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Studierende im Porträt - Jasmin Feger: Der Schatten des CEO

07.10.2019 Beim Job Shadowing des Career Service erleben Studierende einen Tag lang den Alltag im möglichen Wunschjob. Die Master-Studentin schnupperte in zwei Unternehmen hinein – und fand neue Perspektiven.

Jasmin Feger blieb fast nichts verborgen: „Ich habe den ungeschminkten Arbeitsalltag in der Firma erlebt.“ Und dieser gefiel der angehenden Wirtschaftsingenieurin sehr gut: „Bisher hatte ich die Arbeit in einem Start-up gar nicht in Erwägung gezogen, aber das junge Team, die lebendige Atmosphäre und ein direktes Ziel vor Augen sind als Arbeitsbedingungen für mich sehr attraktiv.“ Jasmin Feger besuchte die Firma Lotus Containers in einer Phase, als es dort besonders stressig war. Das Team hatte noch eine Woche Zeit, dann sollte die Webseite eines ausgelagerten Start-ups online gehen. Die Tochterfirma eines weltweit agierenden Container-Herstellers baut und betreibt einen Online-Marktplatz für Großbehälter. „Ich fand klasse, dass ich gerade zu diesem Zeitpunkt dem CEO über die Schulter schauen durfte“, sagt Jasmin Feger. Einen Tag lang war die Studentin sein Schatten. „Ich war bei Meetings, Telefonaten und Team-Besprechungen dabei“, berichtet die 25-Jährige. Beispielsweise musste der Firmenleiter ein technisches Problem gemeinsam mit einem Programmierer in Indien lösen. „Mir war vorher gar nicht klar, welche Aufgaben auf einen CEO zukommen“, sagt Jasmin Feger. Nur einmal durfte sie aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht über die Schulter des Chefs schauen: „In der Zeit standen mir aber alle anderen Türen offen.“
 
Das Besondere am Job Shadowing: Anders als in einem Praktikum arbeiten die Studierenden nicht mit, sondern erhalten nur übers Zuschauen Einblicke in den Arbeitsalltag. Jasmin Feger hat bereits zweimal am Job Shadowing teilgenommen und schließt eine dritte Runde nicht aus: „Man bekommt in kurzer Zeit einen guten Überblick.“ Auch die Regionalität des Programms überzeugt sie: „Ich konnte wichtige Kontakte für meine berufliche Zukunft knüpfen.“ Für Arbeitgebende ist das Job Shadowing ebenso attraktiv: Sie lernen motivierte Studierende kennen und können dadurch ihren Firmennachwuchs rekrutieren. Ihr zweites Job Shadowing hat Jasmin Feger bei der Vonmählen GmbH, einem Lüneburger Start-up und Hersteller für Tech-Accessoires absolviert. Für die Studentin auch eine Möglichkeit ihren Berufswunsch zu festigen. „Mein Traum ist es, im Produktionsmanagement zu arbeiten und in direkter Verbindung zur Fertigungshalle die Abläufe zu verbessern“, sagt sie. 

Nach ihrem Bachelor in Wirtschaftswissenschaften wechselte Jasmin Feger an die Leuphana. „Technik hat mich immer interessiert und an der Leuphana habe ich die Möglichkeit, mein wirtschaftswissenschaftliches Wissen mit meinem technischen Interesse zu verbinden.“ Der Master Wirtschaftsingenieurwesen sei oft herausfordernd, aber Jasmin Feger ist hochmotiviert: „Ich wollte einfach mehr wissen. Deswegen bin ich hier.“ Die Studentin hat bereits ein großes Stück von der Welt gesehen: Nach dem Abi war sie in Australien, absolvierte ein Auslandssemester in Barcelona, machte ein Praktikum in einem Hotel in Sri Lanka und überbrückte die Zeit zwischen Bachelor und Master in Mexiko. Wenn sie ihren Master in der Tasche hat will sie sich aber erstmal in der Gegend bewerben. Jasmin Feger weiß jetzt, wieviel die Region beruflich zu bieten hat.

Der Career Service der Leuphana bietet das Job Shadowing in Kooperation mit rund 30 Firmen und Institutionen aus Wirtschaft, Kultur und Sozialem an. Interessierte melden sich mit einem Motivationsschreiben und ihrem aktuellen Lebenslauf direkt beim Career Service an. Er unterstützt Studierende bei der Wahl des Unternehmens und stellt den Kontakt her. 

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Autorin: Marietta Hülsmann