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Spielerisch Sprachen lernen im Game Lab

08.11.2016 Am 3.11.2016 fand in Gebäude 5 auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg die erste Spielenacht „Game Night“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom „Language Game Lab“, einem Spielplatz, Forschungs- und Entwicklungslabor in Kooperation mit der Zentraleinrichtung für Moderne Sprachen (ZeMoS) und dem Institute of English Studies. Bei Brettspielen mit verschiedenen Teilnehmenden konnten nicht nur Sprachkenntnisse verbessert und aufgefrischt, sondern auch neue Kontakte geknüpft werden. Unter der Leitung von Dr. Nuria Miralles Andress und Prof. Dr. Torben Schmidt bietet das Leuphana Language Game Lab deutschen und internationalen Studierenden sowie Geflüchteten die Möglichkeit, spielerisch ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Neben Brettspielen stehen auch Tablets mit Sprachlernprogrammen zur Verfügung.

Mittlerweile verfügt das Language Game Lab über mehr als 200 verschiedene Brettspiele aller Art. Zusammengekommen sind diese durch diverse Spenden nach einem Zeitungsaufruf. Eine besonders große Auswahl gibt es bei deutsch- und englischsprachigen Spielen, allerdings wurden bei manchen Spielen die Anleitung und Spielkarten in eine andere Sprache übersetzt. „Wir haben versucht, eine bunte Mischung aus Spielen und Sprachen herzustellen“, erklärt Prof. Dr. Schmidt, Professor für die Didaktik des Englischen am Institute of English Studies, die Idee. Sowohl deutsche und ausländische Studierende als auch deutschlernende Geflüchtete haben die Möglichkeit, ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und erweitern.

Am 3. November fanden sich 40 Interessierte, unter anderem aus Italien, Lateinamerika, Syrien, dem Irak und den USA, zusammen, die in Kleingruppen verschiedene Spiele ausprobierten. Beim „Rummikub Word“ ging es darum, verschiedene Wörter mit einer begrenzten Auswahl von Buchstaben zu legen. „Who am I?“ forderte die Spieler heraus, durch Fragen herauszufinden, welche der vorliegenden Personenkärtchen der Mitspieler ausgesucht hatte. Das Reaktionsspiel „5 second rule“ gewann derjenige, der die meisten Aufgaben wie „Nenne drei Dinge, die rosa sind“ innerhalb von jeweils fünf Sekunden beantworten konnte und damit seine Spielfigur ins Ziel rücken durfte. Im großen Kreis fanden auch Klassiker wie „Mensch ärgere dich nicht“ und „UNO“ großen Anklang, sodass multikulturelle Spielgruppen entstanden.

Einer der Mitspieler ist Felix Berwanger. Er studiert im fünften Semester Ingenieurwissenschaften am Leuphana College und möchte sich auch in Deutschland in seiner Muttersprache Englisch unterhalten. „Ich interessiere mich generell für Spiele und der Abend ist eine tolle Möglichkeit, neue Leute zu treffen und wieder fließend Englisch sprechen zu können. Ich komme ursprünglich aus Texas und da ich hier in Deutschland kaum Englisch spreche, möchte ich das nicht verlernen.“

Eine weitere Spielerin, Theresa Hofmann, hat an der Leuphana bereits ihren Bachelor in Umweltwissenschaften abgeschlossen und studiert jetzt im ersten Semester den Master Nachhaltigkeitswissenschaften. Sie ist mit ihrer Mitbewohnerin zum Spieleabend gekommen und will ihre Englischkenntnisse verbessern. „Es wäre aber auch cool, hier mal eine ganz neue Sprache zu lernen. Interessant wäre es, zu sehen, wie gut man sich auch ohne Sprachkenntnisse verständigen kann. Außerdem macht es Spaß, neue Spiele auszuprobieren.“

Die nächsten Spieleabende finden am 24.11. und am 8.12. jeweils von 18 bis 21 Uhr in Raum C5.138 statt. Außerdem ist das Language Game Lab jeden Montag von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Zu dieser Zeit können Brettspiele gespielt oder ausgeliehen werden.

Das Language Game Lab ist eine inhaltliche Weiterführung des Projekts HeaLinGO, einem Projekt im Rahmen des von der europäischen Union geförderten Innovationsinkubators, in dem die Entwicklung und Nutzung von Brettspielen und digitalen Spielen für das Fremdsprachenlernen im Mittelpunkt standen. Die in diesem Kontext angeschafften Spiele werden hierbei somit einer universitätsweiten Nutzung zugeführt.


Weitere Informationen

Dr. Nuria Miralles Andress
Universitätsallee 1, C5.128
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2660
Fax +49.4131.677-2666
miralles@leuphana.de

Prof. Dr. Torben Schmidt
Universitätsallee 1, C5.135
21335 Lüneburg
Fon +49.4131.677-2616
torben.schmidt@leuphana.de


Redaktion: Morgaine Struve und Dörte Krahn, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.