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Gründungsgeist weht durch Europa: Leuphana ruft „Hanseatic StartUp City“ ins Leben

16.10.2017 An der Leuphana spielt Gründungskultur schon seit Jahren eine bedeutende Rolle. Doch für viele Menschen außerhalb der Universität sind Begriffe wie „Entrepreneurship“ oder „Start-Up“ sehr abstrakt. Um das zu ändern, trägt die Lüneburger Universität das Gründungsthema in Form eines Gütesiegels durch Europa.

Den Titel Salzstadt trägt Lüneburg bereits seit Jahrhunderten, in diesem Jahr ist eine neue Bezeichnung hinzugekommen: Hanseatic StartUp City. „Dieses Label haben wir gemeinsam mit Partnern aus Belgien und Schottland ins Leben gerufen“, erklärt Maik Fischer vom Gründungs-Service der Leuphana. „Mit dem Fokus auf europäische Hansestädte möchten wir diesem mittelalterlichen Handelsbund eine zusätzliche Bedeutung geben.“ Bisher stecken er und sein Team noch in der Entwicklungsphase, doch schon in den kommenden Wochen wollen sie verstärkt an die Öffentlichkeit gehen.

Mit dem neuen Gütesiegel greift die Leuphana den „Entrepreneurship Action Plan 2020“ der Europäischen Kommission auf. Darin unterstreicht die EU die Notwendigkeit, die Gründungskultur innerhalb Europas zu „revolutionieren“. Für Maik Fischer bedeutet diese Aufgabe auch, das Thema für alle zunächst einmal sichtbar zu machen. „Es ist Zeit, nach draußen zu gehen“, betont er. Mit Hilfe der StartUp Cities solle der Unternehmergeist mit allen Facetten in die Lebensbereiche der Menschen aus der Region transportiert werden. Für die Stadt Lüneburg sind deshalb verschiedene Veranstaltungen geplant. „Der Gründungsgedanke wird in unterschiedlicher Form präsent sein, um die Menschen neugierig zu machen“, erläutert der Leuphana-Mitarbeiter und nennt ein paar Beispiele: „Wir werden einen eigenen „StartUp Weihnachtsmarkt“ in den Räumen der Industrie- und Handelskammer veranstalten. In diesem Rahmen stellen verschiedene regionale Start-Ups sich und ihre Produkte vor und knüpfen so Kontakt zu möglichen Kunden.“ Außerdem wird es in Kooperation mit der Wirtschaftsförderung Lüneburg eine Art Gründungs-Werkstatt geben: In kleinen Gruppen werden Gründungsinteressierte aus der Region Projekte weiterentwickelt und sich zu diesem Thema austauschen. „Nicht zuletzt wird sich auch die ARD-Serie Rote Rosen medienwirksam mit Start-Ups befassen. Dazu haben im Zentralgebäude bereits Dreharbeiten stattgefunden.“ Eine weitere Zielgruppe haben die Initiatoren ebenfalls im Auge: Durch Kooperationen mit Schulen soll auch bei der jüngeren Generation Interesse geweckt werden.

Mit all diesen Events, die auch von der Lüneburg Marketing unterstützt werden, wird in den kommenden Wochen und Monaten das zu Tage gefördert, was die Leuphana in Bezug auf die Hanseatic StartUp City bisher im Verborgenen erarbeitet hat. „Die Stadt Lüneburg trägt das Label noch bis kommenden März, bis dahin wollen wir eine Benchmark für alle Folgestädte setzen“, so der Gründungsexperte. „Welche Ideen funktionieren, was kommt gut an? Wo müssen wir nachbessern? Unsere Erfahrungen werden in einem Kriterienkatalog zusammengefasst, der anderen Regionen dienen kann.“ Gleichzeitig werde die Zeit genutzt, um ein großes Netzwerk aus Städten aufzubauen, die Idee des Gütesiegels nachhaltig zu etablieren und den Austausch darüber zu pflegen und zu fördern.

Im April 2018 soll das Label von Lüneburg aus weiter wandern, anschließend zieht die Idee im Einjahres-Rhythmus durch ganz Europa. „Mittelfristig haben wir geplant, dass sich Hansestädte für das Gütesiegel StartUp City bewerben können, indem sie sich und ein entsprechendes Konzept vorstellen“, so Fischer. Mit Blick auf die nahe Zukunft ist er sich sicher: „Mit dem Label Hanseatic StartUp City kann die Gründungskultur in Europa für alle greifbarer gemacht werden und somit sichtbar wachsen und gedeihen.“



Autorin: Urte Modlich, Universitätskommunikation. Neuigkeiten aus der Universität und rund um Forschung, Lehre und Studium können an news@leuphana.de geschickt werden.