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Ausstellung: „sans carte – ohne Landkarte“

15.11.2017 Eine Ausstellung des Kulturbüros des Studentenwerks im Foyer der Bibliothek der Leuphana Universität Lüneburg und an der Université 3 Jean Moulin in Lyon.

Mit Rucksack, Foto-/Videokamera und Skizzenbuch - aber ohne Landkarte, weder auf Papier noch auf dem Smartphone. Eine Reise aufs Geratewohl, der Versuch, die Welt mit anderen Augen zu sehen, das war der Ausgangspunkt zweier Studentinnen, der Französin Manon Le Hir und der Deutschen Stella Schalamon im Jahr 2016.

„Eine siebenwöchige Reise durch Laos und Vietnam mit einem leeren Heft, einem Stift und der Vorstellungskraft der Menschen, die wir treffen, als einzige Hilfsmittel, um uns zu orientieren. Eine Reise ohne Karte, getragen von unserer Entdeckerlust, ein Abenteuer über Grenzen hinweg.“ Von der Reise mitgebracht: ein Vielzahl kurzer Videosequenzen, Fotografien von Menschen, Dörfern, Städten, Landschaften, dazu kurze Tagebucheintragungen in Deutsch/ Französisch - und ein Skizzenbuch voller skizzierter Wegbeschreibungen hilfsbereiter Menschen aus Laos und Vietnam.

Die im Foyer der Bibliothek der Leuphana Universität Lüneburg ab Donnerstag, 9. November zu sehende Ausstellung „Sans carte – ohne Landkarte“ dokumentiert diese Reise in einem ungewöhnlichen Arrangement: Eine Dokumentation auf 19 Präsentationstafeln mit Skizzen, Texten in Deutsch und Französisch, mehr als 100 Fotografien und 80 QR-Codes. Einmal angetippt, spielt das Smartphone Kurz-Videos der betreffenden Station auf der Reise durch Laos und Vietnam. So verfolgen Besucherinnen und Besucher parallel auf verschiedenen medialen und sprachlichen Ebenen eine Reise nach, die ihr Ziel kennt, aber nicht ihren Weg: Skizzenbuchseiten mit den zweisprachigen, deutsch-französischen Tagebucheintragungen dokumentieren und kommentieren Begegnungen mit Menschen, Fotoserien beschreiben Landschaften, Dörfer und Städte und Kurzvideos in Französisch, Englisch und Deutsch erzählen Geschichten mal dokumentarisch, mal in spielerisch inszenierten Sequenzen.

Dazu Manon Le Hir und Stella Schalamon: „Karten beeinflussen unsere Sicht auf die Welt, unser Verständnis der Welt. Sie zeigen uns eine soziale Realität, eine territoriale Konstruktion, die so in der Natur nicht vorkommt. Die Linie, die Frankreich und Deutschland auf der Karte voneinander abgrenzt, existiert nicht, wenn man vom Flugzeug aus auf die beiden Länder hinunter blickt. Karten sind geopolitisch, sie repräsentieren Territorien. Und wenn wir jetzt ohne Karte reisen? Werden wir die Welt anders sehen?“

Die Ausstellung im Foyer der Bibliothek auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg wurde vom Kulturbüro des Studentenwerks gemeinsam mit den beiden Studentinnen, Manon Le Hir von der Leuphana Universität Lüneburg und Stella Schalamon, Universität der Künste Berlin, erarbeitet.

Die Ausstellung ist vom 9. November 2017 bis 31. Januar 2018, Montag bis Sonntag von 10 – 20 Uhr zu sehen. Zeitgleich wird die Ausstellung, die in zweifacher Ausführung mit finanzieller Unterstützung des DFJW (Deutsch Französischen Jugendwerks) realisiert werden konnte, in der Université 3 Jean Moulin in Lyon präsentiert. Das Ausstellungsprojekt ist damit zugleich Auftakt einer deutsch-französischen Kooperation zwischen dem Kulturbüro Lüneburg des Studentenwerks OstNiedersachsen und dem Service Culturel du CROUS de Lyon, einer den deutschen Studentenwerken entsprechenden Einrichtung an den Universitäten Frankreichs.

Für Rundgänge durch die Ausstellung und Informationen über das Projekt steht das Kulturbüro gern zur Verfügung.

Kontakt und Informationen

Claudia Jonischkies, Dipl. Des., Kunstpäd. HL
Kulturbüro des Studentenwerks ON
kultur.lg@stw-on.de
jonischkies@leuphana.de
www.stw-on.de/lueneburg/kultur