spores – mit Pilzen die Welt retten“ gestellt. Unter anderem stehen folgende Themen auf dem Programm der Veranstaltung: Ein Grow-it-Yourself Workshop, in dem Austernpilze zum Mitnehmen angesetzt werden, ein World Café – Workshop für einen offenen Austausch und ein kritisches und kreatives Nachdenken über das Thema Pilz, eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Die Welt retten durch Pilze“ und Vorträge von Pilzexperten.

Als besonderen Gast haben die Studierenden Gavin McIntyre eingeladen, den Mitgründer des amerikanischen Unternehmens Ecovative. Die New Yorker Biotechnologie-Firma beschäftigt sich mit der Herstellung von nachhaltigen Materialien etwa für Bekleidung oder Verpackung aus dem Pilzmyzel.

Die Pilztage finden am 19. Januar von 12 - 20 Uhr und am 20. Januar von 10 - 18 Uhr im Mosaique - Haus der Kulturen in der Katzenstraße 1 in Lüneburg statt und werden von einer interaktiven Ausstellung über Pilze und einigen Mal-, Bastel- und Leseangeboten eingerahmt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Eine Anmeldung für die Teilnahme am World Café-Workshop ist erwünscht, da die Anzahl der Teilnehmenden begrenzt ist.

Weitere Informationen und Austauschmöglichkeiten gibt es auf der facebook-Seite der Gruppe:
www.facebook.com/mush.room.923724

Kontakt:
Mail: Info.mushroom@leuphana.de

HINTERGRUND:

Das Forschungsprojekt der Studierenden folgt dem ‚Cradle to Cradle’ (übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“)-Ansatz. Dabei handelt es sich um ein Designkonzept, dessen Ziel ein Wandel hin zum zirkulären Denken ist. Entwickelt haben es Prof. Dr. Michael Braungart und William McDonough. Die Natur dient dabei als Vorbild: Schon bei der Entwicklung von Produkten wird an die spätere Entsorgung gedacht. Sie werden so konzipiert, dass sie später nicht als Abfälle, sondern als Nährstoffe in den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können und keine negativen Auswirkungen auf ökologische Systeme haben. So entsteht ein potentiell unendlicher Kreislauf, in dem Materialien als Nährstoffe immer wieder zur gleichen Qualität wiederverwendet werden können. Das Konzept kennt – anders als die bestehende Kreislaufwirtschaft -  demzufolge keinen Abfall.