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Opening Week 2019: Die Blockchain Revolution

14.10.2019 Eine zweite Ära des Internets, ein Internet der Werte – das repräsentiert die Blockchain Technologie für Don Tapscott. Der kanadische Unternehmer und Mitgründer des Blockchain Research Institutes gab den Erstsemesterstudierenden während der Leuphana Opening Week einen Einblick in die Welt der Blockchain.

Blockchains sind verschlüsselte Datensatz-Ketten. Don Tapscott, einer der bedeutendsten digitalen Managementdenker unserer Zeit, zeigte den rund 1500 Erstsemester-Studierenden unter dem Hashtag #SharedData die Potenziale der Technologie auf, mit der Daten dezentral gespeichert und verwaltet werden können. Dadurch würde Blockchain für mehr Freiheit, Autonomie und Sicherheit sorgen. 

Neben individuellen Vorteilen könne auch das Konzept der Lieferketten von materiellen Gütern revolutioniert werden. Durch unveränderliche und damit auch betrugssichere Echtheitszertifikate werde ein Ansatz geschaffen, um unter anderem das Problem des Handels mit Blutdiamanten anzugehen. Neben dem Vorteil der wirtschaftlichen Effizienz könnten so auch Standards geschaffen werden, die über Grenzen hinweg gelten. Tapscott sieht in der Technologie sogar eine Möglichkeit, Demokratie zu transformieren. In einer populistisch geprägten Zeit, könne durch Blockchain mehr Transparenz geschaffen, Legitimität hergestellt werden und beispielsweise neue Plattformen für Bürger*innen-Engagement entstehen. Für den Publizisten ist Blockchain sehr viel mehr als eine neue Technologie – „es ermöglicht uns, ohne Vermittler Werte digital zu speichern und zu übertragen und verspricht damit, alles an der Art und Weise, wie wir Geschäfte machen und unser Leben leben, zu revolutionieren.“

Thomas Gegenhuber, Juniorprofessor für Digitale Transformation und einer der Moderatoren der Opening Week, überträgt dies auch auf den Hochschulalltag. „Mithilfe von Blockchains gäbe es beispielsweise die Möglichkeit, alle Zeugnisse und Bescheinigungen der Universität digital zur Verfügung zu stellen – unveränderlich, aber immer verfügbar. Wir könnten jederzeit selbst entscheiden, mit wem wir welche Daten teilen und welche eben nicht“, erläutert Gegenhuber.

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Autorin: Leonie Schmitt