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Opening Week 2019: „Fight poverty with entrepreneurs“

09.10.2019 Während der Startwoche arbeiten die rund 1500 Erstsemesterstudierenden zu einem gesellschaftlich relevanten Thema. Am vierten Tag hatten sie die Möglichkeit, mit Andreas Kirchschläger von der Stiftung elea sowie Transition-Town-Movement-Gründer Rob Hopkins über „Sharing the Planet“ zu diskutieren.

Das Webunternehmen iCow aus Tansania schult Farmer per SMS. Übers Handy gibt es kurze Tipps zu Viehhaltung oder Ackerbau. Vor ein paar Jahren startete die Firma mit ein paar hundert Usern. Heute gibt es rund 100 000 Nutzer*innen. Viele hätten ihren Ertrag durch die Online-Schulung um bis zu 30 Prozent steigern können, berichtet Andreas Kirchschläger. Der CEO der elea Foundation for Ethics in Globalization berichtete während der Opening Week über die Arbeit seiner Stiftung, die in junge Unternehmen im Globalen Süden investiert. iCow ist eins davon. Durch die Investitionen könnten Arbeitsplätze entstehen, die vielen Menschen eine Perspektive geben. Armut sei ein ökonomisches Phänomen, deshalb könne es auch mit wirtschaftlichen Methoden bekämpft werden: „You can fight poverty with entrepreneurship“, sagte Kirchschläger. Elea investiert nur in Ländern, bei denen das Pro-Kopf-Einkommen im Durchschnitt weniger als zwei US-Dollar pro Tag beträgt.

„We‘re just getting started“

Rob Hopkins verändert das Leben gleich vor der Haustür. 2005 gründete er „Transition Town Movement“. Die Idee: Bereits im Kleinen sollen sich Gesellschaft und Wirtschaft auf das postfossile Leben vorbereiten. Etwa durch die konsequente Einsparung von CO2, Veränderung der städtischen Infrastruktur oder Förderung von regenerativen Energien. Er selbst entwickelte dieses Konzept in seiner Heimatstadt in Irland. Mittlerweile setzen hunderte Städte die Idee um – und zwar auf ihre eigenen Weise: „Transition is always an experiment“, sagt Hopkins zu den rund 1500 Erstsemesterstudierenden. Die Veränderungen im Kleinen haben für ihn einen großen Vorteil gegenüber dem für ihn oft frustrierenden Warten auf politische Entscheidungen: „We‘re just getting started.“

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Autorin: Marietta Hülsmann