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Cultural Entrepreneurship: Bachelorarbeit schafft es ins Junior Management Science Journal

10.10.2019 Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen einem Start-up und dessen wichtigsten Kunden? Leona Schink untersuchte es in ihrer Bachelorarbeit am Beispiel eines Audiotechnik-Herstellers und eines einem US-amerikanischen Medienunternehmen. Ihre Arbeit wurde im Junior Management Science Journal (JUMS) veröffentlicht.

„Tonio“ ist ein österreichisches Start-Up, das Audiotechnologie entwickelt. Leona Schink erforschte, wie Tonio seinen Business-to-Business Schlüsselkunden TBS (Turner Broadcasting System; ein großer Betreiber von Kabelsendern sowie ein Tochterunternehmen von Time-Warner) überzeugte seine Technologie zu nutzen. Schink führte dazu zahlreiche Expert*inneninterviews mit Angehörigen beider Organisationen in Wien und London. Sie konnte zeigen, dass TBS sich in erster Linie aufgrund kultureller Praktiken für Tonio als Anbieter entschieden haben (und nicht etwa aus Kostengründen). Solche kulturellen Praktiken umfassen symbolische Handlungen, Kommunikation in Form von Narrativen sowie identitätsstiftende Angebote. TBS übernahm anschließend diese Art Überzeugungsarbeit zu leisten von Tonio und setzte sie intern ein, um wiederum eigene Stakeholder zu adressieren. Mit der Feststellung dieser win-win-Situation trägt die Bachelorarbeit zum Verständnis von Innovationsprojekten als über Organisationsgrenzen hinweg fungierende Symbiosen bei.

Schink reichte ihre Arbeit beim Junior Management Science Journal (JUMS) ein, welches die besten Abschlussarbeiten der Betriebswirtschaftslehre aus Deutschland, Österreich und der Schweiz veröffentlicht. JUMS akzeptierte die Arbeit und sie ist seit dem 26. September 2019 in der 12. Ausgabe des wissenschaftlichen Journals online verfügbar. Mit der Arbeit von Leona Schink wird die aktuelle Ausgabe erstmalig auch eine Abschlussarbeit der Leuphana Universität Lüneburg beinhalten. Das Journal ist die erste deutschsprachige Plattform für herausragende Abschlussarbeiten der Betriebswirtschaftslehre und verfolgt das Ziel, herausragende studentische Leistungen auf dem gesamten Gebiet der Betriebswirtschaftslehre zu identifizieren, zu würdigen und Open Access zugänglich zu machen.

Der Betreuer der Arbeit, Prof. Dr. Gegenhuber, sieht in den Ergebnissen einen Mehrwert für die Forschung: „Ich gratuliere Frau Schink zu dieser exzellenten Bachelorarbeit. Mir ist es besonders wichtig, die Talente der Studierenden zu fördern. Die Bachelorarbeit von Frau Schink ist nicht nur sehr gut, sondern leistet auch einen Beitrag zu aktuellen Debatten in der Cultural Entrepreneurship Literatur“.