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EU-Förderung für Forschungszentrum gesichert

06.01.2016 Lüneburg. Ein wichtiger Teil des Finanzierungsplans für das neue Zentralgebäude der Leuphana Universität Lüneburg ist umgesetzt. Fristgerecht zum Jahresende 2015 hat die Hochschule den notwendigen Mittelabfluss erreicht und so die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem EU geförderten Innovations-Inkubator in Höhe von 14 Millionen Euro geschaffen. Holm Keller, hauptberuflicher Vizepräsident der Leuphana, zeigt sich zufrieden: „Die Sorge, dass es hier zu einem Verfall von Fördermitteln kommen könnte, hat sich damit als unberechtigt erwiesen.“ 2009 hatte die EU das Großprojekt zur wissensbasierten Regionalentwicklung mit einem Gesamtvolumen von 98 Millionen Euro genehmigt.

Die bauliche und infrastrukturelle Verstetigung der mit dem Inkubator eingeleiteten Entwicklung war von Beginn an ein Ziel des Vorhabens. 14 Millionen Euro des Gesamtbudgets wurden deshalb für Flächen innerhalb des künftigen Innovations- und Forschungszentrums der Leuphana im Libeskind-Zentralgebäude vorgesehen und bewilligt. Dort entstehen auf rund 3.000 Quadratmetern mehr als 200 Arbeitsplätze. Damit wird die Forschungsinfrastruktur in der Region für die Zukunft nachhaltig verbessert.

Gestartet wurde der Inkubator als Pilotprojekt der Europäischen Union im Rahmen der EU-Lissabon-Strategie und als Anschubhilfe für eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit der regionalen Wirtschaft. Im Sommer 2015 endete das Vorhaben planmäßig. Dass es die Erwartungen mehr als erfüllt hat, bestätigen zwei voneinander unabhängige Untersuchungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Paris (OECD) und des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Überdurchschnittlich gut ist auch die Quote für den Abruf der Fördermittel ausgefallen: Nach jetzigem Stand und vorbehaltlich einer abschließenden Prüfung durch die niedersächsische NBank, konnten mehr als 98 Prozent des Fördervolumens in Anspruch genommen werden. Dr. Sabine Johannsen, Vorstandsmitglied der NBank, über die die Zuschüsse gesteuert wurden, stellt dem Inkubator ein exzellentes Zeugnis aus: „Die vom Inkubator-Projektmanagement eingereichten Unterlagen waren vorbildlich, das zeigten auch alle unsere Vor-Ort-Kontrollen. Auch die Quote der abgerufenen Mittel ist überdurchschnittlich gut, insgesamt also ein Vorzeige-Projekt.“