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„Bereicherung der niedersächsischen Hochschullandschaft“: Wissenschaftsminister Björn Thümler bei der LHK-Sitzung an der Leuphana

29.11.2017 Einer seiner ersten Termine als Niedersachsens neuer Minister für Wissenschaft und Kultur führte ihn zur Landeshochschulkonferenz nach Lüneburg: Björn Thümler (CDU) ist am Montag mit den Präsidentinnen und Präsidenten der niedersächsischen Hochschulen zusammengekommen. Bei dem Treffen ging es um die künftige Hochschulpolitik. 

v.l.n.r.: Wolfgang-Uwe Friedrich (Vorsitzender LHK), Björn Thümler (Wissenschaftsminister), Sascha Spoun (Präsident Leuphana)

Seit seinem Amtsantritt ist noch keine Woche vergangen, doch für die Landeshochschulkonferenz (LHK) nahm sich Björn Thümler gleich zu Beginn Zeit. Von einem „neuen Kapitel der Zusammenarbeit“ sprach Niedersachsens Wissenschaftsminister bei seinem Besuch und betonte einen engen Schulterschluss: Die neue Landesregierung wolle das Innovationspotential der Hochschulen stärker als bisher für den gesellschaftlichen Fortschritt und die Sicherung des Wohlstandes nutzen.
 
Als ein wichtiges Thema nannte Thümler in diesem Kontext die Digitalisierung – eine „Herkulesaufgabe“ nach Auffassung des Ministers. „Ich bin davon überzeugt, dass es im Wesentlichen in der Hand der Wissenschaft liegt, gesellschaftliche Herausforderungen wie die Digitalisierung zu meistern“, erklärte er. Gleichzeitig warb er für Kooperationen zwischen der Wirtschaft und den Hochschulen. „Nicht nach dem Grundsatz: ‚Wir kaufen uns die Wissenschaft und bestimmen, was gemacht wird‘, sondern: Wissenschaft ist der Motor für Innovation in Niedersachsen.“ Eine Praxis, die an der Leuphana in zahlreichen Projekten und Programmen in allen Wissenschaftsbereichen bereits gelebt wird: Mit ihrem transdisziplinären Kompetenzprofil setzt die Leuphana auch in der Forschung auf die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Wirtschaft.
 
„Wir wollen starke Hochschulen in Niedersachsen“, bekräftigte Björn Thümler bei dem Treffen an der Leuphana und sprach damit ebenfalls die Internationalisierung der Hochschulen an. „Wir kommen dann weiter, wenn wir von den Besten der Welt lernen, wenn wir uns international umschauen und präsentieren.“ Nach Meinung des Vorsitzenden der Landeshochschulkonferenz geht die Universität in Lüneburg diesen Weg konsequent. „Die Leuphana stellt sich international auf“, betonte Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang-Uwe Friedrich und wies in diesem Zusammenhang auf das vom amerikanischen Star-Architekten Daniel Libeskind entworfene Zentralgebäude hin: „Ich bin begeistert.“
 
Eine Einschätzung, die der Minister für Wissenschaft und Kultur teilt: Es sei etwas Neues geschaffen worden, das einen ganz anderen Geist als die ehemaligen Kasernengebäude atme, so Björn Thümler. Was die Kostenübernahme bei der Finanzierung des Zentralgebäudes anbelangt, sieht er das Land Niedersachsen nach wie vor mit im Boot: „Bei der Amtsübergabe bestand Einigkeit darüber, dass dies über das Finanzministerium und die Hochschule finanziert wird“, sagte er und ergänzte: „Das, was hier entstanden ist, ist eine Bereicherung der niedersächsischen Hochschullandschaft. Wenn man als Land oder als Gesellschaft nicht mehr bereit ist, in solche Bereiche zu investieren, dann wäre das schlimm.“


Urte Modlich. Neuigkeiten aus der Universität können an news@leuphana.de geschickt werden.