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Studierende im Portrait: Noa da Costa Henriques und Timo Velthaus – Ein Ausgleich zum Studium

03.06.2019 Noa da Costa Henriques und Timo Velthaus musizieren im Orchester und den Chören der Leuphana. Im Gespräch berichten sie von ihrem Weg zur Musik, dem Verhältnis zum Publikum und vom Musizieren neben dem Studium.

„Ich habe lange damit gehadert, dass ich kein klassisches ‚Lagerfeuer-Instrument‘ gelernt habe. Mit der Zeit habe ich die Querflöte aber zu schätzen gelernt – ich mag besonders, dass sie ein melodiegebendes Instrument ist, mit dem man auch komplexere Melodien spielen kann.“. Noa da Costa Henriques spielt seit zwei Semestern Querflöte im Orchester der Leuphana. Erfahren hat sie davon, als sich Universitätsmusikdirektorin Rebecca Lang in der Startwoche vorgestellt hat. Noa studiert Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Musik und auditive Kultur. „Es ist toll beide Seiten zu haben, Theorie und Praxis.“

Neben dem Orchester werden zwei Chöre angeboten: Der große Universitätschor mit über 100 Mitgliedern und der Kammerchor mit 20 Sänger*innen. Timo Velthaus studiert im vierten Semester Umweltwissenschaften und singt in beiden Chören: „Ich singe seit der siebten Klasse in verschiedenen Chören und zwischendurch immer mal wieder in selbstorganisierten Projekten. In so einer großen Gruppe wie dem Unichor habe ich vorher aber noch nie gesungen.“ Die hohe Fluktuation der Mitglieder in Chor und Orchester sehen beide positiv. „Genau aus diesem Grund ist der Kammerchor gegründet worden, es werden Räume geschaffen für die, die sich stärker einbringen wollen. Ich finde es wichtig, dass beide Seiten erhalten bleiben, der Chor ist für die meisten vorrangig Hobby und Ausgleich zum Studium.“, erzählt Timo. Auch das Orchester ist eine offene Gruppe, man muss weder vorspielen noch ein bestimmtes Level auf seinem Instrument erreichen. 

Die Semesterabschlusskonzerte von Orchester und Chor sind stets sehr gut besucht. „Das Orchester bietet ein tolles Gemeinschaftsgefühl. Wenn man in der Gruppe sitzt, nimmt man das viel stärker wahr als im Publikum.“, erzählt Noa über die Publikumswahrnehmung des Orchesters, „im Publikum geht es hauptsächlich um den Gesamtklang als Höreindruck.“ Im Chor höre man oft nur die Stimme in der man singt, der Klang des gesamten Chors sei für den*die einzelne Sänger*in oft nicht zu hören, berichtet Timo über Chorauftritte. 

Das Repertoire von Orchester und Chor erstreckt sich von Musicalstücken über umgeschriebene Popmusik und Klassik. Es wird entschieden keine religiös geprägte Musik verwendet und ein besonderer Fokus liegt auf der Sichtbarkeit weiblicher Komponistinnen. In diesem Semester spielen Orchester und Kammerchor ein Stück zusammen. „Das ergibt eine ganz neue musikalische Dynamik.“, erzählt Noa. Auf einer Exkursion Anfang Mai konnten Orchester und Kammerchor für ein Wochenende intensiv an Stücken arbeiten. Dabei gab es zusätzlich individuelle Workshops und Coachings: „Am Wochenende kamen wir in Berührung mit einem neuen Maß an Professionalität. So eine Art der Stimmbildung und des Singens kannte ich vorher nicht. Das hat die Exkursion zu weit mehr als einem Probenwochenende gemacht.“, berichtet Timo. Jede Stimme des Orchesters wurde von professionellen Musiker*innen unterstützt. Noa zieht ein Fazit der Exkursion: „Die Arbeit mit Profis motiviert ungemein. Aber auch Austausch und Teambuilding war ein wichtiger Punkt. Innerhalb des Unilebens sind Orchester und Chor sehr kleine Nischen, auf so einem Wochenende lernt man sich besser kennen und merkt, dass es viele Gleichgesinnte gibt.“

Weitere Informationen

Das Sommersemester-Konzert findet am 17. Juni. statt.  


Probezeiten für Chor und Orchester:

Montag: Chor 20:00-22:00 Uhr Audimax
Dienstag: Orchester 20:00-22:00 Uhr C16.310
Mittwoch: Big Band 20:00-22:00 Uhr C16.310
Donnerstag: Kammerchor 18:00-20:00 Uhr C16.207


Autorin: Fee Kunze