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Unternehmertag am 6. September: „Gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen binden“

12.08.2019 Sven Meyer, Chef der Lüneburger Software-Firma „Electric Paper Evaluationssysteme“ fördert die Weiterbildung seiner rund 50 Angestellten finanziell und organisatorisch. Eine Investition, die sich für ihn lohnt.

Herr Meyer, warum investieren Sie in die Weiterbildung Ihrer Mitarbeitenden? 

Weil es auch für unsere Firma ein Gewinn ist. Wer eine Fortbildung macht, bringt frischen Wind ins Unternehmen. Zudem verbessert sich das Beziehungsnetzwerk der Absolvierenden. Sie kommen in Kontakt mit Berufstätigen aus dem gleichen Feld. So entsteht Austausch und daraus können sich Innovationen entwickeln. Wir sind marktführend im Bereich der Software-Lösungen für die Massenabwicklung von Evaluationen und Prüfungen an Hochschulen und Bildungsträgern sowie im Qualitätsmanagement im Gesundheitsbereich. Deshalb begrüßen und unterstützen wir Weiterbildung. 

Sie haben zuletzt Mitarbeitern das Zertifikatstudium Innovationsmanagement an der Leuphana Professional School finanziert. Wie kam es dazu?

Ich hatte von dieser Möglichkeit gehört, betriebswirtschaftliche Kenntnisse im Bereich des Innovationsmanagements zu vertiefen und habe die Fortbildung zwei geeigneten Mitarbeitern vorgeschlagen. Sie waren gleich Feuer und Flamme. Wir haben als Unternehmen die Studiengebühren übernommen und die Mitarbeiter für die Präsenzzeiten an der Leuphana Professional School und in den Prüfungsphasen freigestellt. Ein berufsbegleitendes Studium kann persönlich sehr bereichernd sein, ist aber auch eine zeitliche und organisatorische Herausforderung.

Sie haben selbst berufsbegleitend noch einen MBA gemacht und wissen also wovon Sie sprechen.

Das ist richtig. Ich bin Diplom-Ingenieur für Automatisierungstechnik. Eine wichtige Voraussetzung für das technische Know-How, das ich in diesem Unternehmen brauche. Als ich dann aber im Zuge einer Firmenaufspaltung alleiniger geschäftsführender Gesellschafter wurde, fühlte ich mich nicht fit genug fürs General Management. Deshalb habe ich mich entschieden, mich weiterzubilden. In einem berufsbegleitenden Studium ist der Spagat zwischen Privatleben, Beruf und Universität groß. Deshalb möchte ich meine Mitarbeitenden gern unterstützen. Umgekehrt investiert die Person, die sich fortbildet auch in sich selbst. Eine Weiterbildung macht eine Tätigkeit attraktiver. Ein Absolvent des Innovationszertifikats ist jetzt bei uns Innovationsmanager, der andere Entwicklungsleiter. Uns ist es wichtig, gute Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu binden. Als mittelständisches Unternehmen haben wir nur wenige Hierarchie-Stufen. Große Konzerne können mehr Mitarbeitende mit Führungs- und Personalverantwortung locken. Das geht bei uns nicht. Aber wir können durch die Fortbildungen gemeinsam mit dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin neue und spannende berufliche Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten finden. 

Warum ist lebenslanges Lernen gerade heute so wichtig?

Kaum jemand bleibt heute ein Leben lang bei einem Arbeitgeber. Wissen aus dem Erststudium veraltet. Weiterbildung ist gerade in einem ressourcenarmen Land wie Deutschland entscheidend, damit wir wettbewerbsfähig bleiben. 

Sie halten auch durch Werkstudierende Kontakt zur Leuphana.

Für die Fortbildung ist die Nähe der Professional School ein Gewinn. Wir sparen Reise- und Übernachtungskosten und die Mitarbeitenden Zeit. Aber genauso kommen auch viele Werkstudierende zu uns, etwa aus dem Marketing, der Wirtschaftspsychologie, der Wirtschaftsinformatik oder Umweltwissenschaft. Sie schreiben hier ihre Bachelor- oder Masterarbeit und viele möchten danach auch beruflich bei uns bleiben.

Die Professional School der Leuphana Universität Lüneburg, einer der wichtigsten akademischen Weiterbildungsanbieter im norddeutschen Raum, lädt am Freitag, den 6. September 2019, Unternehmer*innen, Geschäftsführer*innen und Personalverantwortliche von 14 bis 16 Uhr ein, sich über berufsbegleitende Qualifizierungsangebote, Fördermöglichkeiten und Praxisprojekte zu informieren. 
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.


Das Interview führte Marietta Hülsmann.