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Studierende im Porträt - Ksenia Cherepanova und Bradley Dobberfuhl: „A positive impact on the world“

10.01.2019 Die beiden internationalen Studierenden sind wegen des neuen Studiengangs „Global Environmental and Sustainability Studies“ aus Russland und Amerika nach Deutschland gekommen und erzählen, warum sie sich für die Leuphana entschieden haben.

Ksenia Cherepanova reiste mit leichtem Gepäck in die Bundesrepublik. Die Russin ist seit fünf Jahren Minimalistin: „Ich kaufe nur das, was ich wirklich brauche.“ Ihre umweltbewusste Lebenseinstellung möchte sie auch beruflich umsetzen. Deshalb hat sie sich für ein zweites Studium entschieden. In Russland arbeitete sie als Anwältin: „Das Gehalt war gut, aber Geld ist für mich nicht alles“, sagt Ksenia Cherepanova. Da sie bereits Freunde in Deutschland hatte, wählte sie die Bundesrepublik als Studienort. Sie bewarb sich an mehreren Unis und wurde an allen angenommen. „Aber die Leuphana war mein Favorit“, erklärt Ksenia Cherepanova: „Das Studienmodell mit Major, Minor und Komplementärstudium bietet sehr viel Freiheit.“ In Russland sei die universitäre Ausbildung auch sehr gut, aber lange nicht so offen und frei. Gerade absolviert Ksenia Cherepanova das Leuphana Semester und hat daneben die einführenden Kurse in Chemie und Ökologie in ihrem Major. Die Hobbytaucherin will ihre Umwelt verstehen, um sie besser schützen zu können: „Es ist schlimm, wie viel Plastikmüll man unter Wasser sieht.“ Nach ihrem Abschluss in drei Jahren würde sie deshalb gern im Umweltschutz arbeiten. Mit ihrem Beruf als Anwältin möchte sie sich nur noch ihr Studium finanzieren.

Seine Arbeit erfüllte ihn nicht mehr

Der Amerikaner Bradley Dobberfuhl hat sich an vier Universitäten in Deutschland beworben, bekam vier Zusagen und hat sich für die Leuphana entschieden. Neben dem guten Ruf der Umweltwissenschaften lockte den 28-Jährigen die interdisziplinäre Ausrichtung. Bereits durch das Leuphana Semester bekämen die Studierenden einen breiten Überblick, würden aber dennoch in ihre Disziplinen eingeführt, sagt der Texaner. Für Bradley Dobberfuhl ist es nicht die erste Begegnung mit der Interdisziplinarität. Er studierte in Dallas Technology Design, lernte programmieren, beschäftigte sich aber auch mit Fotografie und Grafikdesign. Dann arbeitete er fünf Jahre in einer Marketing-Agentur. Nach Feierabend und am Wochenende war er in der Natur unterwegs und setzte sich für den Umweltschutz ein. Ihm wurde klar, dass sein Beruf ihn nicht mehr erfüllt: „I like to do something in my life that has a positive impact on the world“, erklärt Dobberfuhl. 

Übers Internet stieß er auf die Leuphana und den neuen englischsprachigen Studiengang „Global Environmental and Sustainability Studies“. Den Austausch zwischen den Studierenden aus aller Welt sieht er als großes Plus des Studiengangs: „Umweltprobleme sind nicht national, sondern gehen alle an.“ Er selbst hat einen multikulturellen Hintergrund: Kurz vor dem zweiten Weltkrieg wanderte seine Familie aus Deutschland nach Wisconsin aus. Auch deshalb ist Bradley Dobberfuhl nach Europa gekommen: Er möchte mehr über seine Wurzeln erfahren. 

Für den neuen, international ausgerichtete Major „Global Environmental and Sustainability Studies“, der zum laufenden Wintersemester an den Start gegangen ist, sind Bewerbungen aus 27 Ländern eingegangen - von Australien über Belgien, Italien bis Nigeria und Weißrussland. Um die internationalen Studierenden sowohl auf internationale Arbeitskontexte vorzubereiten als auch ihre unterschiedlichen Perspektiven auf Nachhaltigkeitsfragestellungen aktiv einzubinden, wird der gestaltende Umgang mit Diversität in internationalen sowie inter- und transdisziplinären Arbeitskontexten im Curriculum des Major Global Environmental and Sustainability Studies explizit thematisiert.



Autorin: Marietta Hülsmann