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Studierende im Portrait: Philipp Trzeciak

08.04.2019 „Mir sagen viele, dass sich Studium, Arbeit und Spitzensport nicht vereinen lassen.“ Der 24-jährige Student der Betriebswirtschaftslehre betreibt seit 13 Jahren Taekwondo. Heute trainiert er im deutschen Nationalkader und bereitet sich auf den größten studentischen Sportwettkampf vor.

„Ich war in der Schule sehr unruhig und hatte einen großen Bewegungsdrang. Eine Freundin meiner Mutter brachte mich auf Taekwondo – seit einem Probetraining 2006 habe ich nicht mehr aufgehört. Taekwondo ist eine Vollkontakt-Kampfsportart, die größtenteils mit den Füßen betrieben wird. Besonders gefällt mir die Vielfalt der Techniken – es gibt viele Drehkicks, doppelte Kicks, es ist sehr athletisch. Beim Taekwondo kann ich einfach den Kopf ausschalten, ein sehr guter Ausgleich zum Studium.

Auch neben meinem Studium habe ich immer weiter mit Taekwondo gemacht. Nach diversen Medaillen bei den deutschen Meisterschaften habe ich es endlich geschafft auf dem Podest ganz oben zu stehen. Durch meine Medaille bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft 2018 konnte ich mich für die kommenden Studenteneuropameisterschaften qualifizieren, diese finden im Juli in Zagreb statt. Durch meine Qualifikation als deutscher Meister und bei der Studenteneuropameisterschaft würde ich mich gerne auch für die Universiade qualifizieren – für Studierende ist das größte Sportevent – nicht nur für Taekwondo sondern weitere Olympiade-Sportarten. Nach den Olympischen Sommerspielen ist die Universiade die zweitgrößte Multisportveranstaltung der Welt. Für diese Qualifikation heißt es jetzt bis zum Sommer fleißig trainieren, viele internationale Turniere in ganz Europa mitmachen und Medaillen sammeln, damit ich bei dem größten Event für Studierende dabei sein darf.

Die Vereinbarkeit von Spitzensport, Studium und meinem Job ist ein schwieriges Thema, die meisten anderen Nationalteam-Mitglieder betreiben vollberuflich Taekwondo, sind Sportsoldat*innen oder Studierende ohne Nebenjob – ich arbeite Vollzeit im Einkauf. Ich bin seit einem Jahr im Nationalteam, für Nationalkaderathlet*innen gibt es besondere Unterstützung der Universität – diese Unterstützung der Leuphana schätze ich sehr und entlastet mich. Auch im Studium kommt mir die Leuphana entgegen. Im Juli findet ein Turnier während der Klausurenphase statt, diese Prüfungstermine kann ich verschieben, so muss ich keine Events absagen. Viele sagen mir, dass sich Studium, Vollzeitjob und Spitzensport nicht vereinen lassen. Ich finde es geht doch, wenn man die richtige Unterstützung von allen Seiten bekommt.“


Kontakt Hochschulsport

Moritz Mann
Universitätsallee 1, C7.403
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-1503
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Aufgezeichnet von Fee Kunze.