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ESU Konferenz: Entrepreneurship Forscher_innen aus aller Welt zu Gast an der Leuphana

20.09.2017 Wie entstehen gute Unternehmensideen? Was macht Gründungsvorhaben erfolgreich und warum scheitern manchmal selbst gute Unternehmensideen? Die Entrepreneurship-Forschung sucht nach Antworten auf diese und weitere Fragen. Spannende Forschungsfragen und aktuelle Forschungsmethoden wurden auf der ESU Konferenz diskutiert.

Die ESU Konferenz des European University Network on Entrepreneurship fand vom 4. bis zum 8. September 2017 an der Leuphana mit zahlreichen internationalen Wissenschaftler_innen statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung vom Research Center for Entrepreneurship unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Gielnik, Prof. Dr. Markus Reihlen und Prof. Dr. Ursula Weisenfeld

Zu den vielen Höhepunkten der Konferenz zählte der Vortrag von Prof. Dr. William McKinley von der Southern Illinois University at Carbondale zum Thema "Perils of Dismantling the Entrepreneurial Opportunity Construct“. Die Frage, wie unternehmerische Opportunitäten entstehen treibt die Entrepreneurship-Forschung seit ihrer Gründung um. Prof. McKinley gab einen spannenden und zugleich kritischen Einblick in den aktuellen Forschungsstand und zeigte neue Wege für Entrepreneurship-Forschung auf. 

Murphy’s Law, dass alles, was schief gehen kann, auch schief gehen wird, ist allgemein bekannt. Prof. Dr. Nicola Breugst von der Technischen Universität München berichtete in ihrem Vortrag, was in der empirischen Entrepreneurship-Forschung alles schief gehen kann. Die erfahrene Wissenschaftlerin kennt die Stolpersteine in Bezug auf das Studiendesign, die Durchführung von Experimenten und Umfragen sowie die Auswertung von Daten sehr gut. Mit vielen praktischen Tipps erzählte Prof. Breugst, wie Nachwuchswissenschaftler einige dieser Stolpersteine vermeiden können. Besonders für Doktoranden bat die Konferenz eine einmalige Gelegenheit ein persönliches Netzwerk aufzubauen, ihre Forschung in einem internationalen und wissenschaftlichen Forum vorzustellen sowie an aufschlussreichen Methodik-Workshops teilzunehmen.

So konnten sie sich z.B. über das „Meet the Editor“-Format mit Herausgebern der anerkanntesten Entrepreneurship-Fachzeitschriften über Erwartungen und Begutachtungserfahrungen austauschen. Die ESU ist das führende Netzwerk von Universitäten mit einem Profil in der Entrepreneurship Forschung und Ausbildung. Die Leuphana Universität Lüneburg ist der einzige deutsche Partner des Netzwerks. Ziel der Konferenz ist es, ein europäisches, durch Vielfalt geprägtes, Netzwerk aufzubauen sowie die Forschung als auch die Ausbildung zum Thema Entrepreneurship zu fördern. Nächstes Jahr wird die ESU Konferenz an der Universität in Łódź in Polen stattfinden.Prof. Reihlen, Mitausrichter der Konferenz, zog ein besonders positives Fazit: „Die ESU-Tagung zum 15-jährigen Bestehen des Netzwerkes an der Leuphana ausrichten zu dürfen war nicht nur eine besondere Ehre, sondern hat wesentlich dazu beigetragen, wissenschaftliche und persönliche Brücken zwischen den Teilnehmenden zu schlagen. Ein Wiedersehen ist bereits im Januar zur Leuphana Conference on Entrepreneurship geplant.“

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Autorin: Rebecca Funken, Redaktion: Jula Hoffmeister, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.